Allgemeine Informationen zur Wirtschaftslage in Deutschland und weltweit

Allgemeine Informationen zur Wirtschaftslage in Deutschland und weltweit

Wiesbaden, 08.02.2012

Außenhandel

Destatis: Außenhandel


Destatis: Deutsche Ausfuhren im Jahr 2011: +11,4% gegenüber 2010

Ausfuhren und Einfuhren erreichen Rekordwerte

Im Jahr 2011 wurden von Deutschland Waren im Wert von 1.060,1 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 902,0 Milliarden Euro eingeführt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren die deutschen Ausfuhren damit im Jahr 2011 um 11,4% und die Einfuhren um 13,2% höher als im Jahr 2010. Die deutschen Ausfuhren überstiegen 2011 erstmals eine Billion Euro. Auch die Einfuhren übertrafen deutlich den bisherigen Höchstwert von 805,8 Milliarden Euro im Jahr 2008.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Jahr 2011 mit einem Überschuss von 158,1 Milliarden Euro ab. Im Jahr 2010 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 154,9 Milliarden Euro betragen.

Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen (–7,8 Milliarden Euro), Erwerbs- und Vermögenseinkommen (+40,9 Milliarden Euro), laufende Übertragungen (–35,6 Milliarden Euro) sowie Ergänzungen zum Außenhandel (–19,7 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im Jahr 2011 mit einem Überschuss von 135,9 Milliarden Euro ab. Im Jahr 2010 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 141,5 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Jahr 2011 Waren im Wert von 627,3 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 572,6 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber dem Jahr 2010 stiegen die Ausfuhren in die EU-Länder um 9,9% und die Einfuhren aus diesen Ländern um 13,8%. In die Länder der Eurozone wurden im Jahr 2011 Waren im Wert von 420,9 Milliarden Euro (+8,6%) geliefert und Waren im Wert von 401,5 Milliarden Euro (+12,9%) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Jahr 2011 Waren im Wert von 206,4 Milliarden Euro (+12,6%) ausgeführt und Waren im Wert von 171,1 Milliarden Euro (+16,1%) von dort eingeführt.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Jahr 2011 Waren im Wert von 432,8 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 329,4 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber dem Jahr 2010 nahmen die Exporte in die Drittländer um 13,6 % und die Importe von dort um 12,0% zu.

Im Monat Dezember 2011 wurden von Deutschland Waren im Wert von 85,1 Milliarden Euro (+5,0% gegenüber Dezember 2010) ausgeführt und Waren im Wert von 72,1 Milliarden Euro (+5,4%) eingeführt.

Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Ausfuhren gegenüber November 2011 um 4,3% und die Einfuhren um 3,9% ab. Der Außenhandelsbilanzüberschuss lag im Dezember 2011 kalender- und saisonbereinigt bei 13,9 Milliarden Euro.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Wiesbaden, 08.02.2012

Verarbeitendes Gewerbe

Destatis: Verarbeitendes Gewerbe


Destatis: Verarbeitendes Gewerbe Dezember 2011: Umsatz saisonbereinigt –2,2% zum Vormonat

Der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Dezember 2011 saison- und arbeitstäglich bereinigt um 2,2% niedriger als im November 2011 (nach –1,4% im November 2011 gegenüber Oktober 2011). Dabei verringerte sich der Inlandsumsatz im Dezember 2011 um 2,1%. Die Umsätze mit ausländischen Abnehmern nahmen um 2,4% ab. Bezogen auf die Absatzrichtung des Auslandsgeschäfts ging der Umsatz mit der Eurozone um 4,2% zurück, der Umsatz mit dem restlichen Ausland um 1,0%.

Innerhalb der umsatzmäßig wichtigsten Wirtschaftszweige sank der Umsatz im Dezember 2011 saison- und arbeitstäglich bereinigt am stärksten im Maschinenbau, und zwar um 6,8%. Dabei verringerten sich der Inlandsumsatz um 4,2% und der Auslandsumsatz um 8,3%. Den geringsten Umsatzrückgang gegenüber dem Vormonat gab es mit –0,6% im Bereich der Metallerzeugung und -bearbeitung (Inland –1,5%, Ausland +1,2%).

Im Vergleich zum Dezember 2010 lag der arbeitstäglich bereinigte Umsatz des Verarbeitenden Gewerbes im Dezember 2011 um 0,5% niedriger. Das Geschäft mit inländischen Abnehmern stieg in diesem Zeitraum um 3,2%, der Auslandsumsatz fiel um 4,2%. Dabei verringerten sich der Absatz in die Eurozone um 4,3% und der Umsatz im Geschäft mit dem restlichen Ausland um 4,1%.

Im Jahr 2011 lag das arbeitstäglich bereinigte Umsatzvolumen im Verarbeitenden Gewerbe um 7,2% über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Das Inlandsgeschäft stieg dabei um 6,9% und der Auslandsumsatz um 7,6%.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes


Wiesbaden, 02.02.2012

Güterverkehr

Destatis: Güterverkehr


Destatis: Güterverkehr 2011: Transportaufkommen steigt um 6,5%

Der Güterverkehr in Deutschland ist im Jahr 2011 deutlich gewachsen: Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg das Transportaufkommen im Jahr 2011 voraussichtlich um 6,5% gegenüber dem Vorjahr auf 4,3 Milliarden Tonnen. Dies ist die höchste Steigerung gegenüber einem Vorjahr seit dem Jahr 1994 (damals +7,5% gegenüber 1993). Zum Wachstum trugen der Straßen- und Eisenbahnverkehr sowie die Seeschifffahrt und der Luftverkehr bei; dagegen verbuchten die Binnenschifffahrt und der Transport von Rohöl in Rohrleitungen Verluste.

Den stärksten Anteil am Transportaufkommen hatte mit 77,5% der Beförderungsmenge der Straßengüterverkehr. Auf der Straße wurden – nach einer Schätzung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung – im vergangenen Jahr knapp 3,4 Milliarden Tonnen und damit 7,7% mehr befördert als im Jahr 2010. Das ist die höchste Wachstumsrate aller Verkehrsbereiche.

Der Güterverkehr der Eisenbahn stieg ebenfalls an: Das Verkehrsaufkommen lag mit 374 Millionen Tonnen um 5,1% über dem Wert des Jahres 2010 und erreichte damit den höchsten Wert seit 1993. Auch die Frachtbeförderung der Luftfahrt nahm zu (+4,8%). Mit deutlich mehr als 4 Millionen Tonnen wurden im Jahr 2011 so viele Güter in Flugzeugen befördert wie noch nie.

Rückläufig entwickelte sich im Jahr 2011 der Güterverkehr in der Binnenschifffahrt: Die Beförderungsmenge nahm um 4,3% auf 220 Millionen Tonnen ab. Die Binnenschifffahrt behinderten 2011 verschiedene Einflüsse: Zu erwähnen sind vor allem die Havarie eines Tankers im Januar 2011 an der Loreley sowie mehrfache extreme Niedrigwasserperioden. Der Güterverkehr der Seeschifffahrt entwickelte sich dagegen positiv: Mit 291 Millionen Tonnen wurden hier 6,8% mehr Güter befördert als im Jahr 2010.

Beim Transport von Rohöl in Rohrleitungen ging die Beförderungsmenge um 2,5% auf knapp 87 Millionen zurück. Diese Abnahme ist unter anderem auf Wartungsarbeiten in Raffinerien zurückzuführen.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Paris, 31.01.2012

Luftfahrtbranche

Euler Hermes: Luftfahrtbranche


Euler Hermes: Luftfahrtbranche startet durch; Luftverkehr kommt nicht in Fahrt

Solider Auftragsbestand für die Luftfahrtbranche trotz der Abschwächung der globalen Konjunktur

Kräftiger Druck auf Margen der Fluggesellschaften durch steigende Treibstoffkosten im Jahr 2011

Weitere Abschwächung der Luftverkehrsbranche im Jahr 2012 besonders bei den europäischen Fluggesellschaften


Das Jahr 2011 war für die Flugzeugbauer sowohl bei den Auslieferungen als auch bei den Auftragseingängen, die sich gegenüber dem Jahr 2010 verdoppelten, ein Rekordjahr. Das Branchenwachstum wird durch die kräftige Expansion der Fluggesellschaften Asiens und des Mittleren Osten getrieben, die schnell wachsen und zur Vergrößerung ihres Marktanteils ihre Kapazitäten ausbauen.

Im Gegensatz dazu mussten die Fluggesellschaften im Jahr 2011 mit steigenden Treibstoffpreisen fertig werden, die Druck auf ihre Gewinnmargen ausübten. Darüber hinaus dürfte die Verlangsamung der globalen Konjunktur, die im Jahr 2012 voraussichtlich um nur 3 Prozent wachsen wird, nicht ohne Folgen für die Entwicklung des Luftverkehrs bleiben.

Auf die Flugzeugbauer warten ein paar gute Jahre

Im Jahr 2011 wurde in der Luftfahrtbranche zum ersten Mal der symbolische Wert von 1.000 Einheiten überschritten, da im abgelaufenen Jahr 1.011 Flugzeuge ausgeliefert wurden. Dieses entspricht einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 4 Prozent. Gleichzeitig stieg der Auftragsbestand auf netto 2.224 Flugzeuge. Obwohl das Jahr 2011 wirtschaftlich gesehen glänzend lief, wurde die Geschäftsdynamik nicht zuletzt auch durch die Markteinführung von Flugzeugen, die einen um bis zu 15 Prozent geringeren Treibstoffverbrauch und verminderte CO2-Emissionen aufweisen, geprägt.

„Die Luftfahrtbranche erlebt ein außergewöhnlich robustes Wachstum. Zum ersten Mal seit dreißig Jahren geht ein konjunktureller Abschwung nicht mit Produktionseinbußen einher,“ sagt Ludovic Subran, Chefvolkswirt bei Euler Hermes. Durch die Dynamik der Fluggesellschaften in Asien und dem Mittleren Osten sowie der Low-Cost-Airlines konnten im Jahr 2011 die Auftragseingänge der Flugzeugbauer kräftig gesteigert werden. Damit ist eine hohe Auslastung für die nächsten sieben bis acht Jahre gewährleistet.“ Laut Euler Hermes dürften die Auslieferungen von Verkehrsflugzeugen im Jahr 2012 um 12 Prozent steigen. [...]

Zur Pressemitteilung von Euler Hermes

München, 31.01.2012

Kredithürde

ifo: Kredithürde


ifo: Kredithürde weiterhin niedrig

Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im Januar leicht gesunken. 22,8% der befragten Unternehmen bewerten die Kreditvergabepraxis der Banken als restriktiv. Das sind 0,3 Prozentpunkte weniger als im Dezember. Weiterhin profitiert die deutsche Wirtschaft von sehr günstigen Finanzierungsbedingungen.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist die Kredithürde für große und mittelgroße Unternehmen merklich gesunken. Bei den großen Unternehmen haben die Klagen über eine restriktive Kreditvergabe um 2,2 Prozentpunkte auf 21,1% und bei den mittelgroßen Betrieben um 2,1 Prozentpunkte auf 18,1% abgenommen. Lediglich die kleinen Unternehmen berichten von einem geringfügig schwierigeren Kreditzugang. Der Anteil der „Restriktiv“-Antworten hat hier um 0,3 Prozentpunkte auf 24,6% zugenommen.

Im Bauhauptgewerbe ist die Kredithürde um 0,2 Prozentpunkte auf 32,1% gesunken. Im Handel ist die Kredithürde dagegen erneut etwas gestiegen. Sie liegt hier um 1,0 Prozentpunkte höher als im Dezember bei nunmehr 21,3%.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts

Zur Pressemitteilung des ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V.

Wiesbaden, 31.01.2012

Einzelhandel

Destatis: Einzelhandel


Destatis: Einzelhandelsumsatz im Dezember 2011 real um 0,9% gesunken

Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland setzten im Dezember 2011 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nominal 0,5% mehr und real 0,9% weniger um als im Dezember 2010. Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage. Im Vergleich zum November 2011 sank der Umsatz im Dezember 2011 kalender- und saisonbereinigt (Verfahren Census X-12-ARIMA) nominal um 1,7% und real um 1,4%.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Dezember 2011 nominal 0,3% mehr und real 1,7% weniger um als im Dezember 2010. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten ebenfalls nominal um 0,3% höher und real um 1,7% niedriger als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde nominal 0,8% mehr und real 1,4% weniger umgesetzt als im Dezember 2010.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze im Dezember 2011 nominal um 0,3% höher und real um 0,5% niedriger als im Vorjahresmonat. Hier erzielte nur der Einzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf nominal und real höhere Umsätze als im Dezember 2010 (jeweils +3,6%).

Im gesamten Jahr 2011 wurde im Einzelhandel in Deutschland nominal 2,6% und real 0,9% mehr als im Jahr 2010 umgesetzt. Damit konnten die deutschen Einzelhändler – nach dem durch die Finanz- und Wirtschaftskrise bedingten Umsatzrückgang im Jahr 2009 – im zweiten Jahr in Folge nominale und reale Umsatzsteigerungen gegenüber dem jeweiligen Vorjahr erzielen.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Wiesbaden, 30.01.2012

Großhandel

Destatis: Großhandel


Destatis: Großhandelsumsatz im 4. Quartal 2011 real um 1,6% gestiegen

Die deutschen Großhandelsunternehmen setzten im vierten Quartal 2011 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nominal 4,1% und real 1,6% mehr um als im vierten Quartal 2010.

Der Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren und Maschinen (Produktionsverbindungshandel), der ein Indikator für die Industrieproduktion und den Export ist, steigerte im vierten Quartal 2011 seinen Umsatz nominal um 6,4% und real um 3,9% im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Im Großhandel mit Konsumgütern (Konsumtionsverbindungshandel) lagen die Umsätze nur nominal über denen des vierten Quartals 2010 und zwar um 1,4% (real –1,0%).

Im Dezember 2011 allein erzielten die deutschen Großhändler nominal 3,2% und real 1,9% mehr Umsatz als im Vorjahresmonat.

Im Gesamtjahr 2011 wurde im Großhandel in Deutschland nominal 8,2% und real 2,5% mehr umgesetzt als im Jahr 2010. Damit konnten die deutschen Großhändler – nach dem durch die Finanz- und Wirtschaftskrise bedingten Umsatzrückgang im Jahr 2009 – im zweiten Jahr in Folge nominale und reale Umsatzsteigerungen gegenüber dem jeweiligen Vorjahr erzielen.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Wiesbaden, 27.01.2012

Außenhandel

Destatis: Außenhandel


Destatis: Importpreise 2011: +8,0% gegenüber 2010 – höchster Anstieg seit 2000

Der Index der Einfuhrpreise lag im Jahresdurchschnitt 2011 um 8,0% über dem Vorjahr (2010: +7,8%). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war dies der höchste Anstieg gegenüber dem Vorjahr seit 2000 (+10,2% gegenüber 1999).

Prägend für den Index der Einfuhrpreise im Jahr 2011 war insbesondere die Preisentwicklung bei Rohstoffen wie Erdöl, Erdgas und Erzen sowie Halbwaren wie Mineralölerzeugnissen und Metallen. Die Rohölpreise lagen 2011 um 31,7% höher als 2010, die Preise für importiertes Mineralöl waren im Schnitt um 28,0% höher als ein Jahr zuvor. Sie übertrafen im Jahresdurchschnitt zudem den bisherigen Rekordwert des Jahres 2008.

Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im Jahresdurchschnitt 2011 um 5,1% über dem Stand des Vorjahres. Importiertes Erdgas war im Jahresdurchschnitt 2011 um 25,7% teurer als ein Jahr zuvor, der Index erreichte aber im Gegensatz zu Erdöl und Mineralölerzeugnissen den Rekorddurchschnitt von 2008 nicht.

Für Erzimporte musste im Jahr 2011 durchschnittlich 23,3% mehr bezahlt werden als ein Jahr zuvor. Dabei lag der Einfuhrpreisindex für Eisenerze um 34,6% über dem Stand des Vorjahres. Importe von Nicht-Eisen-Metallerzen wurden um 10,0% teurer.

Die Preisentwicklung der Metallerze schlug auch auf die Metallpreise durch: Der Einfuhrpreisindex für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen lag 2011 um 8,8% über dem von 2010. Nicht-Eisen-Metalle und Halbzeug daraus waren im Jahresdurchschnitt 2011 um 12,2% teurer als in 2010.
Die Preise für Baumwolle erreichten im März 2011 ihren Höchststand und lagen trotz eines darauf folgenden erheblichen Preisrückgangs im Jahresdurchschnitt noch um 40,9% über dem Vorjahreswert. Rohkaffee verteuerte sich um 39,2% und für Getreide mussten Importeure im Durchschnitt 33,7% mehr bezahlen als in 2010.

Der Index der Ausfuhrpreise lag im Jahresdurchschnitt 2011 um 3,7% höher als im Vorjahr. Dies war der höchste Anstieg gegenüber dem Vorjahr seit 1982 (+4,3%). [...]

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

München, 25.01.2012

ifo Geschäftsklimaindex

ifo: Geschäftsklimaindex


ifo: Geschäftsklimaindex erneut gestiegen

Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im Januar zum dritten Mal nacheinander verbessert. Zwar ist die derzeitige Geschäftslage der Unternehmen etwas weniger gut als im Dezember. Aber die Geschäftserwartungen haben sich merklich aufgehellt. Die deutsche Wirtschaft startet mit Elan ins neue Jahr.

Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima verbessert. Die Industrieunternehmen schätzen ihre aktuelle Geschäftslage leicht und ihre Geschäftsperspektiven deutlich günstiger ein als im vergangenen Monat. Auch die Exporterwartungen und die Personalplanungen sind wieder etwas positiver. Die Kapazitätsauslastung liegt in der Industrie momentan etwas niedriger als im Herbst. Weiterhin ist die Auslastung der Geräte und Maschinen aber überdurchschnittlich.

Im Einzelhandel ist der Geschäftsklimaindex gesunken. Die Geschäftslage ist hier nicht mehr ganz so günstig wir im Dezember. Zudem blicken die Einzelhändler skeptischer auf die Geschäftsentwicklung in der nahen Zukunft. Im Großhandel hat sich das Geschäftsklima geringfügig eingetrübt. Die momentane Geschäftslage wird von den befragten Großhändlern weiterhin als sehr positiv, aber weniger gut als im vergangenen Monat beurteilt. Ihre Geschäftserwartungen sind erneut etwas zuversichtlicher.

Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima den dritten Monat in Folge verbessert. Die aktuelle Geschäftslage ist zwar nicht mehr so günstig wie im Vormonat. Hinsichtlich der Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr sind die befragten Bauunternehmen aber erheblich zuversichtlicher als bisher.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München

Zur Pressemitteilung des ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V.

Wiesbaden, 24.01.2012

Bauhauptgewerbe

Destatis: Bauhauptgewerbe


Destatis: Aufträge im Bauhauptgewerbe im November 2011: real +12,5% zum Vorjahr

Im November 2011 sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum November 2010 preisbereinigt um 12,5% gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, nahm dabei die Nachfrage im Hochbau um 19,0% und im Tiefbau um 5,1% zu.

Der Gesamtumsatz belief sich im November 2011 auf rund 9,8 Milliarden Euro und stieg damit gegenüber November 2010 um 10,5%. Ende November 2011 waren in den Betrieben des Hoch- und Tiefbaus 745.000 Personen tätig, rund 16.000 Personen mehr als ein Jahr zuvor (+2,2%).

In den ersten elf Monaten 2011 stiegen die Auftragseingänge des Bauhauptgewerbes preisbereinigt um 3,7% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes betrug im Zeitraum Januar bis November 2011 rund 84,0 Milliarden Euro und lag damit um 11,3% über dem Niveau der ersten elf Monate 2010. Die durchschnittliche Zahl der tätigen Personen ist in diesem Zeitraum um 2,6% gestiegen.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Wiesbaden, 17.01.2012

Gastgewerbe

Destatis Gastgewerbe


Destatis: Gastgewerbeumsatz im November 2011 real um 0,8% gestiegen

Die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland setzten im November 2011 nominal 2,8% und real 0,8% mehr um als im November 2010. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war im Vergleich zum Vormonat Oktober 2011 der Umsatz im Gastgewerbe im November 2011 kalender- und saisonbereinigt nominal um 0,5% und real um 0,4% höher.

Das Beherbergungsgewerbe erzielte im November 2011 einen nominalen Umsatzzuwachs von 1,8% gegenüber November 2010 bei einem realen Umsatzrückgang von 0,4%. Die Gastronomie setzte nominal 3,4% und real 1,6% mehr um als im Vorjahresmonat. Innerhalb der Gastronomie stieg der Umsatz der Caterer nominal um 2,9% und real um 0,6%.

Von Januar bis November 2011 setzte das Gastgewerbe insgesamt in Deutschland nominal 3,8% und real 2,3% mehr um als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Wiesbaden, 16.01.2012

Großhandel

Destatis: Großhandel


Destatis: Großhandelspreise 2011: +7,5% gegenüber 2010

Die Großhandelsverkaufspreise lagen im Jahresdurchschnitt 2011 um 7,5% über dem Stand des Jahres 2010. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, gab es einen höheren Preisanstieg letztmalig im Jahr 1981 (+7,7% gegenüber 1980).
Im Dezember 2011 war der Index der Großhandelsverkaufspreise um 3,0% höher als im Dezember 2010. Im November 2011 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr +4,9% und im Oktober 2011 +5,0% betragen. Gegenüber November 2011 veränderten sich die Großhandelspreise im Dezember 2011 nicht.

Den höchsten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate 2011 hatten die Preissteigerungen im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen (+15,3% gegenüber 2010). Im Dezember 2011 lag der entsprechende Index um 11,1% über dem Stand von Dezember 2010. Gegenüber November 2011 veränderte er sich nicht.
Der Großhandelspreisindex für Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermittel wies im Jahresdurchschnitt mit +35,0% die höchste Veränderungsrate gegenüber 2010 auf. Sie ist allerdings den sehr starken Preissteigerungen des Vorjahres geschuldet: Ab August 2010 stiegen die Preise für diese Produktgruppe stark an. Das hohe Preisniveau hielt das gesamte Jahr 2011 an, auch wenn die Preise im Jahresverlauf 2011 tendenziell rückläufig waren. Im Dezember 2011 lagen sie um 9,6% unter dem Niveau von Dezember 2010. Allein gegenüber dem Vormonat November 2011 fielen die Preise um 2,4%.

Bei den Großhandelspreisen für Erze, Metalle und Metallhalbzeug ergab sich im Durchschnitt 2011 ein um 10,0% höheres Indexniveau als in 2010. Nach Preisanstiegen zu Jahresbeginn war das Indexniveau ab April 2011 aber rückläufig. Im Dezember 2011 lag der Index nur noch geringfügig über dem Stand von Dezember 2010 (+0,1%).

Obst, Gemüse und Kartoffeln waren im Jahresdurchschnitt 2011 um 1,4% teurer als 2010. Die Preise lagen im Dezember 2011 um 10,7% unter denen von Dezember 2010, gegenüber November 2011 fielen sie um 0,8%.
Im Großhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten waren die Produkte im Jahr 2011 durchschnittlich um 6,7% teurer als im Vorjahr. Im Dezember 2011 lag die Veränderung bei +7,1% gegenüber Dezember 2010. Gegenüber November 2011 veränderten sich die Preise nicht.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Wiesbaden, 12.01.2012

Inflationsrate

Destatis: Inflationsrate


Destatis: Inflationsrate zum Jahresende den dritten Monat in Folge rückläufig

Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen im Jahresdurchschnitt 2011 gegenüber 2010 um 2,3%. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag die Jahresteuerungsrate damit deutlich höher als in den beiden Vorjahren (2010: +1,1%; 2009: +0,4%). Eine noch höhere Teuerung im Jahresdurchschnitt gab es zuletzt 2008 (+2,6% gegenüber 2007). Für 2011 wurden somit sowohl im Jahr als auch in allen einzelnen Monaten Inflationsraten von 2% und mehr ermittelt.
Für den deutlichen Anstieg der Jahresteuerungsrate 2011 waren vor allem die Energiepreise verantwortlich. Energie insgesamt verteuerte sich 2011 spürbar um 10,0% (davon Kraftstoffe: +11,0%; Haushaltsenergie: +9,5%). Bei der Haushaltsenergie wurden neben dem enormen Preisanstieg bei leichtem Heizöl (+24,5%) auch deutliche Preiserhöhungen bei Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (+8,0%), Strom (+7,3%) und Gas (+4,6%) beobachtet. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise betrug die Jahresteuerungsrate 1,3%.

Überdurchschnittliche Preissteigerungen zeigten sich auch bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken (+2,8%; davon Nahrungsmittel: +2,5%; alkoholfreie Getränke: +6,1%). Für die Konsumenten spürbar teurer wurden vor allem Speisefette und Speiseöle (+12,6%; darunter Butter: +14,2%) sowie Kaffee, Kakao und Tee (+10,2%; darunter Kaffee: +17,6%). Deutliche Preiserhöhungen gab es auch bei Fleisch und Fleischwaren (+2,8%) sowie vielen Molkereiprodukten (zum Beispiel süße Sahne: +10,7%; Quark: +7,0%). Günstiger als 2010 war 2011 dagegen Gemüse (−3,9%).
Die Preise für Waren insgesamt erhöhten sich gegenüber 2010 um 3,3%. Überdurchschnittlich stiegen die Preise für Verbrauchsgüter (+4,7%), während langlebige Gebrauchsgüter etwas günstiger waren (−0,1%; darunter Informationsverarbeitungsgeräte: −9,2%).

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt entwickelten sich 2011 moderat mit +1,3%, (darunter Nettokaltmiete: +1,2%; aber Nachrichtenübermittlung: −2,7%). Erwähnenswert ist hier die Preisentwicklung bei Flugtickets: Diese wurden 2011 deutlich teurer (+13,4%), vor allem infolge der seit Jahresbeginn erhobenen Luftverkehrsabgabe. Dies wirkte sich jedoch aufgrund des geringen Anteils am Gesamtbudget der Haushalte kaum auf die Jahresteuerung 2011 der Verbraucherpreise insgesamt aus. [...]

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Wiesbaden, 11.01.2012

Deutsche Wirtschaft

Destatis: Deutsche Wirtschaft


Destatis: Deutsche Wirtschaft 2011 in sehr robuster Verfassung

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2011 wieder kräftig gewachsen: Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war um 3,0% höher als im Vorjahr. Dies ergaben erste Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Damit setzte sich der konjunkturelle Aufholprozess der deutschen Wirtschaft auch im zweiten Jahr nach der Wirtschaftskrise fort. Im Jahresverlauf 2011 wurde auch das Vorkrisenniveau beim preisbereinigten BIP wieder überschritten. Der wirtschaftliche Aufschwung fand dabei hauptsächlich in der ersten Jahreshälfte statt. Im Jahr 2009 hatte Deutschland die stärkste Rezession der Nachkriegszeit mit einem historischen Rückgang des BIP von –5,1% erlebt; das Jahr 2010 war durch einen rasanten Aufschwung gekennzeichnet gewesen (+3,7%). [...]

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Hamburg, 10.01.2012

Insolvenzprognose 2012

Euler Hermes: Insolvenzprognose


Euler Hermes: Ende des Rückgangs bei den Unternehmensinsolvenzen

Euler Hermes Prognose 2012: Weltwirtschaftliche Entwicklung weiter unsicher – Auswirkungen auch auf Deutschland – Ende des Rückgangs bei den Unternehmensinsolvenzen

In seiner neusten Studie prognostiziert der weltweit führende Kreditversicherer Euler Hermes für 2012 einen Rückgang des Wachstums der Weltwirtschaft auf 2,7% und nahezu eine Stagnation der Eurozone bei 0,3%. Deutschland bleibt von der Abschwächung der Weltwirtschaft, der Schuldenkrise in Europa und den massiv gestiegenen Verunsicherungen nicht verschont. Das spiegelt sich auch in der Entwicklung der Firmeninsolvenzen wider, dessen abnehmender Trend 2012 in Deutschland fast zum Stillstand kommt.

Dämpfer für die deutsche Wirtschaft 2012 steht der deutschen Wirtschaft nach dem Konjunkturzuwachs im Vorjahr ein markanter Dämpfer bevor. „Nach einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 3,0% in 2011 erwarten wir für 2012 nur noch ein Plus von 0,8%, bevor es in 2013 wieder zu einer moderaten Erholung kommen könnte“, sagt Ludovic Subran, Chefvolkswirt von Euler Hermes.

Positive Entwicklung bei den Unternehmensinsolvenzen in Deutschland läuft aus
Während die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in 2011 noch einmal um 4,7% auf 30.500 zurückgegangen sein dürfte, zeichnet sich angesichts der nachlassenden Konjunktur für 2012 ein Ende dieser positiven Entwicklung ab: nach Prognose von Euler Hermes kommt der rückläufige Trend der Firmenpleiten mit minus 0,7% auf 30.300 nahezu zum Stillstand. Im historischen Vergleich ist die absolute Anzahl immer noch hoch, wie ein Blick auf die zweite Hälfte der neunziger Jahre zeigt, als der jährliche Durchschnitt bei rund 26.000 Insolvenzen lag.

Mit Blick auf die Hauptbranchen setzt sich in 2012 der sinkende Insolvenztrend im Baugewerbe (minus 1 Prozent), im Handel (minus 1%) und im Dienstleistungssektor (-1%) weiter fort, wenn auch deutlich verlangsamt. Für die exportabhängige Industrie rechnet Euler Hermes nach der zurückliegenden Erholung dagegen mit einem schwachen Anstieg von 2%. [...]

Zur Pressemitteilung von Euler Hermes

Wiesbaden, 10.01.2012

Insolvenzen

Destatis: Insolvenzen


Destatis: 4,8% weniger Unternehmensinsolvenzen im Oktober 2011

Im Oktober 2011 meldeten die deutschen Amtsgerichte 2.363 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 4,8% weniger als im Oktober 2010. Einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat hatte es zuletzt im August 2010 gegeben (+1,6 %).

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen war im Oktober 2011 mit 7.838 Fällen um 9,8% niedriger als im Oktober 2010. Damit lag zum fünften Mal in Folge die Zahl der Verbraucherinsolvenzen niedriger als im entsprechenden Vorjahresmonat. Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen summierte sich die Gesamtzahl der Insolvenzen im Oktober 2011 auf insgesamt 12.152 Fälle, das waren 9,1% weniger als im Oktober des Vorjahres.

Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für den Oktober 2011 auf 2,7 Milliarden Euro gegenüber 2,1 Milliarden Euro im Oktober 2010. Der Anstieg der Forderungen – bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen – ist darauf zurückzuführen, dass die Gerichte im Oktober 2011 mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registrierten als im Oktober 2010.

In den Monaten Januar bis Oktober 2011 wurden 25.217 Insolvenzen von Unternehmen (–6,5% gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum) und 86.407 Insolvenzen von Verbrauchern (–4,4%) gemeldet. Insgesamt registrierten die Gerichte 133.436 Insolvenzen, das waren 5,0% weniger als in den Monaten Januar bis Oktober 2010.

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Wiesbaden, 10.01.2012

Verarbeitendes Gewerbe

Destatis: Verarbeitendes Gewerbe


Destatis: Verarbeitendes Gewerbe November 2011: Umsatz saisonbereinigt –1,1% zum Vormonat

Der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im November 2011 saison- und arbeitstäglich bereinigt um 1,1% niedriger als im Oktober 2011 (nach +0,7% im Oktober 2011 gegenüber September 2011). Dabei verringerte sich der Inlandsumsatz im November 2011 um 1,5%. Die Umsätze mit ausländischen Abnehmern nahmen um 0,6% ab. Bezogen auf die Absatzrichtung des Auslandsgeschäfts ging der Umsatz mit der Eurozone um 0,1% zurück, der Umsatz mit dem restlichen Ausland fiel um 1,0%.

Innerhalb der umsatzmäßig wichtigsten Wirtschaftszweige sank der Umsatz im November 2011 saison- und arbeitstäglich bereinigt am stärksten bei den Herstellern von chemischen Erzeugnissen, und zwar um 4,1%. Dabei verringerten sich der Inlandsumsatz um 4,6% und der Auslandsumsatz um 3,7%. Den stärksten Umsatzzuwachs verzeichneten die Hersteller von Metallerzeugnissen, und zwar um 1,8% gegenüber Oktober 2011 (Inland +2,3%, Ausland +0,8%).

Im Vergleich zum November 2010 lag der arbeitstäglich bereinigte Umsatz des Verarbeitenden Gewerbes im November 2011 um 2,0% höher. Das Geschäft mit inländischen Abnehmern stieg in diesem Zeitraum um 2,6%, der Auslandsumsatz um 1,3%. Dabei erhöhten sich der Absatz in die Eurozone sowie der Umsatz im Geschäft mit dem übrigen Ausland ebenfalls um jeweils 1,3%.
Kumuliert von Januar bis November 2011 lag das arbeitstäglich bereinigte Umsatzvolumen im Verarbeitenden Gewerbe um 7,9 % über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Das Inlandsgeschäft stieg dabei um 7,3% und der Auslandsumsatz um 8,8%.

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Wiesbaden, 09.01.2012

Außenhandel

Destatis: Außenhandel


Destatis: Deutsche Ausfuhren im November 2011: +8,3% zum November 2010

Im November 2011 wurden von Deutschland Waren im Wert von 94,9 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 78,7 Milliarden Euro eingeführt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Ausfuhren im November 2011 um 8,3% und die Einfuhren um 6,7% höher als im November 2010. Im Vormonatsvergleich war die Entwicklung von Aus- und Einfuhren kalender- und saisonbereinigt gegenläufig: Während die Ausfuhren gegenüber Oktober 2011 um 2,5% zunahmen, sanken die Einfuhren um 0,4%.

Die Außenhandelsbilanz schloss im November 2011 mit einem Überschuss von 16,2 Milliarden Euro ab. Im November 2010 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 13,9 Milliarden Euro betragen. Der Außenhandelsbilanzüberschuss lag im November 2011 kalender- und saisonbereinigt bei 15,1 Milliarden Euro.
Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen (–0,1 Milliarden Euro), Erwerbs- und Vermögenseinkommen (+ 4,1 Milliarden Euro), laufende Übertragungen (–3,6 Milliarden Euro) sowie Ergänzungen zum Außenhandel (–2,3 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im November 2011 mit einem Überschuss von 14,3 Milliarden Euro ab. Im November 2010 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 14,4 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im November 2011 Waren im Wert von 56,0 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 50,6 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber November 2010 stiegen die Versendungen in die EU-Länder um 8,4% und die Eingänge aus diesen Ländern um 10,6%. In die Länder der Eurozone wurden im November 2011 Waren im Wert von 37,7 Milliarden Euro (+7,7%) geliefert und Waren im Wert von 35,1 Milliarden Euro (+8,8%) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im November 2011 Waren im Wert von 18,3 Milli­arden Euro (+ 9,8 %) ausgeführt und Waren im Wert von 15,5 Milliarden Euro (+15,1%) von dort eingeführt.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im November 2011 Waren im Wert von 38,9 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 28,0 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber November 2010 nahmen die Exporte in die Drittländer um 8,2% und die Importe von dort um 0,2% zu.

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München, 23.12.2011

Kredithürde

ifo: Kredithürde leicht gestiegen


ifo: Kredithürde leicht gestiegen

Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im Dezember leicht erhöht, bleibt aber auf einem ausgesprochen niedrigen Niveau. 23,1% der befragten Unternehmen bewerten die Kreditvergabepraxis der Banken als restriktiv. Das sind nur 0,7 Prozentpunkte mehr als im November. Obwohl sich die Bankenproblematik in Europa weiter verschärft hat, gelangen die Unternehmen in Deutschland günstig an Kredite. Die deutsche Wirtschaft profitiert nach wie vor von der stärkeren Risikoselektion der Finanzmärkte.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist die Kredithürde über alle Unternehmensgrößenklassen hinweg gestiegen. Bei den großen Unternehmen hat sie um 2,3 Prozentpunkte auf 23,3%, bei den mittelgroßen um 0,8 Prozentpunkte auf 20,2% und bei den kleinen um 1,7 Prozentpunkte auf 24,3% zugenommen.

Im Handel hat die Kredithürde ebenfalls leicht zugelegt. Die Klagen über die Kreditpolitik der Banken haben um 0,3 Prozentpunkte auf 20,3% zugenommen. Im Bauhauptgewerbe ist der Anteil der „Restriktiv“- Antworten dagegen gesunken. Die Kredithürde liegt hier 0,7 Prozentpunkte niedriger als im November bei nun 32,3%.

Hans-Werner Sinn
Präsident, ifo Institut für Wirtschaftsforschung

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München, 20.12.2011

ifo Geschäftsklimaindex

ifo Geschäftsklimaindex


ifo: Geschäftsklima aufgehellt

Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im Dezember weiter verbessert, nachdem es sich bereits im Vormonat stabilisiert hatte. Die momentane Geschäftslage wird von den Unternehmen als unverändert günstig angegeben. Die Geschäftserwartungen der Firmen haben sich zum zweiten Mal in Folge verbessert. Die deutsche Wirtschaft scheint dem Abschwung Westeuropas erfolgreich zu trotzen. Insofern ist für Weihnachten Gutes zu vermelden.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist das Geschäftsklima unverändert geblieben. Die Industrieunternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage zwar als etwas weniger gut als im November. Von einem Absturz wie im Jahr 2008 kann aber nicht die Rede sein. Vielmehr zeigen sich Stabilisierungstendenzen. Für das kommende halbe Jahr schätzen die Unternehmen ihre Perspektiven sogar als etwas günstiger ein. Auch im Auslandsgeschäft werden wieder mehr Chancen gesehen. Das Übergewicht der Unternehmen, die ihren Mitarbeiterstamm erhöhen wollen, ist allerdings etwas kleiner geworden.

Der Geschäftsklimaindex ist im Großhandel etwas und im Einzelhandel deutlich gestiegen. In beiden Handelsstufen wird die Geschäftslage positiver bewertet als bisher. Zudem sind die Erwartungen der Groß- und der Einzelhändler zuversichtlicher. Das spricht für ein gutes Weihnachtsgeschäft.

Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima noch weiter verbessert. Die befragten Bauunternehmen berichten von einer etwas günstigeren Geschäftslage als im November. Im Hinblick auf die Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten sind sie zudem hoffnungsvoller.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts

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Wiesbaden, 16.12.2011

Gastgewerbe

Destatis: Gastgewerbe


Destatis: Gastgewerbeumsatz im Oktober 2011 real um 0,5% gesunken

Die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland setzten im Oktober 2011 nominal 1,6% mehr und real 0,5% weniger um als im Oktober 2010. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war im Vergleich zum Vormonat September 2011 der Umsatz im Gastgewerbe im Oktober 2011 kalender- und saisonbereinigt nominal um 0,1% höher und real genauso hoch wie im Vormonat.

Das Beherbergungsgewerbe erzielte im Oktober 2011 einen nominalen Umsatzzuwachs von 1,7% gegenüber Oktober 2010 bei einem realen Umsatzrückgang von 0,9%. Die Gastronomie setzte nominal 1,5% mehr und real 0,2% weniger um als im Vorjahresmonat. Innerhalb der Gastronomie stieg der Umsatz der Caterer nominal um 1,7% (real –0,6%).

Von Januar bis Oktober 2011 setzte das Gastgewerbe insgesamt in Deutschland nominal 3,6% und real 2,1% mehr um als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

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Wiesbaden, 15.12.2011

Neugründungen

Destatis: Neugründungen


Destatis: 3,8% weniger Gründungen größerer Betriebe in den ersten neun Monaten 2011

Von Januar bis September 2011 wurden rund 110.000 Betriebe in Deutschland gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 3,8% weniger als von Januar bis September 2010.

Auch die Zahl gegründeter Kleinunternehmen ging zurück: Zwischen Januar und September 2011 fiel sie gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 5,5% auf rund 225.000. Die Zahl der Gründungen von Nebenerwerbsbetrieben sank um 12,0% und lag bei 183.000. Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen – diese müssen nicht nur bei Gründung eines Gewerbebetriebes erfolgen, sondern auch bei Betriebsübernahme, Umwandlung oder Zuzug – verringerte sich von Januar bis September um 6,5% auf rund 625.000.

Bei den Betrieben mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung sank auch die Zahl der Gewerbeaufgaben. Von Januar bis September 2011 wurden über 88.000 Betriebe geschlossen, 5,5% weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Kleinunternehmen, die von Januar bis September 2011 aufgegeben wurden, lag hingegen mit knapp 220.000 um 0,6% höher als im Vorjahreszeitraum. Darüber hinaus gaben fast 109.000 Nebenerwerbsbetriebe ihr Gewerbe auf (+4,0%). Insgesamt fiel die Zahl der Gewerbeabmeldungen bei den Gewerbeämtern von Januar bis September 2011 um 0,4% auf rund 523.000. Dabei handelt es sich nicht nur um Schließungen, sondern auch um Betriebsübergaben, Umwandlungen oder Fortzüge.

Aufgrund der bisherigen Entwicklung rechnet das Statistische Bundesamt für das gesamte Jahr 2011 mit etwa 146.000 Gründungen größerer Betriebe (2010: 149.000). Die Gründungen von Kleinunternehmen und von Nebenerwerbsbetrieben werden mit voraussichtlich 544.000 ebenfalls unter dem Vorjahresniveau (570.000) liegen. Die Zahl der Betriebsaufgaben von Betrieben mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung wird bis Ende 2011 voraussichtlich etwa 118 000 erreichen (2010: 125.000). Zusätzlich werden im Jahr 2011 schätzungsweise 438.000 Kleinunternehmen und Nebenerwerbsbetriebe schließen (2010: 444.000).

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München, 14.12.2011

ifo Konjunkturprognose

ifo: Konjunkturprognose


ifo: Konjunkturprognose 2011/2012: Schuldenkrise bremst deutsche Wirtschaft aus

In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt bis zuletzt deutlich gestiegen. Der ifo Geschäftsklimaindex und andere Frühindikatoren zeigen jedoch an, dass der deutschen Konjunktur ein Abschwung bevorsteht. Maßgeblich hierfür sind die sich abschwächende Weltwirtschaft und die europäische Schuldenkrise. Die Abhängigkeit der Konjunkturentwicklung von den Entscheidungen der europäischen Politik erschwert die Prognose erheblich, denn es sind ganz unterschiedliche plausible Szenarien möglich. Unter der Annahme, dass sich die Eurokrise nicht weiter verschärft und sich insbesondere Italien weiter am Markt finanzieren kann, dürfte eine Rezession Deutschland vermieden werden. Dennoch wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2012 voraussichtlich nur um 0,4% zunehmen. Es ist daher zu erwarten, dass sich der Beschäftigungsaufbau deutlich verlangsamt. Gestützt von demographischen Faktoren dürfte die Arbeitslosenzahl aber noch um 140 000 zurückgehen. [...]

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Wiesbaden, 14.12.2011

Klimaschutzgüter

Destatis:


Destatis: 2009: 27,3 Milliarden Euro Umsatz mit Klimaschutzgütern

Die Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereiches in Deutschland erwirtschafteten im Jahr 2009 einen Umsatz von rund 44,6 Milliarden Euro mit Gütern für den Umweltschutz. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, entfielen mit 27,3 Milliarden Euro mehr als 60% dieser Umsätze auf Waren, Bauleistungen und Dienstleistungen für den Klimaschutz.

Der Umsatz mit Waren für den Klimaschutz belief sich auf 20,1 Milliarden Euro; das waren 63% des gesamten Umsatzes mit Umweltschutzwaren. Besonders hohe Umsätze wurden hier im Sektor Maschinenbau erzielt (15,3 Milliarden Euro), vor allem mit der Herstellung von Photovoltaik-Anlagen (8,0 Milliarden Euro) sowie mit der Produktion von Windkraftanlagen (5,0 Milliarden Euro).

Mit klimaschutzbezogenen Bauleistungen wie zum Beispiel die Wärmedämmung von Gebäuden, setzten die Betriebe 5,9 Milliarden Euro um. Dies entsprach 62% aller Umsätze mit Bauleistungen für den Umweltschutz.

Der Klimaschutz hat auch im Dienstleistungssektor mit 39% der hier erwirtschafteten Umweltschutzumsätze eine Vorrangstellung: 2009 wurden 1,3 Milliarden Euro Umsatz zum Beispiel mit Planungen, Projektbetreuungen und Überwachungen von Umweltschutzanlagen allein im Bereich Klimaschutz erwirtschaftet.

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Wiesbaden, 12.12.2011

Großhandel

Destatis: Großhandel


Destatis: Großhandelspreise November 2011: +4,9% gegenüber November 2010

Der Index der Großhandelsverkaufspreise lag im November 2011 um 4,9% über dem Stand von November 2010. Im Oktober 2011 hatte die Jahresveränderungsrate +5,0% betragen, im September +5,7%. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg der Großhandelsverkaufspreisindex im November 2011 gegenüber dem Vormonat um 0,7%. Im Oktober 2011 war er gegenüber September 2011 deutlich gefallen (–1,0%).
Verglichen mit November 2010 waren auf Großhandelsebene im November 2011 insbesondere Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze deutlich teurer (+18,6%). Gegenüber Oktober 2011 stiegen die Preise für diese Produkte um 2,4%.
Der Großhandelspreisindex für Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungs­fette lag um 7,2% über dem Niveau von November 2010 (+0,6% gegenüber Oktober 2011). Die Preise für Getreide, Saatgut und Futtermittel waren dagegen im November 2011 um 0,3% niedriger als im November 2010 (–1,0% gegenüber Oktober 2011). Obst, Gemüse und Kartoffeln waren auf Großhandelsebene gegenüber November 2010 um 7,2% und gegenüber Oktober 2011 um 0,3% billiger.
Im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen lag das Preisniveau im November 2011 um 16,8% über dem von November 2010. Verglichen mit dem Vormonat Oktober 2011 verteuerten sich die in diesem Bereich gehandelten Produkte um 2,5%. Die Preise für Erze, Metalle und Metallhalbzeug lagen im November 2011 auf Großhandelsebene um 1,7% über denen von November 2010. Gegenüber dem Vormonat Oktober 2011 fielen sie um 0,8%.

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Wiesbaden, 12.12.2011

Umweltschutzinvestitionen

Destatis: Umweltschutzinvestitionen


Destatis: Umweltschutzinvestitionen des Produzierenden Gewerbes 2009 bei 5,6 Milliarden Euro

Im Jahr 2009 investierten Unternehmen des Produzierenden Gewerbes 5,6 Milliarden Euro in Sachanlagen für den Umweltschutz. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind die Umweltschutzinvestitionen damit im Vergleich zu 2008 um 6,9% gesunken. Da infolge der Wirtschaftskrise 2009 die Gesamtinvestitionen noch stärker zurückgegangen waren, ist der Anteil der Investitionen für den Umweltschutz an den Gesamtinvestitionen im gleichen Zeitraum jedoch von 7,9% auf 8,8% gestiegen.
Zu den Umweltschutzinvestitionen zählen die Investitionen, die eine Verringerung oder Vermeidung von schädlichen Emissionen in die Umwelt bewirken oder den Einsatz von Ressourcen reduzieren.
Fast drei Viertel der Umweltschutzinvestitionen flossen 2009 in den Gewässerschutz (2,4 Milliarden Euro) und Klimaschutz (1,6 Milliarden Euro). In die Luftreinhaltung investierten die Unternehmen 752 Millionen Euro und in den Bereich Abfallwirtschaft 586 Millionen Euro.
Betrachtet man die investierenden Unternehmen nach ihrem Wirtschaftszweig, entfielen 2009 mehr als die Hälfte der Umweltschutzinvestitionen auf die Sektoren Abwasserentsorgung (1,6 Milliarden Euro) und Energieversorgung (1,4 Milliarden Euro).

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Wiesbaden, 09.12.2011

Außenhandel

Destatis: Außenhandel


Destatis: Deutsche Ausfuhren im Oktober 2011: +3,8% zum Oktober 2010

Im Oktober 2011 wurden von Deutschland Waren im Wert von 89,2 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 77,6 Milliarden Euro eingeführt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Ausfuhren im Oktober 2011 um 3,8% und die Einfuhren um 8,6% höher als im Oktober 2010. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Ausfuhren gegenüber September 2011 um 3,6% und die Einfuhren um 1,0% ab.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Oktober 2011 mit einem Überschuss von 11,6 Milliarden Euro ab. Im Oktober 2010 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 14,5 Milliarden Euro betragen. Der Außenhandelsbilanzüberschuss lag im Oktober 2011 kalender- und saisonbereinigt bei 12,6 Milliarden Euro.

Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen (–0,5 Milliarden Euro), Erwerbs- und Vermögenseinkommen (+4,5 Milliarden Euro), laufende Übertragungen (–3,6 Milliarden Euro) sowie Ergänzungen zum Außenhandel (–1,7 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im Oktober 2011 mit einem Überschuss von 10,3 Milliarden Euro ab. Im Oktober 2010 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 14,2 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Oktober 2011 Waren im Wert von 52,4 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 49,2 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber Oktober 2010 stiegen die Versendungen in die EU-Länder um 0,8% und die Eingänge aus diesen Ländern um 7,3%. In die Länder der Eurozone wurden im Oktober 2011 Waren im Wert von 34,8 Milliarden Euro (–0,4%) geliefert und Waren im Wert von 33,8 Milliarden Euro (+6,1%) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Oktober 2011 Waren im Wert von 17,7 Milliarden Euro (+3,1%) ausgeführt und Waren im Wert von 15,4 Milliarden Euro (+10,2%) von dort eingeführt.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Oktober 2011 Waren im Wert von 36,8 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 28,5 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Oktober 2010 nahmen die Exporte in die Drittländer um 8,3% und die Importe von dort um 10,9% zu.

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Wiesbaden, 09.12.2011

Handwerk

Destatis: Handwerk


Destatis: Handwerk: 5,7% mehr Umsatz im 3. Quartal 2011

Im dritten Quartal 2011 stiegen die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk um 5,7% gegenüber dem dritten Quartal 2010. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren zugleich Ende September 2011 im zulassungspflichtigen Handwerk 0,2% mehr Personen tätig als Ende September 2010.

Alle sieben Gewerbegruppen des Handwerks erzielten im dritten Quartal 2011 höhere Umsätze als im dritten Quartal 2010. Mit +10,9% steigerten die Handwerke für den gewerblichen Bedarf, zu denen beispielsweise Metallbauer und Feinwerkmechaniker gehören, ihre Umsätze am stärksten. Am geringsten stiegen die Umsätze mit +0,7% im Gesundheitsgewerbe.

In vier der sieben Gewerbegruppen gab es Ende September 2011 mehr Beschäftigte als Ende September 2010. In den Handwerken für den gewerblichen Bedarf nahm die Beschäftigung mit +2,2% am stärksten zu. Mehr Beschäftigte gab es auch im Kraftfahrzeuggewerbe (+1,0%) und im Ausbaugewerbe (+0,4%). Im Bauhauptgewerbe stieg die Zahl der Beschäftigten mit +0,1% geringfügig. Demgegenüber sank die Zahl der Beschäftigten in den Handwerken für den privaten Bedarf (–3,5%), im Lebensmittelgewerbe (–1,5%) und im Gesundheitsgewerbe (–0,6%).

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Paris, 08.12.2011

Automobil-Branche

Euler Hermes: Automobil-Branche


Euler Hermes: Droht dem Automobilmarkt ein Einbruch?

Der globale Automobilmarkt wuchs im Jahr 2011 um 4-5%, wobei diese positive Entwicklung, wenn auch verlangsamt, auch im Jahr 2012 anhalten dürfte.

Die Nachfrage der Entwicklungsländer, Wachstumstreiber der Automobilindustrie in den Jahren 2009-2010, schwächte sich im Jahr 2011 ab und dürfte auch im Jahr 2012 weiter nachlassen.

In den Industrieländern hat der Automobilmarkt noch längst nicht das Niveau erreicht, das noch vor Ausbruch der Krise in den Jahren 2008-2009 herrschte, vor allem in Europa gibt es noch erhebliche Überkapazitäten.

Als wesentliche Herausforderungen für Kfz-Hersteller gelten die Anpassungsfähigkeit ihrer Produkte für die Wachstumsmärkte sowie die Bereitschaft zur Gründung von Partnerschaften in den Bereichen Produktinnovationen und Produktion.

Die Automobilbranche erlitt in den Jahren 2008-2009 eine beispiellose Krise, im Zuge derer die Produktion um 15,5% auf 61,8 Mio. Fahrzeuge absackte. Als Reaktion auf den im Jahr 2009 eintretenden freien Fall wurden in vielen Ländern Förderprogramme und sonstige Anreize zur Ankurbelung des Kfz-Verkaufs eingeführt, so dass sich der Markt im Jahr 2010 mit einem Anstieg von 26% stark erholen konnte. „Der Weltmarkt lief im Jahr 2011 bei einem Jahreswachstum von 5% und einer Produktion von annähernd 82 Mio. Kraftfahrzeugen wieder richtig rund,“ so Wilfried Verstraete, Vorsitzender des Konzernvorstands der Euler Hermes. „In den Entwicklungsländern scheint die Nachfrage im Automobilmarkt etwas nachzulassen, so dass wir nunmehr davon ausgehen, dass das Wachstum 2012 im besten Fall bei 5% stabil bleibt [...].

Zur Pressemitteilung von Euler Hermes (PDF)

englische Präsentation (PDF)


Wiesbaden, 08.12.2011

Binnenschifffahrt

Destatis: Binnenschifffahrt


Destatis: Deutsche Binnenschifffahrt 2010: Umsatz steigt um 4,1%

Deutsche Unternehmen erzielten im Jahr 2010 einen Umsatz von rund 1,32 Milliarden Euro aus der Binnenschifffahrt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war dies gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg von 4,1%. Allerdings verlief die Entwicklung in den einzelnen Binnenschifffahrtsparten recht unterschiedlich. Zum Wachstum trugen vor allem die Umsätze aus der Trockengüterschifffahrt mit +8,1% und aus der Personenbeförderung mit +8,5% bei. Rückgänge verbuchten dagegen die Umsätze aus der Tankschifffahrt (–3,2%) und aus den Schub- und Schleppleistungen (–14,9%).

Sowohl die Zahl der Unternehmen als auch der Personalbestand und die Zahl der Schiffe lagen 2010 niedriger als 2009. Hier wirkten die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise noch nach: Mitte 2010 gab es 970 deutsche Unternehmen, die in der Binnenschifffahrt tätig waren (–5,2% gegenüber 2009). Diese verfügten über 2.513 Binnenschiffe zur Güter- und Personenbeförderung (–3,5%) und beschäftigten im Unternehmensbereich „Binnenschifffahrt“ 7.292 Mitarbeiter (–2,4%).

Knapp drei Viertel der Unternehmen (708 Unternehmen) erzielten im Jahr 2010 einen Umsatz von weniger als 500.000 Euro aus der Binnenschifffahrt. Bei 240 Unternehmen lag der Umsatz bei 500.000 Euro oder darüber. 22 Unternehmen erwirtschafteten keine Umsätze, da sie ausschließlich für eigene Zwecke im Werkverkehr tätig waren.

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Wiesbaden, 08.12.2011

Verarbeitendes Gewerbe

Destatis: Verarbeitendes Gewerbe


Destatis: Verarbeitendes Gewerbe Oktober 2011: Umsatz saisonbereinigt +0,5% zum Vormonat

Der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Oktober 2011 saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,5% höher als im September 2011 (nach –2,8% im September 2011 gegenüber August 2011). Dabei erhöhte sich der Inlandsumsatz im Oktober 2011 um 0,5%. Die Umsätze mit ausländischen Abnehmern nahmen um 0,7% zu. Bezogen auf die Absatzrichtung des Auslandsgeschäfts ging der Umsatz mit der Eurozone um 0,7% zurück, der Umsatz mit dem restlichen Ausland stieg dagegen um 1,9%.

Innerhalb der umsatzmäßig wichtigsten Wirtschaftszweige stieg der Umsatz im Oktober 2011 saison- und arbeitstäglich bereinigt am stärksten bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, und zwar um 2,7% gegenüber September 2011. Dabei erhöhten sich der Inlandsumsatz um 0,6% und der Auslandsumsatz um 3,9%. Den stärksten Umsatzrückganggegenüber dem Vormonat gab es mit –3,0% bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (Inland –3,3%, Ausland –2,7%).

Im Vergleich zum Oktober 2010 lag der arbeitstäglich bereinigte Umsatz des Verarbeitenden Gewerbes im Oktober 2011 um 3,5% höher. Das Geschäft mit inländischen Abnehmern stieg in diesem Zeitraum um 4,0%, der Auslandsumsatz um 3,0%. Dabei erhöhten sich der Absatz in die Eurozone um 1,6% und der Umsatz im Geschäft mit dem übrigen Ausland um 4,1%.

Kumuliert von Januar bis Oktober 2011 lag das arbeitstäglich bereinigte Umsatzvolumen im Verarbeitenden Gewerbe um 8,6% über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Das Inlandsgeschäft stieg dabei um 7,8% und der Auslandsumsatz um 9,6%.

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Wiesbaden, 07.12.2011

Insolvenzen

Destatis: Insolvenzen


Destatis: Januar bis September 2011: 6,7% weniger Unternehmensinsolvenzen

In den Monaten Januar bis September 2011 meldeten die Amtsgerichte in Deutschland 22.854 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 6,7% weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen lag im Zeitraum Januar bis September 2011 bei 78.569 Fällen und war damit um 3,8% niedriger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen registrierten die Gerichte insgesamt 121.284 Insolvenzen, das waren 4,6% weniger als in den Monaten Januar bis September 2010.

Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für die Monate Januar bis September 2011 auf 24,0 Milliarden Euro gegenüber 31,2 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Aufgrund der bisherigen Entwicklung rechnet das Statistische Bundesamt für das gesamte Jahr 2011 mit rund 30.500 Unternehmensinsolvenzen (2010: 31.998) und rund 105.000 Verbraucherinsolvenzen (2010: 108.798). Insgesamt werden etwa 160.000 Insolvenzfälle (2010: 168.458) erwartet.

Im September 2011 meldeten die deutschen Amtsgerichte insgesamt 13.767 Insolvenzen. Darunter waren 2.520 Insolvenzen von Unternehmen und 9.074 Insolvenzen von Verbrauchern. Diese Angaben für den Monat September beinhalten allerdings auch Nachmeldungen der Amtsgerichte im Saarland für den Zeitraum Januar bis August 2011. Ein Vorjahresvergleich für den Monat September ist daher nur eingeschränkt möglich: In Deutschland – ohne das Saarland – sank die Gesamtzahl der Insolvenzen im September 2011 um 2,0% gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen verringerte sich um 4,4%, die Verbraucherinsolvenzen gingen um 0,8% zurück.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Wiesbaden, 07.12.2011

Dienstleistungsbereich

Destatis: Dienstleistungsbereich


Destatis: Umsatz im Dienstleistungsbereich im 3. Quartal 2011: +6,3% zum Vorjahr

Im dritten Quartal 2011 stieg der Umsatz in ausgewählten Dienstleistungsbereichen im Vergleich zum dritten Quartal 2010 nominal um insgesamt 6,3%. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, nahm dabei der Umsatz im Wirtschaftsbereich Verkehr und Lagerei um 3,9% und im Bereich Information und Kommunikation um 7,3% zu. Bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen stieg er um 7,2%. Am stärksten war die Zunahme bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit +8,2%. In diesem Bereich erzielten die Abteilung Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften mit +10,2% und die Abteilung Wach- und Sicherheitsdienste sowie Detekteien mit +9,6% die höchsten Umsatzzuwächse.

Gegenüber dem Vorquartal nahm der Umsatz in den betrachteten Wirtschaftsab­schnitten im dritten Quartal 2011 saisonbereinigt insgesamt um 1,3% zu. Die Umsätze bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen stiegen um 1,7% und bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen um 1,4%. Im Bereich Verkehr und Lagerei gab es ein Plus von 0,9% und im Bereich Information und Kommunikation von 1,0%.

Die Zahl der Beschäftigten in ausgewählten Dienstleistungsbereichen stieg im dritten Quartal 2011 gegenüber dem dritten Quartal 2010 insgesamt um 3,4%. Im Wirtschaftsbereich Verkehr und Lagerei nahm die Beschäftigung um 3,3% zu. In den Bereichen Information und Kommunikation sowie freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten um jeweils 2,2%. Am stärksten war die Zunahme bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit +4,9%. Besonders hohe Zuwächse wies hier die Abteilung Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften mit +10,5% auf.

Im Vergleich zum Vorquartal blieb die Zahl der Beschäftigten im dritten Quartal 2011 unverändert (saisonbereinigt). Während die Beschäftigung im Bereich sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen leicht um 0,8% sank, erhöhte sie sich bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, im Bereich Verkehr und Lagerei sowie im Bereich Information und Kommunikation geringfügig um jeweils 0,6%.

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Wiesbaden, 05.12.2011

Klimaschutz

Destatis: Klimaschutz


Destatis: Unternehmen achten beim Einsatz von Informationstechnik auf Klimaschutz

63% der Unternehmen mit 10 und mehr Beschäftigten in Deutschland ergreifen beim Einsatz von Informationstechnik (IT) Maßnahmen zur Verbesserung von Energieeffizienz und zum Klimaschutz. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des „Sechsten Nationalen IT-Gipfels“ am 6. Dezember 2011 in München mit. Basis dieser Ergebnisse ist die Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Unternehmen mit Berichtszeitraum Januar 2011.

Fast jedes zweite Unternehmen (49%) reduziert den Energieverbrauch der IKT-Ausstattung, indem es beispielsweise Multifunktionsgeräte, Gruppendrucker oder sich automatisch abschaltende EDV-Geräte einsetzt. Ebenfalls 49% der Unternehmen geben an, anfallende Papiermengen bei Druck- und Kopieraufträgen zu verringern. Außerdem nutzt fast jedes dritte Unternehmen (32%) Telefon-, Web- oder Videokonferenzen als Ersatz für Dienstreisen.

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Wiesbaden, 02.12.2011

Luftfrachttransporte

Destatis: Luftfrachttransporte


Destatis: Preise für Luftfrachttransporte im 3. Quartal 2011 leicht gesunken

Die Preise für von deutschen Flughäfen abgehende Luftfrachttransporte sind im dritten Quartal 2011 – nach stetigem Anstieg in den letzten acht Quartalen – erstmals wieder leicht gesunken. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2011 fielen sie um 0,9%. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lagen die Preise im dritten Quartal 2011 um 23,0% höher als im dritten Quartal des Vorjahres.

Im Vergleich zum Vorquartal fielen die Frachtraten für Transporte nach Japan (–7,2%), Kanada (–3,5%) und in die USA (–1,6%) am deutlichsten. Auf den restlichen nachgewiesenen Strecken blieben die Frachtraten im Vergleich zum zweiten Quartal 2011 relativ stabil.

Im dritten Quartal 2011 lagen die Frachtraten im Vergleich mit dem Vorjahresquartal auf allen Flugrouten höher. Am stärksten war der Preisanstieg bei Flügen in die Vereinigten Arabischen Emirate (+38,4%) und nach China (+32,6%). Im Vergleich dazu geringer fielen die Ratenerhöhungen für innereuropäische Luftfrachttransporte (+15,1%) und für Transporte nach Brasilien (+8,5%) aus.

Der Preisindex für Luftfracht des Statistischen Bundesamtes wird durch Auswertung von Daten der CargoIS-Datenbank der Internationalen Vereinigung der Fluggesellschaften IATA sowie durch eigene Erhebungen zu Treibstoff- und Sicherheitszuschlägen gewonnen.

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Wiesbaden, 01.12.2011

Außenhandel

Destatis: Außenhandel


Destatis: Außenhandel im 3. Quartal 2011: Exporte steigen um 10,1%

Die deutschen Gesamtausfuhren stiegen im dritten Quartal 2011 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 10,1% auf 266,2 Milliarden Euro. Preisbereinigt erhöhten sich die Ausfuhren nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 5,9%.

Die Exporte in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) erhöhten sich nominal mit 9,9% auf 155,1 Milliarden Euro leicht unterdurchschnittlich. Zwei Drittel dieser Ausfuhren, nämlich 102,9 Milliarden Euro, wurden in die Länder der Eurozone versendet. Das waren 9,0% mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Ausfuhren in die Länder der Nicht-Eurozone stiegen um 11,7% auf 52,1 Milliarden Euro.

Nach Frankreich gingen im dritten Quartal 2011 Waren im Wert von 24,4 Milliarden Euro und somit 14,6% mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. In die Niederlande lieferte Deutschland Waren im Wert von 17,2 Milliarden Euro (+10,8%). Die Ausfuhren nach Italien stiegen um 6,1% auf 14,8 Milliarden Euro. Die Lieferungen nach Griechenland (–7,1%) und Portugal (–7,0%) gingen deutlich zurück.

Die Exporte in Länder außerhalb der EU („Drittländer“) nahmen mit +10,5% auf 111,1 Milliarden Euro etwas stärker zu als die Gesamtausfuhren. Besonders die Ausfuhren in die sogenannten BRIC-Staaten entwickelten sich mit einer Steigerung von 19,7% (auf 31,6 Milliarden Euro) gegenüber dem Vorjahresquartal besonders stark. Hohe Zuwächse gab es hier bei den Lieferungen nach Russland (+28,0% auf 9,4 Milliarden Euro), China (+19,1% auf 16,4 Milliarden Euro) und Indien (+17,1% auf 2,8 Milliarden Euro). Lediglich die Ausfuhren nach Brasilien verzeichneten mit 3,6% auf 2,9 Milliarden Euro einen vergleichsweise geringeren Zuwachs.

Die deutschen Gesamteinfuhren erhöhten sich im dritten Quartal 2011 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 11,7% auf 226,6 Milliarden Euro. Preisbereinigt verzeichneten die Importe einen Zuwachs von 4,3%.

Die Eingänge aus der Europäischen Union stiegen um 13,6% auf 126,5 Milliarden Euro. Dabei wiesen die Einfuhren aus der Nicht-Eurozone eine höhere Zuwachsrate auf (+16,7% auf 42,5 Milliarden Euro) als die Einfuhren aus der Eurozone (+12,1% auf 84,0 Milliarden Euro). Die Warenverkehre mit den „Drittländern“ stiegen bei den Einfuhren unterdurchschnittlich, und zwar um 9,4% auf 100,0 Milliarden Euro.

Erstmals seit dem vierten Quartal 2009 war die Veränderungsrate der Einfuhren aus China gegenüber dem Vorjahresquartal negativ. Der Wert der Importe aus diesem Land verringerte sich im dritten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,9% auf 20,5 Milliarden Euro. Auch die Einfuhren aus den Vereinigten Staaten waren im dritten Quartal rückläufig (–3,6% auf 11,4 Milliarden Euro). Eine deutliche Steigerung wurde mit 36,0% für Warenlieferungen aus Russland nachgewiesen, deren Wert im gleichen Zeitraum bei insgesamt 10,5 Milliarden Euro lag.

ur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Wiesbaden, 30.11.2011

Einzelhandel

Destatis: Einzelhandel


Destatis: Einzelhandelsumsatz im Oktober 2011 real um 0,4% gesunken

Die deutschen Einzelhandelsunternehmen setzten im Oktober 2011 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nominal 1,6% mehr und real 0,4% weniger um als im Oktober 2010. Der Oktober 2011 hatte mit 25 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Oktober 2010. Im Vergleich zum September 2011 ist der Umsatz im Oktober 2011 kalender- und saisonbereinigt (Verfahren Census X-12-ARIMA) nominal um 1,0% und real um 0,7% gestiegen.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Oktober 2011 nominal 1,6% mehr und real 1,0% weniger um als im Oktober 2010. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten nominal um 1,7% höher und real um 0,9% niedriger als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde nominal 0,3% und real 2,7% weniger umgesetzt als im Oktober 2010.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze im Oktober 2011 nominal um 1,4% und real um 0,3% höher als im Vorjahresmonat. Hier erzielten drei Unterbranchen nominal und real höhere Umsätze als im Oktober 2010.

Unternehmen, die den größten Teil ihrer Waren über den Internet- und Versandhandel vertreiben, hatten mit nominal +4,7% und real +2,8% die höchsten Umsatzzuwächse gegenüber dem Vorjahresmonat.

Von Januar bis Oktober 2011 setzte der deutsche Einzelhandel nominal 2,7% und real 1,1% mehr um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

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München, 29.11.2011

Kredithürde

ifo: Kredithürde


ifo: Kredithürde niedriger

Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im November leicht gesunken, nachdem sie zuvor zwei Monate in Folge gestiegen war. Der Anteil von Unternehmen, der über eine restriktive Kreditvergabe durch die Banken klagt, hat um 0,7 Prozentpunkte auf 22,4% abgenommen. Die Stresssituation bei einigen Banken hat derzeit keine gravierenden Auswirkungen auf die Kreditversorgung der Unternehmen in Deutschland. Noch immer profitiert der deutsche Kapitalmarkt davon, dass die Anleger in der Krise den sicheren Hafen suchen.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist die Kredithürde zwar für die großen Firmen weiter sehr leicht gestiegen. Die mittelgroßen Unternehmen berichten aber etwas weniger und die kleinen Unternehmen deutlich seltener über einen schwierigen Kreditzugang. Bei den großen Unternehmen ist die Hürde um 0,5 Prozentpunkte auf 21,0% gestiegen. Bei den mittelgroßen Firmen ist sie dagegen um 0,2 Prozentpunkte auf 19,4% und bei den kleinen Betrieben um 3,8 Prozentpunkte auf 22,6% gefallen.

Gesunken ist die Kredithürde auch im Handel. Hier hat sie um 1,1 Prozentpunkte auf 20,0% abgenommen. Im Bauhauptgewerbe ist die Kredithürde dagegen weiter gestiegen. Sie hat um 1,0 Prozentpunkte auf 33,0% zugelegt.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München

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Wiesbaden, 29.11.2011

Bahngüterverkehr

Destatis: Eisenbahngüterverkehr


Destatis: Bahngüterverkehr: +7,1% von Januar bis September 2011

In den ersten drei Quartalen des Jahres 2011 transportierten in- und ausländische Eisenbahngesellschaften auf dem deutschen Schienennetz Güter im Umfang von 283,0 Millionen Tonnen. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) entspricht dies einem Plus von 7,1% gegenüber den ersten drei Quartalen 2010. Damit ist der Einbruch im Jahr 2009 infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise weitgehend aufgeholt: Der Stand der Tonnage der ersten drei Quartale des Jahres 2011 lag nur noch 0,4% unter dem Stand der ersten drei Quartale des Jahres 2008.

Allerdings hat sich der Zuwachs im Verlauf des Jahres 2011 abgeschwächt: Das Tonnageaufkommen stieg im ersten Quartal um 10,6%, im zweiten Quartal um 5,8% und im dritten um 5,2% im Vergleich zum jeweiligen Vorjahreszeitraum.

Zum Wachstum in den ersten drei Quartalen 2011 trugen – abgesehen vom Durchgangsverkehr – alle Verkehrsrichtungen bei: der Binnenverkehr stieg um 7,7%, der Versand in das Ausland um 4,8% und der Empfang aus dem Ausland erhöhte sich um 10,5%.

Besonders hoch waren die Zuwächse beim Transport von Erzen, Steinen und Erden sowie sonstigen Bergbauerzeugnissen: Mit 43,4 Millionen Tonnen beförderten die Eisenbahngesellschaften 16,8% mehr Güter dieser Art als in den ersten neun Monaten des Vorjahres.

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Wiesbaden, 28.11.2011

Investitionen

Destatis: Investitionen


Destatis: Industrie investierte 2010 rund 46,9 Milliarden Euro in Sachanlagen

Im Jahr 2010 investierten die deutschen Industrieunternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten rund 46,9 Milliarden Euro in Sachanlagen. Das war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) eine leichte Steigerung um 0,4% gegenüber 2009 (+185 Millionen Euro). In diesem Ergebnis spiegeln sich weiterhin die Auswirkungen der Wirtschaftskrise wider. 2009 waren die Investitionen gegenüber dem Vorjahr um 22,1% eingebrochen.

Betrachtet man die Entwicklung in den vom Investitionsvolumen her wichtigsten Wirtschaftszweigen, dann gab es 2010 gegenüber dem Vorjahr eine starke Zunahme der Investitionen bei der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, und zwar um 12,6% auf 10,4 Milliarden Euro. In der Nahrungs- und Futtermittelindustrie stieg das Investitionsvolumen leicht an (+0,9% auf 3,3 Milliarden Euro).

Deutlich war der Rückgang der Investitionen im Maschinenbau (–15,7% auf 4,6 Milliarden Euro) und in der chemischen Industrie (–10,4% auf 4,3 Milliarden Euro). Geringfügig sanken die Investitionen bei der Herstellung von Metallerzeugnissen (–0,1% auf 3,0 Milliarden Euro).

In der Summe erzielten die fünf genannten Branchen ein Investitionsvolumen von rund 25,6 Milliarden Euro; das entsprach 54,8% der Investitionen der deutschen Industrie insgesamt.

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Wiesbaden, 25.11.2011

Import

Destatis: Import


Destatis: Importpreise Oktober 2011: +6,8% gegenüber Oktober 2010

Der Index der Einfuhrpreise lag im Oktober 2011 um 6,8% über dem Vorjahresstand. Im September 2011 hatte die Veränderung zum Vorjahr +6,9% und im August +6,6% betragen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, fiel der Einfuhrpreisindex im Oktober 2011 gegenüber dem Vormonat September 2011 um 0,3%.

Importierte Energie war im Oktober 2011 um 28,1% teurer als im Oktober 2010. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise für Energieträger um 1,2%. Importiertes Rohöl war im Vergleich zu Oktober 2010 um 32,1% teurer (–2,0% gegenüber September 2011). Für Mineralölerzeugnisse musste binnen Jahresfrist 26,6% mehr bezahlt werden (–1,2% gegenüber September 2011). Die Erdgaspreise lagen um 27,9% über denen des Vorjahresmonats (+11,3% gegenüber September 2011).

Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im Oktober 2011 um 3,8% über dem Stand von Oktober 2010 (keine Veränderung gegenüber September 2011).

Im Bereich der Metalle und ihrer Rohstoffe war Eisenerz um 16,0 % teurer als im Oktober 2010 (–1,7% gegenüber September 2011). Für Nicht-Eisen-Metallerze gaben deutsche Importeure 4,3% weniger aus als im Oktober 2010. Im Vergleich zu September 2011 kosteten Nicht-Eisen-Metallerze 8,0% weniger. Die Importpreise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen lagen im Oktober 2011 um 1,2% über dem Niveau des Vorjahresmonats, gegenüber September 2011 fielen sie um 1,9%. Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug waren im Oktober 2011 im Vergleich zu Oktober 2010 um 2,5% teurer (–5,8% gegenüber September 2011). Rohaluminium war gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 7,9% teurer, verbilligte sich aber gegenüber September 2011 um 1,5%. Die Rohkupferpreise lagen im Oktober 2011 unter denen des Vorjahres, und zwar um –6,0% (–9,5% gegenüber September 2011).

Im Bereich der chemischen Erzeugnisse waren im Oktober 2011 vor allem Düngemittel (+23,8%) und Kunststoffe in Primärformen (+7,0%) teurer als im entsprechenden Vorjahresmonat. Gegenüber September 2011 stiegen die Preise für Düngemittel um 2,1%, die Preise für Kunststoffe in Primärformen fielen dagegen um 0,8%.

Im Nahrungsmittelsektor lag der Einfuhrpreisindex für Getreide im Oktober 2011 um 10,1% höher als im Oktober 2010 (–1,4% gegenüber September 2011). Rohkaffee kostete 17,5% mehr als im vergleichbaren Vorjahresmonat (–6,1% gegenüber dem Vormonat). Geflügelfleisch war um 18,5% teurer als im Oktober 2010 (–0,2% gegenüber September 2011). Der Einfuhrpreisindex für Rindfleisch lag um 12,8% höher als vor einem Jahr (+1,0% gegenüber September 2011), bei Schweinefleisch gab es einen Preisanstieg um 6,2% gegenüber Oktober 2010 (+0,2% gegenüber September 2011). Die Preise für importierte Milch und Milcherzeugnisse lagen im Oktober 2011 im Vergleich zum Oktober 2010 um 7,5% höher (–0,2% gegenüber September 2011).

Der Index der Ausfuhrpreise lag im Oktober 2011 um 3,0% über dem Stand von Oktober 2010. Im September 2011 hatte die Veränderung zum Vorjahr +2,9% und im August +3,2% betragen. Gegenüber dem Vormonat September 2011 fiel der Ausfuhrpreisindex im Oktober 2011 um 0,2%.

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München, 24.11.2011

ifo Geschäftsklimaindex

ifo: Geschäftsklima


ifo: Geschäftsklimaindex leicht gestiegen

Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im November erstmals seit vier Monaten wieder etwas verbessert. Der leichte Anstieg resultiert aus geringfügig weniger skeptischen Geschäftserwartungen der Unternehmen. Die aktuelle Geschäftslage ist den Firmenangaben zufolge unverändert positiv. Die deutsche Wirtschaft schlägt sich vor dem Hintergrund der internationalen Verwerfungen weiterhin vergleichsweise gut.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex leicht gesunken. Die Zufriedenheit der Industriefirmen mit ihrer aktuellen Geschäftslage hat zwar erneut abgenommen. Die Geschäftslage ist aber weiterhin günstig. Die Unternehmen sind bezüglich der weiteren Geschäftsentwicklung wieder etwas skeptischer. Vom Auslandsgeschäft erwarten sie sich kaum noch Impulse. Den Personalaufbau wollen sie behutsamer fortsetzen.

Im Einzelhandel hat der Geschäftsklimaindex geringfügig nachgegeben. Die aktuelle Geschäftslage ist den Unternehmensmeldungen zufolge aber wieder besser als im vergangenen Monat. Die Geschäftserwartungen der Einzelhändler sind dagegen stärker von Zurückhaltung geprägt. Im Großhandel hat sich das Geschäftsklima nach einer deutlichen Abkühlung im Vormonat wieder verbessert. Hinsichtlich ihrer Geschäftsperspektiven sind die Befragungsteilnehmer nicht mehr so skeptisch wie im Oktober. Die aktuelle Geschäftslage beurteilen sie dagegen etwas weniger positiv.

Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindex gestiegen, nachdem er zuvor drei Monate in Folge gesunken war. Sowohl die Lagebeurteilungen als auch die Erwartungen der befragten Bauunternehmer sind wieder etwas günstiger als im Oktober.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München

Zur Pressemitteilung des ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V.

Wiesbaden, 24.11.2011

Bruttoinlandsprodukt

Destatis: Bruttoinlandsprodukt


Destatis: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 3. Quartal 2011

Die deutsche Wirtschaft ist weiterhin auf Wachstumskurs: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) bereits in seiner Schnellmeldung vom 15. November 2011 mitgeteilt hat, war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – preis-, saison- und kalenderbereinigt – im dritten Quartal 2011 nach vorläufigen Berechnungen um 0,5% höher als im Vorquartal. Das Ergebnis für das zweite Quartal 2011 wurde zudem auf nun +0,3% nach oben korrigiert. Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft setzte sich somit nach dem wachstumsstarken Jahresbeginn (+1,3% im ersten Quartal) im Verlauf des Jahres 2011 weiter fort und nahm im Berichtsquartal wieder etwas mehr Fahrt auf.

Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) in erster Linie aus dem Inland: Es wurde insbesondere mehr konsumiert, aber auch mehr investiert als im Vorquartal. Sowohl die privaten Haushalte (+0,8%) als auch der Staat (+0,6%) gaben im dritten Quartal 2011 deutlich mehr für ihren Konsum aus als im zweiten Quartal. Daneben wurde von Juli bis September wiederum deutlich mehr in Ausrüstungen – darunter fallen hauptsächlich Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge – investiert (+2,9%) als im zweiten Vierteljahr 2011. Lediglich die Bauinvestitionen gingen im Berichtsquartal etwas zurück (–0,7%), was aber auch auf den – zum Teil witterungsbedingten – starken Jahresbeginn zurückzuführen ist.

Der Außenhandel war auch im dritten Quartal 2011 weiter expansiv: Da die preis-, saison- und kalenderbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen (+2,5%) aber zum Vorquartal in etwa ebenso stark anstiegen wie die Importe (+2,6%), hatte der Außenbeitrag – also die Differenz aus Exporten und Importen – nur geringe Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum im Berichtszeitraum (Wachstumsbeitrag zum BIP von 0,1 Prozentpunkten). [...]

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Wiesbaden, 23.11.2011

Bauhauptgewerbe

Destatis: Bauhauptgewerbe


Destatis: Aufträge im Bauhauptgewerbe im September 2011: real +0,7% zum Vorjahr

Im September 2011 sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum September 2010 preisbereinigt um 0,7% gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, nahm dabei die Baunachfrage im Hochbau um 4,4% zu, im Tiefbau dagegen um 2,9% ab.

Der Gesamtumsatz belief sich im September 2011 auf rund 8,9 Milliarden Euro und stieg damit gegenüber September 2010 um 3,4%. Ende September 2011 waren in den Betrieben des Hoch- und Tiefbaus 733.000 Personen tätig; das waren etwa 5.600 Personen weniger als ein Jahr zuvor (–0,8%).

In den ersten neun Monaten 2011 stiegen die Auftragseingänge des Bauhauptgewerbes preisbereinigt um 4,0% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes betrug im Zeitraum Januar bis September 2011 64,0 Milliarden Euro und lag damit um 10,7% über dem Niveau der ersten neun Monate 2010. Die durchschnittliche Zahl der tätigen Personen ist in diesem Zeitraum annähernd gleich geblieben.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Hamburg, Paris, 18.11.2011

Green Economy

Euler Hermes: Green Economy


Euler Hermes: „Green Economy“ bietet neue Geschäftsmöglichkeiten

- Geringerer CO2-Ausstoß und wirtschaftliches Wachstum sind auch in konjunkturell schwachen Phasen möglich.

- Bei bestimmten Branchen wie Bau, Transport, Chemie und Beton besteht ein großes Potenzial zur Erschließung der Green Economy.

- Das Wachstum der Green Economy ist nicht grundsätzlich von gesetzlichen Regelungen und öffentlichen Subventionen abhängig.

- Produktion erneuerbarer Energien wächst weltweit langsam – Anteil der Kernkraft hat sich stabilisiert

Entgegen der landläufigen Meinung, nach der wirtschaftliches Wachstum notgedrungen mit steigenden Kohlendioxidmissionen einhergeht, hat Euler Hermes vier vielversprechende Branchen identifiziert, in denen die Green Economy mittel- und langfristig Wachstumspotenzial bietet. Voraussetzung ist die Bereitschaft, in neue Technologien zu investieren und die im wesentlichen kostenorientierten Strategien zu überdenken.

Zur Pressemitteilung von Euler Hermes

Wiesbaden, 18.11.2011

Erzeugerpreise

Destatis: Erzeugerpreise


Destatis: Erzeugerpreise Oktober 2011: +5,3% gegenüber Oktober 2010

Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag im Oktober 2011 um 5,3% höher als im Oktober 2010. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg der Index gegenüber dem Vormonat September 2011 um 0,2%.

Die Preissteigerungen für Energie waren im Oktober 2011 für fast zwei Drittel der gesamten Jahresveränderungsrate verantwortlich. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Energiepreise um 11,4% höher, gegenüber dem Vormonat September 2011 stiegen sie um 1,0%. Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise im Oktober 2011 um 2,8% höher als im Oktober 2010. Gegenüber September 2011 sanken sie leicht um 0,1%.

Mineralölerzeugnisse kosteten im Oktober 2011 insgesamt 18,7% mehr als im Oktober 2010. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise um 0,7%. Leichtes Heizöl wies mit +33,5% eine besonders hohe Jahresveränderungsrate auf, gegenüber September 2011 stiegen die Preise um 4,9%. Auch die Preise für Dieselkraftstoff (+17,7%) und Motorenbenzin (+12,0%) lagen weit über dem Vorjahresniveau. Gegenüber dem Vormonat erhöhten sich die Preise für Dieselkraftstoff um 1,8%, während sie für Motorenbenzin um 1,2% nachgaben. Flüssiggas als Kraft- oder Brennstoff kostete 2,7% mehr als im Oktober 2010, gegenüber September 2011 fielen die Preise jedoch um 1,0%.

Die Preise für Erdgas lagen im Oktober 2011 um 16,1% über dem Vorjahresstand, gegenüber September 2011 stiegen sie um 2,9%. Ortsgasversorgungsunternehmen, die Erdgas an Endverbraucher absetzen, mussten 18,3% mehr bezahlen als im Oktober 2010 (+2,6% gegenüber September 2011). Für Haushalte war Erdgas 6,5% teurer als ein Jahr zuvor (+2,1% gegenüber September 2011).

Für elektrischen Strom waren die Preise über alle Abnehmergruppen hinweg betrachtet 6,0% höher als im Oktober 2010, gegenüber September 2011 sanken sie um 0,4%. Für Sondervertragskunden kostete Strom 8,8% mehr als im Oktober 2010 (–0,7% gegenüber September 2011). Die Strompreise für Haushalte stiegen seit Oktober 2010 um 6,6%, blieben aber seit August 2011 unverändert.

Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) waren im Oktober 2011 um 3,2% teurer als im Oktober 2010 (–0,7% gegenüber September 2011). Die Preise für chemische Grundstoffe waren um 7,3% höher (+0,3% gegenüber September 2011). Für Gummi- und Kunststoffwaren betrug die Jahresveränderungsrate +4,3% (+0,3% gegenüber September 2011). Metalle waren 1,4% teurer als im Oktober 2010 (–3,8% gegenüber September 2011). Nichteisenmetalle und deren Halbzeug kosteten 0,3% weniger als im Oktober 2010, ihr Preis sank jedoch allein gegenüber dem Vormonat September um 7,6%.

Die Preise für Verbrauchsgüter stiegen von Oktober 2010 bis Oktober 2011 um 4,2%. Gegenüber September 2011 erhöhten sie sich um 0,5%. Nahrungsmittel wurden seit Oktober 2010 um 6,3% teurer (+0,7% gegenüber September 2011). Die höchste Jahresveränderungsrate bei den Verbrauchsgütern wies Zucker mit +25,2% auf. Hier stiegen die Preise gegenüber dem Vormonat September 2011 um 25,1%. Süßwaren kosteten 2,2% mehr als im Oktober 2010 (unverändert gegenüber September 2011). Frucht- und Gemüsesäfte waren um 19,0% teurer als ein Jahr zuvor (unverändert gegenüber September 2011). Kaffee kostete 17,5% mehr als im Oktober 2010 (–0,3% gegenüber September 2011).

Die Preise für Gebrauchsgüter waren im Oktober 2011 um 2,0% höher als im Oktober 2010, für Investitionsgüter lagen die Preise 1,2% über dem Vorjahresstand.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

München, 16.11.2011

ifo Weltwirtschafts-Klimaindikator

ifo: Weltwirtschafts-Klimaindikator


ifo: Weltwirtschaftsklima weiter verschlechtert

Das ifo Weltwirtschaftsklima hat sich im vierten Quartal weiter eingetrübt. Der Indikator liegt nun deutlich unter seinem langfristigen Durchschnitt. Für die Verschlechterung waren zum einen die ungünstigeren Einschätzungen zur gegenwärtigen Lage und mehr noch die Erwartungen für die nächsten sechs Monate maßgeblich. Die Ergebnisse belegen die schwierige Situation der Weltwirtschaft.

Das Wirtschaftsklima in Nordamerika hat sich weiter eingetrübt. Die aktuelle Wirtschaftslage wurde zunehmend als ungünstig eingeschätzt. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate sind weniger zuversichtlich als noch im dritten Quartal, bleiben aber im positiven Bereich. In Asien ist der Wirtschaftsklimaindikator weiter gesunken und liegt nun auch hier unter seinem langfristigen Durchschnitt. Die Erwartungen für das nächste halbe Jahr haben sich noch stärker als die Lagekomponente eingetrübt. In Westeuropa hat sich das Wirtschaftsklima weiter verschlechtert und zwar überwiegend aufgrund der merklich negativeren Aussichten.

Die Inflationsschätzung für das Gesamtjahr 2011 blieb im Weltdurchschnitt bei 4,0%. Die WES-Experten gehen überwiegend von unveränderten Zinsen im Laufe der nächsten sechs Monate aus.

Nach Ansicht der WES-Experten sind der Euro und noch etwas mehr der Yen überbewertet. Im weltweiten Durchschnitt wird mit einem weitgehend stabilen Wechselkurs des US-Dollar im Laufe der nächsten sechs Monate gerechnet.

Weltweit wurde „fehlendes Vertrauen in die Wirtschaftspolitik des eigenen Landes“ als das derzeit wichtigste wirtschaftliche Problem angesehen. An zweiter und dritter Stelle der Problemliste folgen „öffentliche Haushaltsdefizite“ und „Arbeitslosigkeit“. Das Inflationsproblem dagegen ist weltweit in den Hintergrund gerückt und fiel auf der Rangliste von der zweiten auf die sechste Stelle.

Hans-Werner Sinn
Präsident, ifo Institut für Wirtschaftsforschung

Zur Pressemitteilung des ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V.

Wiesbaden, 15.11.2011

BIP Deutschland

Destatis: Bruttoinlandsprodukt


Destatis: Bruttoinlandsprodukt im 3. Quartal 2011: Aufschwung setzt sich fort

Die deutsche Wirtschaft ist weiterhin auf Wachstumskurs: Um 0,5% war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – preis-, saison- und kalenderbereinigt – im dritten Quartal 2011 höher als im Vorquartal. Zudem wurde das Ergebnis für das zweite Quartal 2011 nach oben auf nun + 0,3% korrigiert, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft setzte sich somit nach dem wachstumsstarken Jahresbeginn (+1,3% im ersten Quartal) im Verlauf des Jahres 2011 weiter fort und nahm im Berichtsquartal wieder etwas mehr Fahrt auf.

Im Vorjahresvergleich legte die Wirtschaftsleistung ebenfalls kräftig zu, wenn auch nicht mehr ganz so stark wie in der ersten Jahreshälfte: Das preisbereinigte BIP war im dritten Quartal 2011 um 2,5% höher als ein Jahr zuvor (kalenderbereinigt um 2,6%).

Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) in erster Linie aus dem Inland: Dabei trugen insbesondere die gestiegenen privaten Konsumausgaben zum Anstieg des BIP bei. Daneben wurde auch wieder mehr in Ausrüstungen investiert, während die Bauinvestitionen nach starkem Jahresbeginn wieder etwas zurückgingen. Der Außenhandel war weiterhin expansiv: Da Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen aber in etwa gleich stark anstiegen, hatte der Außenbeitrag – preis, saison- und kalenderbereinigt – kaum messbare Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal 2011.

Die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2011 wurde nach ersten vorläufigen Berechnungen von rund 41,2 Millionen Erwerbstätigen im Inland erbracht, das waren 495.000 Personen oder 1,2% mehr als ein Jahr zuvor.

Im Zusammenhang mit der erstmaligen Berechnung des dritten Quartals 2011 wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse für die ersten zwei Quartale 2011 überarbeitet. Dabei wurden die Veränderungsraten des preisbereinigten BIP im zweiten Quartal jeweils um 0,2 Prozentpunkte nach oben revidiert: auf nun + 3,0% im Vorjahresvergleich und +0,3% im saison- und kalenderbereinigten Vorquartalsvergleich.

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Wiesbaden, 14.11.2011

Verarbeitendes Gewerbe

Destatis: Verarbeitendes Gewerbe


Destatis: September 2011: 3,6% mehr Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe

In Deutschland waren Ende September 2011 in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten knapp 5,2 Millionen Personen tätig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren das rund 178.200 Personen oder 3,6% mehr als im September 2010. Damit setzte sich die Zunahme der Beschäftigtenzahl im Vorjahresvergleich fort.

Die Zahl der im September 2011 geleisteten Arbeitsstunden nahm im Vergleich zum September 2010 bei gleicher Anzahl der Arbeitstage um 3,5% auf 691 Millionen Stunden zu. Die Entgelte lagen bei rund 17,7 Milliarden Euro – gegenüber dem Vorjahresmonat war das eine Steigerung um 6,3%.

Besonders stark stiegen die Beschäftigtenzahlen im September 2011 gegenüber September 2010 in der Herstellung von Metallerzeugnissen mit +5,9%, in der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen mit +5,6% und in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit +5,0%.
Geringere Zuwächse als im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt gab es in der Metallerzeugung und -bearbeitung (+3,0%) und in der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (+2,1%).

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Wiesbaden, 10.11.2011

Großhandel

Destatis: Großhandel


Destatis: Großhandelspreise Oktober 2011: +5,0% gegenüber Oktober 2010

Der Index der Großhandelsverkaufspreise lag im Oktober 2011 um 5,0% über dem Stand von Oktober 2010. Im September 2011 hatte die Jahresveränderungsrate +5,7% betragen, im August +6,5%. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, fiel der Großhandelsverkaufspreisindex im Oktober 2011 gegenüber dem Vormonat September 2011 deutlich, und zwar um 1,0%. Dies war der stärkste Rückgang gegenüber dem Vormonat seit Dezember 2008 (–3,2%).

Verglichen mit Oktober 2010 waren auf Großhandelsebene im Oktober 2011 insbesondere Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze deutlich teurer (+22,3%). Gegenüber September 2011 fielen die Preise für diese Produkte um 9,1%.

Der Großhandelspreisindex für Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette lag um 7,3% über dem Niveau von Oktober 2010 (–0,2% gegenüber September 2011). Die Preise für Getreide, Saatgut und Futtermittel waren im Oktober 2011 um 4,1% höher als im Oktober 2010 (–5,2% gegenüber September 2011). Obst, Gemüse und Kartoffeln waren dagegen auf Großhandelsebene gegenüber Oktober 2010 um 4,8% und gegenüber September 2011 um 2,6% billiger.

Im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen lag das Preisniveau im Oktober 2011 um 15,3% über dem von Oktober 2010. Verglichen mit dem Vormonat September 2011 verbilligten sich die in diesem Bereich gehandelten Produkte um 1,1%. Die Preise für Erze, Metalle und Metallhalbzeug lagen im Oktober 2011 auf Großhandelsebene um 2,1% über denen von Oktober 2010. Gegenüber dem Vormonat September 2011 fielen sie um 2,2%.

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Wiesbaden, 08.11.2011

Insolvenzen

Destatis: Insolvenzen


Destatis: 2,9% weniger Unternehmensinsolvenzen im August 2011

Im August 2011 meldeten die deutschen Amtsgerichte 2.583 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2,9% weniger als im August 2010. Damit lag zum zwölften Mal in Folge die Zahl der Unternehmensinsolvenzen niedriger als im entsprechenden Vorjahresmonat.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen war im August 2011 mit 9.061 Fällen um 5,1% niedriger als im August 2010. Einen Anstieg der Verbraucherinsolvenzen gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat gab es zuletzt im Mai 2011 (+9,7%). Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen summierte sich die Gesamtzahl der Insolvenzen im August 2011 auf insgesamt 13.846 Fälle, das waren 3,7% weniger als im August des Vorjahres.

Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für den August 2011 auf 2,4 Milliarden Euro gegenüber 4,1 Milliarden Euro im August 2010.

In den Monaten Januar bis August 2011 wurden 20 334 Insolvenzen von Unternehmen (–7,1% gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum) und 69.495 Insolvenzen von Verbrauchern (–4,5%) gemeldet. Insgesamt registrierten die Gerichte 107.517 Insolvenzen, das waren 5,1% weniger als in den Monaten Januar bis August 2010.

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Wiesbaden, 08.11.2011

Export

Destatis: Export


Destatis: Deutsche Ausfuhren im September 2011: +10,5% zum September 2010

Im September 2011 wurden von Deutschland Waren im Wert von 95,0 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 77,6 Milliarden Euro eingeführt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Ausfuhren im September 2011 um 10,5% und die Einfuhren um 11,6% höher als im September 2010.

Im Vormonatsvergleich war die Entwicklung von Aus- und Einfuhren kalender- und saisonbereinigt gegenläufig: Während die Ausfuhren gegenüber August 2011 um 0,9% stiegen, nahmen die Einfuhren um 0,8% ab.

Die Außenhandelsbilanz schloss im September 2011 mit einem Überschuss von 17,4 Milliarden Euro ab. Im September 2010 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +16,5 Milliarden Euro betragen. Der Außenhandelsbilanzüberschuss lag im September 2011 kalender- und saisonbereinigt bei 15,3 Milliarden Euro.

Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen (–0,1 Milliarden Euro), Erwerbs- und Vermögenseinkommen (+4,5 Milliarden Euro), laufende Übertragungen (–3,4 Milliarden Euro) sowie Ergänzungen zum Außenhandel (–2,7 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im September 2011 mit einem Überschuss von 15,7 Milliarden Euro ab. Im September 2010 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 15,1 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im September 2011 Waren im Wert von 56,6 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 50,1 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber September 2010 stiegen die Versendungen in die EU-Länder um 10,8% und die Eingänge aus diesen Ländern um 13,8%. In die Länder der Eurozone wurden im September 2011 Waren im Wert von 38,0 Milliarden Euro (+11,5%) geliefert und Waren im Wert von 34,7 Milliarden Euro (+13,0%) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im September 2011 Waren im Wert von 18,6 Milliarden Euro (+9,5%) ausgeführt und Waren im Wert von 15,4 Milliarden Euro (+15,6%) von dort eingeführt.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im September 2011 Waren im Wert von 38,4 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 27,5 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber September 2010 nahmen die Exporte in die Drittländer um 10,1% und die Importe von dort um 7,9% zu.

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Wiesbaden, 08.11.2011

Verarbeitendes Gewerbe

Destatis: Verarbeitendes Gewerbe


Destatis: Verarbeitendes Gewerbe September 2011: Umsatz saisonbereinigt –2,8% zum Vormonat

Der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im September 2011 saison- und arbeitstäglich bereinigt um 2,8% niedriger als im August 2011 (nach –0,4% im August 2011 gegenüber Juli 2011). Dabei verringerte sich der Inlandsumsatz im September 2011 um 1,8%. Die Umsätze mit ausländischen Abnehmern nahmen um 3,9% ab. Bezogen auf die Absatzrichtung des Auslandsgeschäfts ging der Umsatz mit der Eurozone um 1,9% und der Umsatz mit dem restlichen Ausland um 5,3% zurück.

Innerhalb der umsatzmäßig wichtigsten Wirtschaftszweige sank der Umsatz im September 2011 preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt am stärksten bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, und zwar um 8,3% gegenüber August 2011. Dabei verringerten sich der Inlandsumsatz um 6,7% und der Auslandsumsatz um 9,1%. Den geringsten Umsatzrückgang gegenüber dem Vormonat gab es mit –0,1% im Bereich der Metallerzeugung und -bearbeitung (Inland –2,7%, Ausland +4,5%).

Im Vergleich zum September 2010 lag der preis- und arbeitstäglich bereinigte Umsatz des Verarbeitenden Gewerbes im September 2011 um 6,3% höher. Das Geschäft mit inländischen Abnehmern stieg in diesem Zeitraum um 6,5%, der Auslandsumsatz um 6,2%. Dabei erhöhten sich der Absatz in die Eurozone um 5,4% und der Umsatz im Geschäft mit dem restlichen Ausland um 6,8%.

Kumuliert von Januar bis September 2011 lag das (arbeitstäglich bereinigte) reale Umsatzvolumen im Verarbeitenden Gewerbe um 9,2% über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Das Inlandsgeschäft stieg dabei um 8,1% und der Auslandsumsatz um 10,5%.

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Wiesbaden, 02.11.2011

Arbeitsmarkt

Destatis: Arbeitsmarkt


Destatis: September 2011: Erwerbstätigkeit weiter auf Rekordniveau

Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland hielt im September 2011 weiter an. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, erreichte die Zahl der Erwerbstätigen mit einem Wohnort in Deutschland mit rund 41,31 Millionen Personen einen neuerlichen Höchststand. Die Zahl der Erwerbslosen betrug im September 2011 rund 2,22 Millionen Personen, das waren rund 524.000 weniger als im September 2010.

Nach vorläufigen Ergebnissen der Erwerbstätigenrechnung stieg im September 2011 die Erwerbstätigenzahl im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2010 um 464.000 Personen oder 1,1%. Gegenüber dem Vormonat August erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen im September 2011 nach dem Ende der Sommerpause und dem Beginn des neuen Ausbildungsjahres vor allem jahreszeitlich bedingt um 269.000 Personen oder 0,7%. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlichen Schwankungen, errechnet sich ein Zuwachs von 9.000 Personen.

Über die Erstberechnung der Erwerbstätigen für den Berichtsmonat September 2011 hinaus wurden auch die bisher veröffentlichten monatlichen Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit seit Januar 2011 neu berechnet. Dazu wurden alle zusätzlich verfügbaren erwerbsstatistischen Quellen ausgewertet. Aus der Neuberechnung resultieren Änderungsraten gegenüber dem Vorjahr, die auf gesamtwirtschaftlicher Ebene vom bisherigen Rechenstand um maximal 0,1 Prozentpunkte nach unten abweichen.

Nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung ging die Erwerbslosigkeit im September 2011 gegenüber dem Vormonat August um 11,2% zurück: Die Zahl der Erwerbslosen sank um 275 000 Personen auf 2,22 Millionen Personen. Bereinigt um saisonale und irreguläre Einflüsse (Trend-Konjunktur-Komponente) verringerte sich die Zahl der Erwerbslosen von August auf September 2011 um 28.000 auf 2,44 Millionen (–1,1%). Im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2010 sank die Zahl der Erwerbslosen um 524.000 Personen – dies entspricht einem Rückgang um 19%.

Die bereinigte Erwerbslosenquote lag im September 2011 bei 5,8% und ging damit gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte zurück. Im Vergleich zum September 2010 ist sie um 1,0 Prozentpunkte gesunken.

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Wiesbaden, 31.10.2011

Großhandel

Destatis: Großhandel


Destatis: Großhandelsumsatz im 3. Quartal 2011 real um 2,5% gestiegen

Die deutschen Großhandelsunternehmen setzten im 3. Quartal 2011 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nominal 7,7% und real 2,5% mehr um als im 3. Quartal 2010.

Der Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren und Maschinen (Produktionsverbindungs­handel), der ein Indikator für die Industrieproduktion und den Export ist, steigerte den Umsatz im dritten Quartal 2011 nominal um 10,2% und real um 3,6% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Auch im Großhandel mit Konsumgütern (Konsumtionsverbindungshandel) lagen die Umsätze nominal und real über denen des 3. Quartals 2010 (nominal + 4,2%, real + 1,0%).

Von Januar bis September 2011 setzte der Großhandel in Deutschland nominal 9,6% und real 2,7% mehr um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

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Wiesbaden, 31.10.2011

Einzelhandel

Destatis: Einzelhandel


Destatis: Einzelhandelsumsatz im September 2011 real um 0,3% gestiegen

Die deutschen Einzelhandelsunternehmen setzten im September 2011 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nominal 2,2% und real 0,3% mehr um als im September 2010. Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage. Im Vergleich zum August 2011 ist der Umsatz im September 2011 kalender- und saisonbereinigt (Verfahren Census X-12-ARIMA) nominal um 1,0% und real um 0,4% gestiegen.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im September 2011 nominal 4,1% und real 1,7% mehr um als im September 2010. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten nominal um 4,2% und real um 1,7% höher als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebens­mitteln wurde nominal 3,6% und real 1,2% mehr als im September 2010 umgesetzt.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze im September 2011 nominal um 0,5% höher und real um 0,3% niedriger als im Vorjahresmonat. Hier erzielten drei der sechs Unterbranchen nominal und real höhere Umsätze als im September 2010.

Unternehmen, die den größten Teil ihrer Waren über das Internet- und den Versandhandel vertreiben, hatten mit nominal +6,7% und real +5,0% die höchsten Umsatzzuwächse gegenüber dem Vorjahresmonat.

Von Januar bis September 2011 setzte der deutsche Einzelhandel nominal 2,7% und real 1,2% mehr um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Paris, Hamburg, 27.10.2011

Wirtschaftskrise

Euler Hermes: Wirtschaftskrise


Euler Hermes: Die andauernde Krise stellt das Szenario einer schwachen Erholung für 2012 infrage

In einem unruhigen wirtschaftlichen Umfeld prognostiziert Euler Hermes für die nächsten 18 Monate eine Schwächung der Weltwirtschaft. Der Kreditversicherer korrigiert sein Szenario vom vergangenen Juni nach unten. So rechnet er heute mit einem Wachstum der Weltwirtschaft 2011 von +3% (-0,3% bezogen auf die Vorhersage im Juni) und 2012 von +3,2% (-0,4%) nach einem Wachstum 2010 von +4,3%. Der Welthandel wird 2011 und 2012 auf eine Wachstumsrate von ungefähr +7% zurückgehen, nach +14% im Zuge der Erholung 2010.

In der Eurozone und in den USA gewinnt der Aufschwung zu wenig an Fahrt. Die Zunahme des BIP1 wird 2011 in der Eurozone und in den USA +1,6% betragen. 2012 werden die Eurozone ein Wachstum von +1,3% und die USA ein Wachstum von +2,0% ausweisen. In den aufstrebenden Volkswirtschaften ist das Wachstum 2012 stärker: +4% in Lateinamerika, +3,5% in Mittel- und Osteuropa und +7,1% in Asien, ohne Japan.

Unter den Ländern, die als "Zugpferde" des weltweiten Wachstums agieren, heben sich vor allem Indien und China mit einem Wachstum von +8,5% im Jahr 2012 ab. In Brasilien wird das Wachstum 2011 +3,5% und 2012 +3,7% betragen. Die Schwellenländer zusammen, die heute 38% des weltweiten BIP repräsentieren, weisen indessen eine gegenüber 2010 moderatere Wachstumsrate auf (2011 unter +6%, nach +7% im Jahr 2010).

In Europa hingegen scheint sich das Zögern bei der Entscheidung, wie mit einer doppelten Krise, nämlich der Banken und der Staatschulden umzugehen ist, auf einige Frühindikatoren auszuwirken. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit noch schlechterer Aussichten für 2012. [...]

Zur Pressemitteilung von Euler Hermes

München, 27.10.2011

Kredithürde

ifo: Kredithürde


ifo: Kredithürde erneut gestiegen

Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im Oktober den zweiten Monat in Folge gestiegen. Sie hat um 0,8 Prozentpunkte zugenommen, so dass nun 23,0% der befragten Unternehmen über eine restriktive Kreditvergabe durch die Banken klagen. Die Kredithürde ist damit weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Wert. Doch hat sie ihren Tiefpunkt wohl erst einmal durchschritten. Das Thema Kreditvergabe dürfte damit für die Unternehmen wieder etwas stärker in den Fokus geraten.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist die Kredithürde für kleine Unternehmen deutlich gestiegen. Sie hat sich hier um 2,8 Prozentpunkte auf 26,4% erhöht. Bei den mittelgroßen Firmen hat sie im 0,5 Prozentpunkte auf 19,5% zugelegt. Dagegen beschweren sich bei den großen Unternehmen 0,3 Prozentpunkte weniger Befragungsteilnehmer über das Bankenverhalten. Die Kredithürde steht hier nun bei 20,5%.

Im Bauhauptgewerbe ist die Kredithürde im Oktober um 2,5 Prozentpunkte höher als im Vormonat. Ihr Wert beträgt 31,9%. Nahezu unverändert ist die Kredithürde dagegen im Handel. Hier hat sie lediglich um 0,1 Prozentpunkte auf 21,1% zugenommen.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts

Zur Pressemitteilung des ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V.

Wiesbaden, 26.10.2011

Außenhandel

Destatis: Außenhandel


Destatis: Importpreise September 2011: +6,9% gegenüber September 2010

Der Index der Einfuhrpreise lag im September 2011 um 6,9% über dem Vorjahresstand. Im August 2011 hatte die Jahresveränderungsrate +6,6% und im Juli +7,5% betragen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg der Einfuhrpreisindex im September 2011 gegenüber dem Vormonat August 2011 um 0,6%.

Importierte Energie war im September 2011 um 28,4% teurer als im September 2010. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise für Energieträger um 1,9%. Importiertes Rohöl war im Vergleich zu September 2010 um 35,1% teurer (+4,3% gegenüber August 2011). Für Mineralölerzeugnisse musste binnen Jahresfrist 30,4% mehr bezahlt werden (+3,0% gegenüber August 2011). Die Erdgaspreise lagen um 19,8% über denen des Vorjahresmonats (–3,8% gegenüber August 2011).

Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im September 2011 um 3,6% über dem Stand von September 2010 (keine Veränderung gegenüber August 2011).

Im Bereich der Metalle und ihrer Rohstoffe war Eisenerz um 14,5% teurer als im September 2010 (+3,6% gegenüber August 2011). Für Nicht-Eisen-Metallerze mussten deutsche Importeure 4,0% mehr zahlen als im September 2010. Im Vergleich zu August 2011 kosteten Nicht-Eisen-Metallerze 1,7% weniger. Die Importpreise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen lagen im September 2011 um 1,0% über dem Niveau des Vorjahresmonats, gegenüber August 2011 fielen sie um 1,3%. Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug waren im September 2011 im Vergleich zu September 2010 um 9,3% teurer (–0,9% gegenüber August 2011). Rohaluminium war gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 9,6% teurer, verbilligte sich aber gegenüber August 2011 um 0,5%. Die Rohkupferpreise lagen im September 2011 um 5,1% über denen des Vorjahres (–2,7% gegenüber August 2011).

Im Bereich der chemischen Erzeugnisse waren vor allem Düngemittel (+28,4%) und Kunststoffe in Primärformen (+8,0%) teurer als im vergleichbaren Vorjahresmonat. Gegenüber August 2011 stiegen die Preise für Düngemittel um 1,9%, die Preise für Kunststoffe in Primärformen fielen dagegen um 0,4%.

Im Nahrungsmittelsektor lag der Einfuhrpreisindex für Getreide im September 2011 um 12,4% höher als im September 2010 (–1,4% gegenüber August 2011). Rohkaffee kostete 24,6% mehr als im vergleichbaren Vorjahresmonat (–3,0% gegenüber dem Vormonat). Geflügelfleisch war um 19,0% teurer als im September 2010 (+4,7% gegenüber August 2011), der Einfuhrpreisindex für Rindfleisch lag um 13,9% höher als vor einem Jahr (+4,1% gegenüber August 2011). Bei Schweinefleisch gab es einen Preisanstieg um 3,3% gegenüber September 2010, aber einen Rückgang um 0,4% gegenüber August 2011. Die Preise für importierte Milch und Milcherzeugnisse lagen im September 2011 im Vergleich zum September 2010 um 7,8% höher (–0,2% gegenüber August 2011).

Der Index der Ausfuhrpreise lag im September 2011 um 2,9% über dem Stand von September 2010. Im August 2011 hatte die Jahresveränderungsrate +3,2% und im Juli +3,7% betragen. Gegenüber dem Vormonat August 2011 veränderte sich der Ausfuhrpreisindex im September 2011 nicht.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Wiesbaden, 25.10.2011

Baubranche

Destatis: Baubranche


Destatis: Aufträge im Bauhauptgewerbe im August 2011: real +3,7% zum Vorjahr

Im August 2011 sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum August 2010 preisbereinigt um 3,7% gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, nahm dabei die Baunachfrage im Hochbau um 3,0% und im Tiefbau um 4,4% zu.

Der Gesamtumsatz belief sich im August 2011 auf rund 8,6 Milliarden Euro und stieg damit gegenüber August 2010 um 8,2%. Ende August 2011 waren in den Betrieben des Hoch- und Tiefbaus 734.000 Personen tätig; das waren etwa 2.900 Personen weniger als ein Jahr zuvor (–0,4%).

In den ersten acht Monaten 2011 stiegen die Auftragseingänge des Bauhauptgewerbes preisbereinigt um 4,4% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes betrug im Zeitraum Januar bis August 2011 55,1 Milliarden Euro und lag damit um 11,9% über dem Niveau der ersten acht Monate 2010. Die durchschnittliche Zahl der tätigen Personen ist in diesem Zeitraum um 0,1% gestiegen.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

München, 21.10.2011

ifo Geschäftsklimaindex

ifo: Geschäftsklimaindex


ifo: Geschäftsklimaindex weiter im Gegenwind

Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im Oktober abermals eingetrübt. Die Geschäftslage der Unternehmen ist nicht mehr ganz so hervorragend wie in den vergangenen Monaten. Bezüglich der Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr sind die Unternehmen skeptischer als bislang. Angesichts der internationalen Turbulenzen schlägt sich die deutsche Wirtschaft derzeit vergleichsweise gut.

Im Verarbeitenden Gewerbe hat der Geschäftsklimaindex leicht nachgegeben. Die Geschäftslage hat sich ein wenig eingetrübt, wird aber noch immer als gut bezeichnet. Bezüglich der weiteren Geschäftsentwicklung sind die Firmen nach wie vor skeptisch, doch etwas weniger als im Vormonat. Die Exporterwartungen der Unternehmen haben sich sogar etwas verbessert. Obwohl die Auslastung der Geräte und Maschinen merklich geringer ist als im Sommer, setzt sich der Aufwärtstrend beim geplanten Personalbestand fort.

Im Einzelhandel ist der Geschäftsklimaindex leicht gesunken. Die momentane Geschäftslage ist in diesem Bereich etwas weniger gut als im vergangenen Monat. In den Geschäftserwartungen für das kommende halbe Jahr zeigt sich weiterhin Vorsicht. Das Geschäftsklima im Großhandel hat sich deutlich abgekühlt. Die Befragungsteilnehmer bewerten die Geschäftslage zwar vorwiegend als gut, sehen sie aber nicht mehr ganz so positiv wie im September. Ihre Geschäftserwartungen sind pessimistischer als bisher.

Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima abermals eingetrübt, doch ist die Lagebeurteilung nach wie vor sehr gut. Nur die Erwartungen deuten auf eine klare Abkühlung hin.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts

Zur Pressemitteilung des ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V.

Berlin, 20.10.2011

Zahlungsmoral

BDIU: Zahlungsmoral


BDIU: Eurokrise: Zahlungsmoral vor rapidem Absturz

In ihrer aktuellen Trendumfrage prognostiziert die deutsche Inkassowirtschaft einen rapiden Abfall der Zahlungsmoral innerhalb der nächsten sechs Monate, sollte die Eurokrise weiterhin anhalten. 79 Prozent der befragten Inkassodienstleister rechnen damit, dass Unternehmen dann ihre Rechnungen schlechter bezahlen werden – von Verbrauchern nehmen das 70 Prozent an. In der Folge würden die Unternehmensinsolvenzen spürbar steigen. Diese gehen in diesem Jahr dank des Wirtschaftswachstums auf 30.000 zurück (2010: 31.998). Angesichts der anhaltenden Überschuldungskrise der privaten Haushalte fordert der BDIU die Einführung eines verpflichtenden Schulfachs Finanzkompetenz. [...]

Zur Pressemitteilung des Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e. V.

Wiesbaden, 19.10.2011

Binnenschifffahrt

Destatis: Binnenschifffahrt


Destatis: 1. Halbjahr 2011: Binnenschiffe befördern 1,1 % weniger Güter

Im ersten Halbjahr 2011 nahm die Güterbeförderung der Binnenschifffahrt gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 1,1% ab. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden 110,2 Millionen Tonnen Güter auf deutschen Binnenwasserstraßen transportiert. Im ersten Halbjahr 2010 waren es 111,4 Millionen Tonnen gewesen.

Eine wesentliche Ursache für diese Entwicklung dürfte in der Sperrung des Rheins im Januar und Februar 2011 liegen. Aufgrund einer Tankerhavarie musste der Schiffsverkehr hier etwa 4 Wochen vollständig eingestellt werden. Ein weiterer Grund für die rückläufigen Binnenschiffstransporte war das extreme Niedrigwasser des Rheins. Bereits im April 2011 hatte der Rhein so niedrige Pegelstände wie seit 100 Jahren nicht mehr. Dieser negative Rekord hielt auch im Mai und im Juni an. Auswirkungen hatte dies insbesondere auf den Durchgangsverkehr, der um 14,6% zurückging. Auch der Versand ins Ausland nahm ab (–6,2%). Zunahmen gab es dagegen beim Empfang aus ausländischen Häfen (+0,8%) beziehungsweise beim innerdeutschen Verkehr (+6,3%).

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Wiesbaden, 12.10.2011

Großhandel

Destatis: Großhandel


Destatis: Großhandelspreise September 2011: +5,7% gegenüber September 2010

Der Index der Großhandelsverkaufspreise lag im September 2011 um 5,7% über dem Stand von September 2010. Im August 2011 hatte die Jahresveränderungsrate +6,5% betragen, im Juli +8,2%. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg der Großhandelsverkaufspreisindex im September 2011 gegenüber dem Vormonat August 2011 um 0,3%.

Verglichen mit September 2010 waren auf Großhandelsebene im September 2011 insbesondere Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze deutlich teurer (+32,0%). Gegenüber August 2011 stiegen die Preise für diese Produkte um 8,0%.

Der Großhandelspreisindex für Getreide, Saatgut und Futtermittel lag im September 2011 um 5,9% über dem Niveau von September 2010 (+2,3% gegenüber August 2011). Die Preise für Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette waren um 6,5% höher als im September 2010, gingen aber gegenüber August 2011 um 0,1% zurück. Obst, Gemüse und Kartoffeln waren dagegen auf Großhandelsebene gegenüber September 2010 um 5,6% und gegenüber August 2011 um 4,0% billiger.

Im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen lag das Preisniveau im September 2011 um 17,0% über dem von September 2010. Verglichen mit dem Vor­monat August 2011 verteuerten sich die in diesem Bereich gehandelten Produkte um 1,6%. Die Preise für Erze, Metalle und Metallhalbzeug lagen im September 2011 auf Großhandels­ebene um 4,7% über denen von September 2010. Gegenüber dem Vor­monat August 2011 fielen sie um 1,4%.

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Wiesbaden, 10.10.2011

Insolvenzen

Destatis: Insolvenzen


Destatis: 9,3% weniger Unternehmensinsolvenzen im Juli 2011

Im Juli 2011 meldeten die deutschen Amtsgerichte 2.504 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 9,3% weniger als im Juli 2010. Damit lag zum elften Mal in Folge die Zahl der Unternehmensinsolvenzen niedriger als im entsprechenden Vorjahresmonat.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen war im Juli 2011 mit 8.656 Fällen um 7,4% niedriger als im Juli 2010. Einen Anstieg der Verbraucherinsolvenzen gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat gab es zuletzt im Mai 2011 (+9,7%). Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen summierte sich die Gesamtzahl der Insolvenzen im Juli 2011 auf insgesamt 13.356 Fälle, das waren 7,4% weniger als im Juli des Vorjahres.

Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für den Juli 2011 auf 2,2 Milliarden Euro gegenüber 2,9 Milliarden Euro im Juli 2010.

In den Monaten Januar bis Juli 2011 wurden 17.751 Insolvenzen von Unternehmen (–7,7% gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum) und 60.434 Insolvenzen von Verbrauchern (–4,4%) gemeldet. Insgesamt registrierten die Gerichte 93.671 Insolvenzen, das waren 5,3% weniger als in den Monaten Januar bis Juli 2010.

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Wiesbaden, 10.10.2011

Außenhandel

Destatis: Außenhandel


Destatis: Deutsche Ausfuhren im August 2011: +14,6% zum August 2010

Im August 2011 wurden von Deutschland Waren im Wert von 85,3 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 73,5 Milliarden Euro eingeführt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Ausfuhren im August 2011 um 14,6% und die Einfuhren um 12,6% höher als im August 2010. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Ausfuhren gegenüber Juli 2011 um 3,5% zu, während bei den Einfuhren keine Veränderungen zu verzeichnen waren.

Die Außenhandelsbilanz schloss im August 2011 mit einem Überschuss von 11,8 Milliarden Euro ab. Im August 2010 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +9,2Milliarden Euro betragen. Der Außenhandelsbilanzüberschuss lag im August 2011 kalender- und saisonbereinigt bei 13,8 Milliarden Euro.

Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen (–4,3 Milliarden Euro), Erwerbs- und Vermögenseinkommen (+4,5 Milliarden Euro), laufende Übertragungen (–3,2 Milliarden Euro) sowie Ergänzungen zum Außenhandel (–1,8 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im August 2011 mit einem Überschuss von 7,0 Milliarden Euro ab. Im August 2010 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 5,7 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im August 2011 Waren im Wert von 48,7 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 44,8 Milliarden Euro von dort be­zogen. Gegenüber August 2010 stiegen die Versendungen in die EU-Länder um 12,7% und die Eingänge aus diesen Ländern um 12,4%. In die Länder der Eurozone wurden im August 2011 Waren im Wert von 31,5 Milliarden Euro (+11,5%) geliefert und Waren im Wert von 31,3 Milliarden Euro (+13,0%) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im August 2011 Waren im Wert von 17,1 Milli­arden Euro (+15,1%) ausgeführt und Waren im Wert von 13,5 Milliarden Euro (+11,0%) von dort eingeführt.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im August 2011 Waren im Wert von 36,6 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 28,7 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber August 2010 nahmen die Exporte in die Drittländer um 17,1% und die Importe von dort um 12,8% zu.

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München, 29.09.2011

Kredithürde

ifo: Kredithürde


ifo: Kredithürde leicht gestiegen

Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im September geringfügig gestiegen, bleibt aber auf einem sehr niedrigen Niveau. 22,2% der befragten Unternehmen berichten von einer restriktiven Kreditpolitik der Banken. Das sind 0,8 Prozentpunkte mehr als im August. Die Befragungsergebnisse des ifo Instituts belegen, dass sich die Unternehmen in Deutschland weiterhin zu guten Konditionen mit Bankkrediten versorgen können. Es sieht aber so aus, als käme es bei der Kredithürde zu einer Bodenbildung, wenn nicht Wende.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist die Kredithürde über alle Unternehmensgrößenklassen hinweg etwas gestiegen. Bei den großen Firmen ist der Anstieg mit 3,8 Prozentpunkten am deutlichsten. Moderater ist die Zunahme bei den mittelgroßen Unternehmen (+0,9 Prozentpunkte) und bei den kleinen Firmen (+1,7 Prozentpunkte).

Im Bauhauptgewerbe und im Handel ist die Kredithürde nahezu unverändert. Im Bauhauptgewerbe ist sie um 0,2 Prozentpunkte auf 29,4% gestiegen. Im Handel hat sie sich um 0,1 Prozentpunkte auf 21,0% erhöht.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts

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Wiesbaden, 28.09.2011

Import

Destatis: Import


Destatis: Importpreise August 2011: +6,6% gegenüber August 2010

Der Index der Einfuhrpreise lag im August 2011 um 6,6 % über dem Vorjahresstand. Im Juli 2011 hatte die Jahresveränderungsrate + 7,5 % und im Juni + 6,5 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, fiel der Einfuhrpreisindex im August 2011 gegenüber dem Vormonat Juli 2011 um 0,7 %.

Importierte Energie war im August 2011 um 25,1 % teurer als im August 2010. Gegenüber dem Vormonat fielen die Preise für Energieträger um 3,0 %. Importiertes Rohöl war im Vergleich zum August 2010 um 28,6 % teurer (– 4,5 % gegenüber Juli 2011). Für Mineralölerzeugnisse musste binnen Jahresfrist 28,0 % mehr bezahlt werden (– 3,4 % gegenüber Juli 2011). Die Erdgaspreise lagen um 21,1 % über denen des Vorjahresmonats (– 0,3 % gegenüber Juli 2011).

Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im August 2011 um 3,9 % über dem Stand von August 2010 (– 0,1 % gegenüber Juli 2011).

Im Bereich der Metalle und ihrer Rohstoffe war Eisenerz um 14,9 % teurer als im August 2010 (– 1,2 % gegenüber Juli 2011). Für Nicht-Eisen-Metallerze mussten deutsche Importeure 9,6 % mehr zahlen als im August 2010. Im Vergleich zu Juli 2011 kosteten Nicht-Eisen-Metallerze 3,2 % weniger. Die Importpreise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen lagen im August 2011 um 3,3 % über dem Niveau des Vorjahresmonats, gegenüber Juli 2011 fielen sie um 0,5 %. Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug waren im August 2011 im Vergleich zu August 2010 um 13,4 % teurer (– 0,3 % gegenüber Juli 2011). Rohaluminium war gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 13,4 % und gegenüber Juli 2011 um 0,2 % teurer. Die Rohkupferpreise lagen um 11,7 % über denen des Vorjahres (– 4,6 % gegenüber Juli 2011).

Im Bereich der chemischen Erzeugnisse waren vor allem Düngemittel (+ 38,2 %) und Kunststoffe in Primärformen (+ 9,0 %) teurer als im vergleichbaren Vorjahresmonat. Gegenüber Juli 2011 stiegen die Preise für Düngemittel um 2,7 %, die Preise für Kunststoffe um 0,3 %.
Im Nahrungsmittelsektor lag der Einfuhrpreisindex für Getreide im August 2011 um 16,4 % höher als im August 2010 (+ 1,0 % gegenüber Juli 2011). Rohkaffee kostete 30,1 % mehr als im vergleichbaren Vorjahresmonat (+ 4,3 % gegenüber dem Vormonat). Geflügelfleisch war um 16,3 % teurer als im August 2010 (+ 1,3 % gegenüber Juli 2011), der Einfuhrpreisindex für Rind­fleisch lag um 10,1 % höher als vor einem Jahr (+ 0,9 % gegenüber Juli 2011). Bei Schweinefleisch gab es ebenfalls einen Preisanstieg (+ 3,0 % gegenüber August 2010 und + 0,4 % gegenüber Juli 2011). Die Preise für importierte Milch und Milcherzeugnisse lagen im August 2011 im Vergleich zum August 2010 um 7,7 % höher (– 0,4 % gegenüber Juli 2011).

Der Index der Ausfuhrpreise lag im August 2011 um 3,2 % über dem Stand von August 2010. Im Juli 2011 hatte die Jahresveränderungsrate + 3,7 % und im Juni + 3,4 % betragen. Gegenüber dem Vormonat Juli 2011 fiel der Ausfuhrpreisindex im August 2011 um 0,1 %.

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München, 26.09.2011

ifo Geschäftsklimaindex

ifo: Geschäftsklimaindex


ifo Geschäftsklimaindex erneut gesunken

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat im September abermals nachgegeben. Die Erwartungen der Unternehmen hinsichtlich des Geschäftsverlaufs im kommenden halben Jahr haben sich weiterhin beträchtlich eingetrübt. Indes wird die gegenwärtige Geschäftslage als ähnlich gut wie im Vormonat bewertet. Die weiterhin gute Lage der Unternehmen zeigt, dass sich die deutsche Konjunktur bislang von den politischen Turbulenzen abkoppeln konnte.

Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima nochmals abgekühlt. Die aktuelle Geschäftslage ist in der Industrie vorwiegend gut, aber nicht mehr ganz so positiv wie bisher. Mit Blick auf die Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten sind die Firmen zunehmend skeptisch. Vom Auslandsgeschäft rechnen sie sich kaum noch Impulse aus. Dennoch plant die Industrie weiterhin, die Beschäftigtenzahl aufzustocken.

Im Einzelhandel und im Großhandel hat sich das Geschäftsklima verbessert, nachdem es sich im vergangenen Monat in beiden Handelsstufen deutlich eingetrübt hatte. Die Großhändler stufen ihre Geschäftslage wieder positiver ein als im August. Auch hinsichtlich der Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr sind sie zuversichtlicher. Im Einzelhandel ist die aktuelle Geschäftslage unverändert günstig. Dem Geschäftsverlauf in den nächsten sechs Monaten blicken die Einzelhändler sogar hoffnungsvoller entgegen als im Vormonat.

Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindex gesunken. Der Rückgang resultiert aber ausschließlich aus merklich gedämpften Erwartungen der Unternehmen. Die momentane Geschäftslage ist den Befragungsteilnehmern zufolge wieder etwas günstiger als im Vormonat.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts

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Wiesbaden, 21.09.2011

Baugewerbe

Destatis: Baugewerbe


Destatis: Aufträge im Bauhauptgewerbe im Juli 2011: real +6,1% zum Vorjahr

Im Juli 2011 sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Juli 2010 preisbereinigt um 6,1% gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, nahm dabei die Baunachfrage im Hochbau um 1,0% und im Tiefbau um 11,0% zu.

Der Gesamtumsatz belief sich im Juli 2011 auf rund 8,4 Milliarden Euro und stieg damit gegenüber Juli 2010 um 1,9%. Ende Juli 2011 waren in den Betrieben des Hoch- und Tiefbaus 724.000 Personen tätig; das waren etwa 5.500 Personen weniger als ein Jahr zuvor (–0,8%).

In den ersten sieben Monaten 2011 stiegen die Auftragseingänge des Bauhauptgewerbes preisbereinigt um 4,5% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes betrug im Zeitraum Januar bis Juli 2011 knapp 46,6 Milliarden Euro und lag damit um 12,6% über dem Niveau der ersten sieben Monate 2010. Die Zahl der tätigen Personen ist in diesem Zeitraum um durchschnittlich 0,2% gestiegen.

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Wiesbaden, 15.09.2011

Export

Destatis: Export


Destatis: Außenhandel 1. Halbjahr 2011: Exporte steigen um 14,7%

Die deutschen Ausfuhren stiegen von Januar bis Juni 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um insgesamt 14,7% auf 525,6 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war das ein preisbereinigter Anstieg um 10,1%.

Die Versendungen in die EU-Mitgliedsländer erhöhten sich nominal um 13,4% auf 317,3 Milliarden Euro und verzeichneten damit einen geringeren Anstieg als die deutschen Gesamtausfuhren. In die Eurozone wurden Waren für insgesamt 214,7 Milliarden Euro (+11,9%) geliefert, in die nicht zur Eurozone zählenden EU-Länder gingen Waren im Wert von 102,6 Milliarden Euro (+16,7%).

Im ersten Halbjahr 2011 haben innerhalb der EU vor allem die Ausfuhren nach Osteuropa zugenommen, allen voran in die baltischen Staaten (Estland +39,5%, Litauen +31,5%, Lettland +31,0%), aber auch in die Slowakei (+28,3%), nach Polen (+21,0%), in die Tschechische Republik (+20,3%) und nach Rumänien (+18,5%). Die Lieferungen nach Griechenland (–7,9%) und Portugal (–2,2%) sind im gleichen Zeitraum hingegen zurückgegangen.

Die deutschen Exporte in Länder außerhalb der EU („Drittländer“) stiegen um 16,7% auf 208,3 Milliarden Euro und erhöhten sich damit etwas stärker als die Gesamtausfuhren. Ihr Anteil an den gesamten deutschen Ausfuhren betrug im ersten Halbjahr 2011 39,6%. Besonders hohe Zuwächse gab es hier unter anderem bei den Lieferungen in die Türkei (+45,0% auf 10,6 Milliarden Euro), in die Russische Föderation (+38,7% auf 15,8 Milliarden Euro) und nach China (+25,2% auf 31,6 Milliarden Euro). Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten nahmen im Vergleich dazu nur um 14,0% auf 35,2 Milliarden Euro zu. Unterdurchschnittliche Exportzuwächse beim Export in Drittländer verzeichneten auch der Handel mit der Schweiz (+15,0% auf 23,0 Milliarden Euro), mit Japan (+11,4% auf 7,0 Milliarden Euro), mit Brasilien (+9,2% auf 5,4 Milliarden Euro) und Kanada (+13,1% auf 3,6 Milliarden Euro).

Die deutschen Einfuhren wiesen im ersten Halbjahr 2011 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ein Plus von 16,4% auf und beliefen sich auf 446,5 Milliarden Euro. Preisbereinigt erhöhte sich die Einfuhr um 7,3%.

Die Eingänge aus der Europäischen Union stiegen um 16,1% auf 253,3 Milliarden Euro, aus den Ländern außerhalb der EU wurden Waren im Wert von insgesamt 193,2 Milliar­den Euro bezogen (+16,8%). Innerhalb der EU stiegen die Warenbezüge aus einigen osteuropäischen Ländern überdurchschnittlich an, unter anderem aus Estland (+37,5%), Rumänien (+28,2%), Bulgarien (+24,0%), Slowenien (+23,4%), der Slowakei (+21,8%), der Tschechischen Republik (+18,4%) und Polen (+17,1%).

Deutlich mehr Waren als im ersten Halbjahr 2010 konnten Brasilien und Indien im ersten Halbjahr 2011 in Deutschland absetzen: Der Handel mit Brasilien wuchs um 38,8 % auf 5,8 Milliarden Euro, Indien setzte 35,9% mehr Waren im Wert von insgesamt 3,9 Milliarden Euro ab.

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Wiesbaden, 09.09.2011

Großhandel

Destatis: Großhandel


Destatis: Großhandelspreise August 2011: + 6,5 % gegenüber August 2010

Der Index der Großhandelsverkaufspreise lag im August 2011 um 6,5% über dem Stand von August 2010. Im Juli 2011 hatte die Jahresveränderungsrate +8,2% betragen, im Juni +8,5%. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg der Großhandelsverkaufspreisindex im August 2011 gegenüber dem Vormonat Juli 2011 um 0,1%.

Verglichen mit August 2010 waren auf Großhandelsebene im August 2011 insbesondere Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze deutlich teurer (+25,4%). Gegenüber Juli 2011 sanken die Preise für diese Produkte um 3,0%

Der Großhandelspreisindex für Getreide, Saatgut und Futtermittel lag im August 2011 um 19,0% über dem Niveau von August 2010 (+0,8% gegenüber Juli 2011). Die Preise für Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette waren um 7,5% höher als im August 2010, blieben aber gegenüber Juli 2011 unverändert. Obst, Gemüse und Kartoffeln waren auf Großhandelsebene um 4,1% teurer als ein Jahr zuvor (ebenfalls unverändert gegenüber dem Vormonat).

Im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen lag das Preisniveau im August 2011 um 13,8% über dem von August 2010. Verglichen mit dem Vormonat Juli 2011 verteuerten sich die in diesem Bereich gehandelten Produkte um 0,7%. Die Preise für Erze, Metalle und Metallhalbzeug lagen im August 2011 auf Großhandelsebene um 7,1% über denen von August 2010. Gegenüber dem Vormonat Juli 2011 fielen sie um 0,2%.

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Wiesbaden, 08.09.2011

Außenhandel

Destatis: Außenhandel


Destatis: Deutsche Ausfuhren im Juli 2011: +4,4% zum Juli 2010

Im Juli 2011 wurden von Deutschland Waren im Wert von 85,9 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 75,4 Milliarden Euro eingeführt. Wie das Statis­tische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Ausfuhren im Juli 2011 um 4,4% und die Einfuhren um 9,9% höher als im Juli 2010. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Ausfuhren gegenüber Juni 2011 um 1,8% und die Einfuhren um 0,3% ab.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Juli 2011 mit einem Überschuss von 10,4 Milliarden Euro ab. Im Juli 2010 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 13,6 Milliarden Euro betragen. Der Außenhandelsbilanzüberschuss lag im Juli 2011 kalender- und saisonbereinigt bei 10,1 Milliarden Euro.

Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen (–2,2 Milliarden Euro), Erwerbs- und Vermögenseinkommen (+4,1 Milliarden Euro), laufende Übertragungen (–3,7 Milliarden Euro) sowie Ergänzungen zum Außenhandel (–1,2 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im Juli 2011 mit einem Überschuss von 7,5 Milliarden Euro ab. Im Juli 2010 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 10,4 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Juli 2011 Waren im Wert von 49,7 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 46,9 Milliarden Euro von dort be­zogen. Gegenüber Juli 2010 stiegen die Versendungen in die EU-Länder um 3,9% und die Eingänge aus diesen Ländern um 8,6%. In die Länder der Eurozone wurden im Juli 2011 Waren im Wert von 33,3 Milliarden Euro (+1,9%) geliefert und Waren im Wert von 32,7 Milliarden Euro (+5,5%) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Juli 2011 Waren im Wert von 16,5 Milliarden Euro (+8,2%) ausgeführt und Waren im Wert von 14,2 Milliarden Euro (+16,2%) von dort eingeführt.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Juli 2011 Waren im Wert von 36,1 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 28,6 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Juli 2010 nahmen die Exporte in die Drittländer um 5,1% und die Importe von dort um 12,2% zu.

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Wiesbaden, 07.09.2011

Insolvenzen

Destatis: Insolvenzen


Destatis: 7,4% weniger Unternehmensinsolvenzen im 1. Halbjahr 2011

Im ersten Halbjahr 2011 meldeten die deutschen Amtsgerichte 15.247 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 7,4% weniger als im ersten Halbjahr 2010. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen lag im ersten Halbjahr 2011 mit 51.778 Fällen um 3,9% niedriger als im ersten Halbjahr 2010. Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen summierte sich die Gesamtzahl der Insolvenzen auf insgesamt 80.315 Fälle, das waren 5,0% weniger als im ersten Halbjahr 2010.

Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger beliefen sich für das erste Halbjahr 2011 nach Angaben der Gerichte auf 15,8 Milliarden Euro gegenüber 21,2 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2010.

Im Juni 2011 wurden 2.520 Insolvenzen von Unternehmen (–8,4% gegenüber Juni 2010) und 8.176 Insolvenzen von Verbrauchern (–12,1% gegenüber Juni 2010) ge­meldet. Insgesamt registrierten die Gerichte 12.839 Insolvenzen, das waren 10,7% weniger als im Juni 2010.

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Wiesbaden, 06.09.2011

Luftfrachttransport

Destatis: Luftfrachttransport


Destatis: Preise für Luftfrachttransporte im 2. Quartal 2011 weiter gestiegen

Die Preise für von deutschen Flughäfen abgehende Luftfrachttransporte lagen im zweiten Quartal 2011 um 25,6% höher als im zweiten Quartal 2010. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Preise im zweiten Quartal 2011 gegenüber dem ersten Quartal 2011 um durchschnittlich 9,9%. Zu dieser Entwicklung trugen maßgeblich erneut stark gestiegene Treibstoffzuschläge bei.

Im Vergleich mit dem Vorjahresquartal lagen die Frachtraten im zweiten Quartal 2011 auf allen Flugrouten deutlich höher. Am stärksten war der Preisanstieg bei Flügen in die Vereinigten Arabischen Emirate (+37,1%), nach China (+34,0%) und nach Japan (+32,9%). Geringer fielen die Ratenerhöhungen für innereuropäische Luftfrachttransporte (+14,6%) und für Transporte nach Südafrika (+15,1%) aus.

Auch im Vergleich zum Vorquartal kam es im zweiten Quartal 2011 auf allen Verbindungen erneut zu Preiserhöhungen. Am deutlichsten stiegen die Frachtraten bei Flügen in die Vereinigten Arabischen Emirate (+17,0%), nach Japan (+15,3%) sowie in die Republik Korea (+15,0%). Dagegen fielen die Preisanstiege nach Brasilien (+2,6%) und für innereuropäische Transporte (+5,7%) im Vergleich zum ersten Quartal 2011 geringer aus.

Der Preisindex für Luftfracht des Statistischen Bundesamtes wird durch Auswertung von Daten der CargoIS-Datenbank der Internationalen Vereinigung der Fluggesellschaften IATA sowie durch eigene Erhebungen zu Treibstoff- und Sicherheitszuschlägen ge­wonnen.

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Wiesbaden, 01.09.2011

Bruttoinlandsprodukt

Destatis: Bruttoinlandsprodukt


Destatis: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 2. Quartal 2011

Die Dynamik der deutschen Wirtschaft hat sich nach dem schwungvollen Jahresauftakt deutlich abgekühlt: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) bereits in seiner Schnellmeldung vom 16. August 2011 mitgeteilt hat, war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – preis-, saison- und kalenderbereinigt – im zweiten Vierteljahr 2011 nach vorläufigen Berechnungen lediglich um 0,1% höher als im ersten Vierteljahr.

Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) wieder von den Exporten: Im zweiten Quartal 2011 wurden 2,3% mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland exportiert als im ersten Quartal. Im selben Zeitraum stiegen die Importe mit +3,2% jedoch noch kräftiger als die Exporte. Einen spürbaren Effekt hatte dabei der deutsche Ausstieg aus der Atomenergie: Strom wurde kaum noch exportiert, sondern musste – um die Nachfrage zu befriedigen – verstärkt importiert werden. Der Außenbeitrag, also die Differenz aus Exporten und Importen, wirkte sich im Vorquartalsvergleich insgesamt negativ auf das Bruttoinlandsprodukt aus (–0,3 Prozentpunkte). Infolge des starken Anstiegs der Importe wurden aber andererseits auch vermehrt Vorräte aufgebaut (Wachstumsbeitrag zum BIP von +0,7 Prozentpunkten). Auch die Anlageinvestitionen konnten insgesamt etwas zulegen: Insbesondere in Ausrüstungen – darunter fallen hauptsächlich Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge – wurde mehr investiert als im Vorquartal (+1,7%). Die Bauinvestitionen gingen dagegen im Berichtsquartal etwas zurück (–0,9%), was nach dem außergewöhnlich starken Anstieg (+7,0%) zum Jahresbeginn – der allerdings zum Teil auf witterungsbedingte Nachholeffekte zurückzuführen war – nicht überraschte. Der inländische Konsum dämpfte im zweiten Quartal 2011 ebenfalls das Wirtschaftswachstum im Vorquartalsvergleich: Die Konsumausgaben des Staates waren zwar leicht im Plus (+0,2%), die privaten Konsumausgaben (–0,7%) gingen jedoch erstmals seit dem Krisenjahr 2009 zurück. Diese Konsumzurückhaltung ist unter anderem im Zusammenhang mit gestiegenen Energiepreisen sowie Sondereffekten wie der Verunsicherung der Konsumenten wegen der internationalen Schuldenkrise zu sehen. [...]

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Wiesbaden, 01.09.2011

Schienengüterverkehr

Destatis: Schienengüterverkehr


Destatis: Schienengüterverkehr nimmt im ersten Halbjahr 2011 um 8,1% zu

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 wurden auf dem deutschen Schienennetz Güter mit einem Gesamtgewicht von 188,0 Millionen Tonnen befördert. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, entspricht dies im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010 einer Zunahme von 8,1%. Das Vorkrisenniveau des ersten Halbjahrs 2008, als die Transportmenge im Schienengüterverkehr bei 189,8 Millionen Tonnen lag, wurde damit fast wieder erreicht. Im bisherigen Jahresverlauf hat sich die Zunahme allerdings abgeschwächt: Während in den ersten drei Monaten der Zuwachs gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum noch bei 10,6% lag, ist das Transportvolumen von April bis Juni nur noch um 5,8% gestiegen.

Zum Anstieg im ersten Halbjahr 2011 trug maßgeblich der Binnenverkehr mit einer Zunahme von 9,4% bei: Mit 127,8 Millionen Tonnen lag die Transportmenge hier deutlich über dem 1. Halbjahr 2008 (118,4 Milli­onen Tonnen). Die zweitwichtigste Hauptverkehrsverbindung, der Empfang aus dem Ausland, stieg ebenfalls überdurchschnittlich um 8,6%, blieb aber noch hinter der im ersten Halbjahr 2008 erreichten Menge zurück. Gleiches gilt auch für den grenzüberschreitenden Versand, der um 5,5% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zunahm. Der Durch­gangsverkehr ging um 5,5% zurück.

Nach Güterarten legte der Transport von Erzen, Steinen, Erden und sonstigen Bergbauerzeugnissen (+20,9%) am stärksten zu. Zweistellige Zuwächse wurden auch für sonstige Produkte (+13,3%) sowie Metalle und Metallerzeugnisse verzeichnet (+13,1%). Diese drei Güterarten erbrachten 55% des Gesamttransportes. Für alle anderen Güterarten wurden unterdurchschnittliche Zuwächse beziehungsweise Rückgänge beobachtet. Wie schon im ersten Quartal 2011 erfolgte die Ausweisung der Güterarten nach der neuen Güterklassifikation NST-2007.

Die erbrachte tonnenkilometrische Leistung, die neben der absoluten Transportmenge auch den auf dem deutschen Schienennetz zurückgelegten Weg berücksichtigt, hat sich mit +8,5% ähnlich wie die Transportmenge entwickelt, liegt aber mit 56,9 Milliarden Tonnenkilometer noch unter dem Vorkrisenniveau des ersten Halbjahrs 2008.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Wiesbaden, 31.08.2011

Einzelhandel

Destatis: Einzelhandel


Destatis: Einzelhandelsumsatz im Juli 2011 real um 1,6% gesunken

Die deutschen Einzelhandelsunternehmen setzten im Juli 2011 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nominal 0,4% und real 1,6% weniger um als im Juli 2010. Allerdings hatte der Juli 2011 mit 26 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Juli 2010. Im Vergleich zum Juni 2011 ist der Umsatz im Juli 2011 bereinigt um Kalender- und Saisonschwankungen (Verfahren Census X-12-ARIMA) nominal um 0,2% gesunken; real wurde genauso viel wie im Juni 2011 abgesetzt.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Juli 2011 nominal 1,6% und real 3,5% weniger um als im Juli 2010. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten nominal um 1,6% und real um 3,5% niedriger als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde nominal 1,6% und real 3,8% weniger als im Juli 2010 umgesetzt.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze im Juli 2011 nominal (+0,5%) und real (+0,2%) höher als im Vorjahresmonat. Hier erzielten drei der Unterbranchen nominal und real höhere Umsätze als im Juli 2010.

Unternehmen, die den größten Teil ihrer Waren über das Internet- und den Versandhandel vertreiben, hatten mit nominal +6,5% und real +5,5% die höchsten Umsatzzuwächse gegenüber dem Vorjahresmonat.

Von Januar bis Juli 2011 setzte der deutsche Einzelhandel nominal 2,5% und real 1,0% mehr um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

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Wiesbaden, 26.08.2011

Import

Destatis: Importpreise


Destatis: Importpreise Juli 2011: + 7,5 % gegenüber Juli 2010

Der Index der Einfuhrpreise lag im Juli 2011 um 7,5% über dem Vorjahresstand. Im Juni 2011 hatte die Jahresveränderungsrate +6,5% und im Mai +8,1% betragen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg der Einfuhrpreisindex im Juli 2011 gegenüber dem Vormonat Juni 2011 um 0,8%.

Importierte Energie war im Juli 2011 um 28,2% teurer als im Juli 2010. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise für Energieträger um 3,6%. Mineralölerzeugnisse waren im Vergleich zum Juli 2010 um 35,1% teurer (+3,4% gegenüber Juni 2011). Für importiertes Rohöl musste binnen Jahresfrist 31,6% mehr bezahlt werden (+3,9% gegenüber Juni 2011). Die Erdgaspreise lagen um 23,8% über denen des Vorjahresmonats (+4,9% gegenüber Juni 2011).

Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im Juli 2011 um 4,3% über dem Stand von Juli 2010 (+0,3% gegenüber Juni 2011).

Im Bereich der Metalle und ihrer Rohstoffe waren Nicht-Eisen-Metallerze um 19,9% teurer als im Juli 2010 (+5,3% gegenüber Juni 2011). Für Eisenerz mussten deutsche Importeure 16,0% mehr zahlen als im Juli 2010. Im Vergleich zu Juni 2011 kostete Eisenerz 0,1% mehr. Die Importpreise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen lagen im Juli 2011 um 4,6% über dem Niveau des Vorjahresmonats, gegenüber Juni 2011 fielen sie um 1,6%. Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug waren im Juli 2011 im Vergleich zu Juli 2010 um 16,5% teurer (+2,0% gegenüber Juni 2011). Die Rohkupferpreise lagen um 25,4% über denen des Vorjahres (+6,3% gegenüber Juni 2011). Rohaluminium war gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 13,0% teurer, verbilligte sich aber gegenüber Juni 2011 um 1,1%.

Im Bereich der chemischen Erzeugnisse waren vor allem Düngemittel (+37,4%) und Kunststoffe in Primärformen (+8,5%) teurer als im vergleichbaren Vorjahresmonat. Gegenüber Juni 2011 stiegen die Preise für Düngemittel um 1,5%, die Preise für Kunststoffe fielen dagegen um 2,4%.

Im Nahrungsmittelsektor lag der Einfuhrpreisindex für Getreide im Juli 2011 um 29,5% höher als im Juli 2010 (–0,9% gegenüber Juni 2011). Rohkaffee kostete 28,9% mehr als im Juli 2010 (–3,7% gegenüber dem Vormonat). Geflügelfleisch war um 15,6% teurer als im Juli 2010 (+0,7% gegenüber Juni 2011), der Einfuhrpreisindex für Rindfleisch lag um 12,2% höher als vor einem Jahr (+0,4% gegenüber Juni 2011). Die Preise für importierte Milch und Milcherzeugnisse lagen im Juli 2011 im Vergleich zum Juli 2010 um 8,6% höher (+0,5% gegenüber Juni 2011).

Der Index der Ausfuhrpreise lag im Juli 2011 um 3,7% über dem Stand von Juli 2010. Im Juni 2011 hatte die Jahresveränderungsrate +3,4% und im Mai +3,8% betragen. Gegenüber dem Vormonat Juni 2011 stieg der Ausfuhrpreisindex im Juli 2011 um 0,3%.

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München, 26.08.2011

Kredithürde

ifo: Kredithürde


ifo: Kredithürde unverändert niedrig

Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands verharrt im August zum zweiten Mal in Folge auf niedrigem Niveau. Lediglich 21,4% der befragten Unternehmen bewerten die Kreditvergabepolitik der Banken als restriktiv. Das sind 0,1 Prozentpunkte weniger als im August. Durch die entgegenkommende Kreditpolitik der Banken finden die Unternehmen in Deutschland weiterhin ein günstiges Finanzierungsumfeld vor.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist die Kredithürde für die großen Unternehmen nochmals deutlich gesunken. 17,0% der großen Firmen gaben an, die Kreditvergabe der Banken sei restriktiv. Das sind 1,7 Prozentpunkte weniger als im Juli. Für die mittelgroßen Betriebe ist die Kredithürde dagegen um 0,9 Prozentpunkte gestiegen, auf nunmehr 18,2%. Nahezu unverändert ist der Anteil der kleinen Unternehmen die über einen schwierigen Kreditzugang klagen. Ihr Anteil hat um 0,1 Prozentpunkte auf 21,9% abgenommen.

Im Bauhauptgewerbe ist die Kredithürde um 0,8 Prozentpunkte auf 29,2% gestiegen. Dagegen berichten die Befragungsteilnehmer im Handel seltener über einen beschränkten Kreditzugang. Die Kredithürde hat um 0,4 Prozentpunkte auf 20,9% abgenommen.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München

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Wiesbaden, 25.08.2011

EU-Intrahandel

Destatis: Intrahandel


Destatis: Zahl der im Intrahandel tätigen Unternehmen gestiegen

Im Laufe des Jahres 2010 haben in Deutschland circa 600.000 Unternehmen Waren aus anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) bezogen oder in andere EU-Mitgliedstaaten geliefert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hat sich die Zahl der im Intrahandel tätigen Unternehmen gegenüber dem Vorjahr damit um etwa 20.000 erhöht. Fast 500.000 Unternehmen führten Waren aus anderen EU-Mitgliedstaaten ein, rund 250.000 Unternehmen waren als Exporteure tätig.

38 Unternehmen erzielten im Intrahandel jeweils einen Exportumsatz von mehr als einer Milliarde Euro. Im Vorjahr hatten 31 Unternehmen diese Schwelle übertroffen. Der wertmäßige Anteil dieser Unternehmen an den Gesamtausfuhren lag 2010 bei 26,6% (2009: 25,3%). Bei den Wareneingängen erreichten 43 Unternehmen einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro. Sie hatten damit wie im Vorjahr einen Anteil von 22% an den Gesamteinfuhren aus anderen EU-Mitgliedstaaten.

Bei den Versendungen in die EU hatten knapp 5.800 Unternehmen im Jahr 2010 einen Umsatz von jeweils mehr als 10 Millionen Euro. Damit erreichten beim EU-Exportgeschäft 2,3% aller Unternehmen einen wertmäßigen Anteil von 83,6% an den Gesamtexporten in die EU.

Rund 5.200 Unternehmen in Deutschland hatten Eingänge von jeweils mehr als 10 Millionen Euro mit einem Gesamtwert von knapp 410 Milliarden Euro. Damit entfiel auf ein Prozent aller deutschen Unternehmen, die Waren aus der EU bezogen, ein wertmäßiger Anteil von 80% an den gesamten deutschen EU-Einfuhren.

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Wiesbaden, 25.08.2011

Baugewerbe

Destatis: Baugewerbe


Destatis: Aufträge im Bauhauptgewerbe im Juni 2011: real –0,7% zum Vorjahr

Im Juni 2011 sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Juni 2010 preisbereinigt um 0,7% gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, nahm dabei die Baunachfrage im Hochbau um 3,6% zu, im Tiefbau dagegen um 5,0% ab.

Der Gesamtumsatz belief sich im Juni 2011 auf rund 7,9 Milliarden Euro. Er sank damit gegenüber Juni 2010 um 2,6%. Ende Juni 2011 waren in den Betrieben des Hoch- und Tiefbaus 722 000 Personen tätig; das waren etwa 7.200 Personen weniger als ein Jahr zuvor (–0,7%).

In den ersten sechs Monaten 2011 stiegen die Auftragseingänge des Bauhauptgewerbes preisbereinigt um 4,2% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes betrug im Zeitraum Januar bis Juni 2011 rund 38,2 Milliarden Euro und lag damit um 15,3% über dem Niveau der ersten sechs Monate 2010. Die Zahl der tätigen Personen ist in diesem Zeitraum um durchschnittlich 0,4% gestiegen.

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München, 24.08.2011

ifo Geschäftsklimaindex

ifo: Geschäftsklimaindex


ifo: Geschäftsklima erheblich abgekühlt

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im August deutlich gesunken. Die Unternehmen haben ihre Erwartungen an den Geschäftsverlauf im kommenden halben Jahr stark zurückgeschraubt. Ihre aktuelle Geschäftslage bewerten die Firmen weiterhin vorwiegend als gut, allerdings war die Situation in den vergangenen Monaten noch merklich günstiger. Die deutsche Wirtschaft kann sich den weltweiten Turbulenzen nicht entziehen.

Im Verarbeitenden Gewerbe hat der Geschäftsklimaindex erneut nachgegeben. Die aktuelle Geschäftslage stufen die Firmen nicht mehr ganz so häufig als gut ein. Ihre Geschäftsaussichten für das kommende halbe Jahr bewerten die Unternehmen wesentlich zurückhaltender als bisher. Die Erwartungen an das Exportgeschäft haben sie weiter reduziert. Die Personalplanungen sehen nach wie vor eine Aufstockung der Mitarbeiterzahl vor, sie sind aber nicht mehr so expansiv wie in den vergangenen Monaten.

Abgekühlt hat sich auch das Geschäftsklima im Einzelhandel und noch stärker im Großhandel. In beiden Handelsstufen wird die Geschäftslage nicht mehr so positiv eingeschätzt wie im vergangenen Monat. Der Optimismus der Handelsunternehmen hinsichtlich der Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten ist weitgehend gewichen.

Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima ebenfalls eingetrübt. Die Unternehmen sind mit ihrer Geschäftssituation nicht mehr so zufrieden wie bislang. Auch bezüglich der Entwicklung in der nächsten Zeit sind die befragten Baubetriebe zurückhaltender als im Juli.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München

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München, 17.08.2011

Weltwirtschaftsklima

ifo: Weltwirtschaftsklima


ifo: Weltwirtschaftsklima verschlechtert

Das ifo Weltwirtschaftsklima hat sich im dritten Quartal eingetrübt, nachdem es sich in den ersten beiden Quartalen verbessert hatte. Die Verschlechterung betraf gleichermaßen die Einschätzungen zur gegenwärtigen Lage als auch die Erwartungen für die nächsten sechs Monate. Trotz der Eintrübung bleiben beide Komponenten jedoch im positiven Bereich. Der konjunkturelle Aufschwung der Weltwirtschaft ist ins Stocken geraten.

Der Wirtschaftsklimaindikator ist in Nordamerika deutlich unter seinen langfristigen Durchschnitt gesunken, hauptsächlich aufgrund der spürbar negativeren Einschätzung der gegenwärtigen Wirtschaftslage. Die Erwartungen für die nächsten sechs Monate trübten sich leicht ein. In Asien blieb der Wirtschaftsklimaindikator trotz eines weiteren Rückgangs sowohl der Lage, als auch der Erwartungen leicht über dem langjährigen Durchschnittswert. In Westeuropa ist der Wirtschaftsklimaindikator erstmals seit Anfang 2009 gesunken und zwar überwiegend aufgrund der merklich weniger positiveren Erwartungen. Die aktuelle Wirtschaftslage hat sich dagegen nach Ansicht der WES-Experten geringfügig verschlechtert, wird aber weiterhin insgesamt als günstig beurteilt.

Die Inflationserwartungen sind weltweit leicht gestiegen. Es wird in diesem Jahr mit einem Preisanstieg von 4,0% im Weltdurchschnitt gerechnet, während im Vorquartal noch von einem Anstieg um 3,8% ausgegangen worden war. Im Vergleich zur Umfrage im April erwarten im Durchschnitt zwar weniger WES-Experten, aber immer noch der überwiegende Teil steigende Zinsen im Laufe der nächsten sechs Monate.

Nach Ansicht der WES-Experten sind der US-Dollar sowie das britische Pfund im Weltdurchschnitt angemessen bewertet. Der Euro und der Yen dagegen erscheinen etwas überbewertet. Im weltweiten Durchschnitt wird mit einem weiteren Wertverlust des US-Dollars im Laufe der nächsten sechs Monate gerechnet.

Hans-Werner Sinn,
Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München

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Wiesbaden, 16.08.2011

Bruttoinlandsprodukt (BIP)

Destatis: BIP


Destatis: Bruttoinlandsprodukt im 2. Quartal 2011 nur leicht im Plus

Die Dynamik der deutschen Wirtschaft hat sich nach dem schwungvollen Jahresauftakt deutlich abgekühlt: Im zweiten Vierteljahr 2011 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – preis-, saison- und kalenderbereinigt – lediglich um 0,1% höher als im ersten Vierteljahr, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Das Ergebnis für das erste Quartal 2011 wurde leicht nach unten korrigiert auf nun +1,3%.

Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) von den Exporten und den Investitionen. Die Importe stiegen im zweiten Quartal 2011 allerdings kräftiger als die Exporte. Dieser starke Anstieg der Importe bewirkte einerseits einen vermehrten Vorratsaufbau. Andererseits führte dies dazu, dass sich der Außenbeitrag insgesamt negativ auf die Wirtschaftsentwicklung auswirkte. Auch die privaten Konsumausgaben und die Bauinvestitionen bremsten die deutsche Wirtschaft im zweiten Vierteljahr 2011.

Im Vorjahresvergleich hat die Wirtschaftsleistung dagegen wiederum deutlich zugelegt: Das preisbereinigte BIP stieg im zweiten Quartal 2011 gegenüber dem zweiten Quartal 2010 um 2,8% (kalenderbereinigt: +2,7%).
Die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal 2011 wurde nach ersten vorläufigen Berechnungen von 41,0 Millionen Erwerbstätigen im Inland erbracht, das waren 553.000 Personen oder 1,4% mehr als ein Jahr zuvor. [...]

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Wiesbaden, 11.08.2011

Großhandelspreise

Destatis: Großhandel


Destatis: Großhandelspreise Juli 2011: +8,2% gegenüber Juli 2010

Der Index der Großhandelsverkaufspreise lag im Juli 2011 um 8,2% über dem Stand von Juli 2010. Im Juni 2011 hatte die Jahresveränderungsrate +8,5% betragen, im Mai +8,9%. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sank der Großhandelsverkaufspreisindex im Juli 2011 gegenüber dem Vormonat Juni 2011 um 0,6%.

Verglichen mit Juli 2010 waren auf Großhandelsebene im Juli 2011 insbesondere Getreide, Saatgut und Futtermittel deutlich teurer (+43,4%). Gegenüber Juni 2011 fielen die Preise für diese Produkte um 11,6%.

Der Großhandelspreisindex für Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze lag im Juli 2011 um 32,3% über dem Niveau von Juli 2010 (+1,7% gegenüber Juni 2011). Die Preise für Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette waren um 8,1% höher als im Juli 2010 (+1,1% gegenüber Juni 2011). Obst, Gemüse und Kartoffeln waren auf Großhandelsebene um 3,9% teurer als ein Jahr zuvor (+2,0% gegenüber dem Vormonat).

Im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen lag das Preisniveau im Juli 2011 um 16,2% über dem von Juli 2010. Verglichen mit dem Vormonat Juni 2011 verbilligten sich die in diesem Bereich gehandelten Produkte um 1,1%. Die Preise für Erze, Metalle und Metallhalbzeug lagen im Juli 2011 auf Großhandelsebene um 8,0% über denen von Juli 2010. Gegenüber dem Vormonat Juni 2011 fielen sie um 0,6%.

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München, 10.08.2011

Wirtschaftsklima Euroraum

ifo: Wirtschaftsklima


Euroraum: ifo Wirtschaftsklima eingetrübt

Der ifo Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum ist im dritten Quartal das erste Mal seit Anfang 2009 wieder gesunken und liegt nur noch knapp über seinem langfristigen Durchschnitt. Die Beurteilungen zur aktuellen Lage sind gegenüber dem zweiten Quartal 2011 etwas weniger positiv. Vor allem jedoch schwächten sich die Erwartungen für die nächsten sechs Monate spürbar ab. Die Konjunktur im Euroraum gerät in schwierigeres Fahrwasser.

Die aktuelle Wirtschaftslage wurde in Deutschland weiterhin als hervorragend, in Österreich, Finnland und Estland als gut und in Belgien als günstig beurteilt. In Frankreich, den Niederlanden und der Slowakei wird die derzeitige wirtschaftliche Situation von den WES-Experten als zufriedenstellend angesehen. Die allgemeine wirtschaftliche Lage verschlechterte sich vor allem in Zypern. Hier wird sie nun ähnlich wie in Italien als ungünstig angesehen. In Irland, Spanien und Portugal beurteilten die Wirtschaftsexperten die derzeitige wirtschaftliche Situation noch schlechter als in der Vorquartalsumfrage und damit als sehr schwach. Griechenland erhielt erneut die schlechteste Bewertung auf der WES Skala.

Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate sind im Euroraum im Durchschnitt merklich weniger zuversichtlich als in der vorangegangenen Erhebung. In vielen Ländern wird mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation gerechnet. Die Erwartungen in Spanien, Irland und Frankreich dagegen zeigen vermehrt nach oben. In den osteuropäischen Euro- Mitgliedsländern (Estland, Slowakei und Slowenien) sind die Perspektiven unverändert zuversichtlich.

Die Inflationserwartungen sind leicht gestiegen. Auf Jahressicht wird im Euroraum nun eine Preissteigerungsrate von 2,6% erwartet. Nicht mehr ganz so viele WES-Experten wie bei der vorangegangenen Umfrage gehen von steigenden Zinsen im Laufe der nächsten sechs Monate aus. Der Euro gilt gegenüber dem US-Dollar derzeit als etwas überbewertet. Im Laufe der nächsten sechs Monate wird dennoch mit einem weiteren Wertverlust der amerikanischen Leitwährung gegenüber dem Euro gerechnet.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München

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Wiesbaden, 10.08.2011

Inflationsrate

Destatis: Verbraucherpreise


Destatis: Verbraucherpreise Juli 2011: +2,4% gegenüber Juli 2010

Der Verbraucherpreisindex für Deutschland lag im Juli 2011 um 2,4% höher als im Juli 2010. Damit verharrt die Inflationsrate bereits ein halbes Jahr über der Zwei-Prozent-Marke. Im Mai und Juni 2011 hatte die Inflationsrate jeweils bei 2,3% gelegen. Im Vergleich zum Vormonat Juni 2011 stieg der Verbraucherpreisindex um 0,4%. Das Statistische Bundesamt (Destatis) bestätigt damit sein vorläufiges Ergebnis für Juli 2011.

Die Inflationsrate wurde im Juli 2011 maßgeblich durch weiter steigende Energiepreise (Kraftstoffe und Haushaltsenergie) bestimmt. Energie verteuerte sich im Juli 2011 insgesamt um 10,6% gegenüber Juli 2010. Vor allem die Kraftstoffpreise lagen mit +12,3% deutlich über dem Vorjahresniveau. Auch Haushaltsenergie war teurer als ein Jahr zuvor (+9,8%; darunter leichtes Heizöl: +25,6%; Umlage für Zentralheizung, Fernwärme: +8,8%; Strom: +7,4%). Ohne Berücksichtigung der Energie hätte die Inflationsrate im Juli 2011 nur bei +1,5% gelegen. [...]

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Wiesbaden, 09.08.2011

Insolvenzen

Destatis: Insolvenzen


Destatis: 3,0% weniger Unternehmensinsolvenzen im Mai 2011

Im Mai 2011 meldeten die deutschen Amtsgerichte 2.611 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 3,0% weniger als im Mai 2010. Damit lag zum neunten Mal in Folge die Zahl der Unternehmensinsolvenzen niedriger als im entsprechenden Vorjahresmonat.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen war im Mai 2011 mit 9.383 Fällen um 9,7% höher als im Mai 2010. Einen Anstieg der Verbraucherinsolvenzen gab es zuletzt im Januar 2011 mit einer Zunahme von 2,3%. Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen summierte sich die Gesamtzahl der Insolvenzen im Mai 2011 auf insgesamt 14.375 Fälle, das waren 6,7% mehr als im Mai des Vorjahres.

Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für den Mai 2011 auf rund 3,5 Milliarden Euro, das entspricht der Summe des Vorjahresmonats.

In den Monaten Januar bis Mai 2011 wurden 12 727 Insolvenzen von Unternehmen (–7,2% gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum) und 43.602 Insolvenzen von Verbrauchern (–2,2%) gemeldet. Insgesamt registrierten die Gerichte 67.476 Insolvenzen, das waren 3,8% weniger als in den Monaten Januar bis Mai 2010.

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Wiesbaden, 09.08.2011

Export

Destatis: Export


Destatis: Deutsche Ausfuhren im Juni 2011: +3,1% gegenüber Juni 2010

Im Juni 2011 wurden von Deutschland Waren im Wert von 88,3 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 75,6 Milliarden Euro eingeführt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Ausfuhren im Juni 2011 um 3,1% und die Einfuhren um 6,0% höher als im Juni 2010. Im Vormonatsvergleich war die Entwicklung von Aus- und Einfuhren kalender- und saisonbereinigt gegenläufig: Während die Ausfuhren gegenüber Mai 2011 um 1,2% sanken, nahmen die Einfuhren um 0,3% zu.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Juni 2011 mit einem Überschuss von 12,7 Milliarden Euro ab. Im Juni 2010 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 14,3 Milliarden Euro betragen. Der Außenhandelsbilanzüberschuss lag im Juni 2011 kalender- und saisonbereinigt bei 11,5 Milliarden Euro.

Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen (–1,1 Milliarden Euro), Erwerbs- und Vermögenseinkommen (+4,6 Milliarden Euro), laufende Übertragungen (–2,9 Milliarden Euro) sowie Ergänzungen zum Außenhandel (–1,4 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im Juni 2011 mit einem Überschuss von 11,9 Milliarden Euro ab. Im Juni 2010 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 13,4 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Juni 2011 Waren im Wert von 54,0 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 50,0 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber Juni 2010 stiegen die Versendungen in die EU-Länder um 4,3% und die Eingänge aus diesen Ländern um 11,4%. In die Länder der Eurozone wurden im Juni 2011 Waren im Wert von 36,9 Milliarden Euro (+4,7%) geliefert und Waren im Wert von 35,9 Milliarden Euro (+12,6%) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Juni 2011 Waren im Wert von 17,1 Milliarden Euro (+3,6%) ausgeführt und Waren im Wert von 14,1 Milliarden Euro (+8,5%) von dort eingeführt.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Juni 2011 Waren im Wert von 34,3 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 25,6 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Juni 2010 nahmen die Exporte in die Drittländer um 1,3 % zu und die Importe von dort um 3,1% ab.

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Wiesbaden, 08.08.2011

Verarbeitendes Gewerbe

Destatis: Verarbeitendes Gewerbe


Destatis: Verarbeitendes Gewerbe Juni 2011: Umsatz saisonbereinigt + 0,1 % zum Vormonat

Der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vor­läufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juni 2011 saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,1% höher als im Mai 2011 (nach –0,9% im Mai 2011 gegenüber April 2011). Dabei erhöhte sich der Inlandsumsatz um 0,2%, die Umsätze mit ausländischen Abnehmern verzeichneten dagegen einen Rückgang um 0,1%. Bezogen auf die Absatzrichtung des Auslandsgeschäfts fiel der Umsatz mit der Eurozone um 0,9%, während sich der Umsatz mit dem restlichen Ausland um 0,6% erhöhte.

Innerhalb der umsatzmäßig wichtigsten Wirtschaftszweige stieg der Umsatz im Juni 2011 preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt am stärksten bei den Herstellern von Nahrungs- und Futtermitteln, und zwar um 8,3% gegenüber Mai 2011. Dabei erhöhten sich sowohl der Inlandsumsatz (+9,4%) als auch der Auslandsumsatz (+4,3%). Ebenfalls eine positive Entwicklung gab es im Maschinenbau (+4,5%). Hier fiel zwar der Inlandsumsatz um 3,6%, der Auslandsumsatz nahm jedoch um 9,9% zu. Den stärksten Umsatzrückgang gegenüber dem Vormonat gab es bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen mit –5,1% (Inland –1,3%, Ausland –7,3%).

Im Vergleich zum Juni 2010 lag der preis- und arbeitstäglich bereinigte Umsatz des Verarbeitenden Gewerbes im Juni 2011 um 6,2% höher. Das Geschäft mit inländischen Abnehmern stieg in diesem Zeitraum um 5,6%, der Auslandsumsatz um 6,8%. Dabei erhöhten sich der Absatz in die Eurozone um 5,8% und der Umsatz im Geschäft mit dem restlichen Ausland um 7,6%.

Im ersten Halbjahr 2011 lag das (arbeitstäglich bereinigte) reale Umsatzvolumen im Verarbeitenden Gewerbe um 9,7% über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Das Inlandsgeschäft stieg dabei um 8,2% und der Auslandsumsatz um 11,4%.

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Wiesbaden, 29.07.2011

Großhandel

Destatis: Großhandel


Destatis: Großhandelsumsatz im 2. Quartal 2011 real um 1,2 % gestiegen

Die deutschen Großhandelsunternehmen setzten im zweiten Quartal 2011 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nominal 8,2 % und real 1,2 % mehr um als im zweiten Quartal 2010.

Der Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren und Maschinen (Produktionsverbindungs-handel), der ein Indikator für die Industrieproduktion und den Export ist, steigerte den Umsatz im zweiten Quartal 2011 nominal um 10,7 % und real um 1,2 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Auch im Großhandel mit Konsumgütern (Konsumtionsverbindungshandel) lagen die Umsätze nominal (+ 4,8 %) und real (+ 1,0 %) über denen des zweiten Quartals 2010.

Im ersten Halbjahr 2011 verbuchte der Großhandel in Deutschland ein Umsatzplus von nominal 11,0 % und real 3,1 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

München, 28.07.2011

Kredithürde

ifo: Kredithürde


ifo: Kreditbedingungen unverändert günstig

Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands steht im Juli nahezu unverändert niedrig. 21,5% der befragten Unternehmen bewerten die Kreditvergabepolitik der Banken als restriktiv. Das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als im Juni. Die niedrige Kredithürde zeigt, dass die Unternehmen in Deutschland von günstigen Kreditbedingungen profitieren.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist die Kredithürde erneut gesunken. Sowohl die großen als auch die mittelgroßen Unternehmen klagen noch seltener über schwierige Kreditverhandlungen als bisher. Der Anteil der Firmen, die die Kreditpolitik der Banken als restriktiv einstuft, hat bei den großen Betrieben um 0,4 Prozentpunkte auf 18,7% und bei den mittelgroßen Betrieben um 1,0 Prozentpunkte auf 17,3% abgenommen. Bei den kleinen Unternehmen ist die Kredithürde im unverändert bei 22,0%.

Auch im Bauhauptgewerbe berichten die Befragungsteilnehmer seltener über einen beschränkten Kreditzugang. Die Kredithürde hat um 1,5 Prozentpunkte auf 28,4% abgenommen. Einzig im Handel ist die Kredithürde im Juli gestiegen. Sie hat sich hier um 1,1 Prozentpunkte auf 21,3% erhöht.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München

Zur Pressemitteilung des ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V.

Wiesbaden, 27.07.2011

Import

Destatis: Import


Destatis: Importpreise Juni 2011: +6,5% gegenüber Juni 2010

Der Index der Einfuhrpreise lag im Juni 2011 um 6,5% über dem Vorjahresstand. Im Mai 2011 hatte die Jahresveränderungsrate +8,1% und im April +9,4% betragen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, fiel der Einfuhrpreisindex im Juni 2011 gegenüber dem Vormonat Mai 2011 um 0,6%.

Importierte Energie war im Juni 2011 um 23,8% teurer als im Juni 2010. Gegenüber dem Vormonat fielen die Preise für Energieträger um 1,8%. Rohöl wies mit +26,5% die höchste Jahresveränderungsrate in diesem Bereich auf (–2,5% gegenüber Mai 2011). Die Erdgaspreise lagen um 23,5% über denen des Vorjahresmonats (–0,4% gegenüber Mai 2011). Mineralölerzeugnisse waren im Vergleich zum Juni 2010 um 23,2% teurer (–1,7% gegenüber Mai 2011).

Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im Juni 2011 um 4,0% über dem Stand von Juni 2010 (–0,4% gegenüber Mai 2011).

Im Bereich der Metalle und ihrer Rohstoffe war Eisenerz um 26,2% teurer als im Juni 2010 (keine Veränderung gegenüber Mai 2011). Für Nicht-Eisen-Metallerze mussten deutsche Importeure 10,8% mehr zahlen als im Juni 2010. Im Vergleich zu Mai 2011 kosteten Nicht-Eisen-Metallerze 0,6% weniger. Die Importpreise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen lagen im Juni 2011 um 6,3% über dem Niveau des Vorjahresmonats, gegenüber Mai 2011 fielen sie um 1,8%. Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug waren im Juni 2011 im Vergleich zu Juni 2010 um 11,0% teurer, verbilligten sich aber wie das importierte Basismaterial gegenüber Mai 2011 (–0,7%). Die Rohkupferpreise lagen um 16,4% über denen des Vorjahres (+1,0% gegenüber Mai 2011). Rohaluminium war gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 12,9% teurer (+0,2% gegen­über Mai 2011).

Im Bereich der chemischen Erzeugnisse waren vor allem Düngemittel (+38,7%) und Kunststoffe in Primärformen (+12,0%) teurer als im vergleichbaren Vorjahresmonat. Gegenüber Mai 2011 stiegen die Preise für Düngemittel (+1,5%), die Preise für Kunststoffe fielen um 1,3%.
Im Nahrungsmittelsektor lag der Einfuhrpreisindex für Getreide im Juni 2011 um 48,1% höher als im Juni 2010 (–7,8% gegenüber Mai 2011). Rohkaffee kostete 38,8% mehr als im Juni 2010 (–2,5% gegenüber dem Vormonat). Geflügelfleisch war 17,5% teurer als im Juni 2010 (+1,6% gegenüber Mai 2011). Die Preise für importierte Milch und Milcherzeugnisse lagen im Juni 2011 im Vergleich zum Juni 2010 um 9,4% höher (+0,6% gegenüber Mai 2011). Für Rindfleisch war binnen Jahresfrist 8,7% mehr zu bezahlen (–2,6% gegenüber Mai 2011).

Der Index der Ausfuhrpreise lag im Juni 2011 um 3,4% über dem Stand von Juni 2010. Im Mai 2011 hatte die Jahresveränderungsrate +3,8% und im April +4,2% betragen. Gegenüber dem Vormonat Mai 2011 veränderte sich der Ausfuhrpreisindex im Juni 2011 nicht.

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München, 22.07.2011

ifo Geschäftsklimaindex

ifo: Geschäftsklimaindex


ifo: Geschäftsklimaindex gesunken

Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im Juli merklich verschlechtert, nachdem es sich im Vormonat aufgehellt hatte. Die Unternehmen sind mit ihrer aktuellen Geschäftslage nicht mehr ganz so zufrieden. Ihre Einschätzung ist aber genauso günstig wie während des Frühjahrs. Wenngleich die Geschäftserwartungen nach unten weisen, sonnt sich die deutsche Wirtschaft noch immer in einem Sommerhoch.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex gesunken. Bei der Lagebeurteilung zeigt sich trotz eines kleinen Rückgangs noch keine Tendenzveränderung, doch die Erwartungen schwächen sich deutlich ab. Im Auslandsgeschäft rechnen die Firmen mit geringeren Zuwächsen als in den vergangenen Monaten. Die Geräteauslastung ist derzeit etwas höher als im Frühjahr. Nach wie vor wollen die Unternehmen mehr Personal einstellen.

Eingetrübt hat sich auch das Geschäftsklima im Einzelhandel und im Großhandel. Im Großhandel beurteilen die Befragungsteilnehmer sowohl ihre derzeitige Geschäftssituation als auch ihre Geschäftsaussichten als nicht mehr ganz so günstig wie im Vormonat. Die Einzelhändler sind mit ihrer momentanen Geschäftslage ebenfalls nicht mehr so zufrieden wie bislang. Ihre Geschäftsperspektiven schätzen sie aber wieder als etwas besser ein.

Einzig im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima weiter verbessert. Die Tendenz der Lagebeurteilung ist eindeutig nach oben gerichtet. Hinsichtlich der Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr sind die befragten Bauunternehmen ähnlich zuversichtlich wie im Juni.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München

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Wiesbaden, 21.07.2011

Bauhauptgewerbe

Destatis: Baugewerbe


Destatis: Aufträge im Bauhauptgewerbe im Mai 2011: real + 13,8% zum Vorjahr

Im Mai 2011 stiegen die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Mai 2010 preisbereinigt um 13,8%. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, nahm dabei die Baunachfrage im Hochbau um 28,1% und im Tiefbau um 0,5% zu.

Der Gesamtumsatz belief sich im Mai 2011 auf rund 8,4 Milliarden Euro und stieg damit gegenüber Mai 2010 um 19,0%. Ende Mai 2011 waren in den Betrieben des Hoch- und Tiefbaus 717.000 Personen tätig; das waren etwa 5.600 Personen weniger als ein Jahr zuvor (–0,8%).

In den ersten fünf Monaten 2011 stiegen die Auftragseingänge des Bauhauptgewerbes preisbereinigt um 5,5% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes betrug im Zeitraum Januar bis Mai 2011 30,3 Milliarden Euro und lag damit um 21,0% über dem Niveau der ersten fünf Monate 2010. Die Zahl der tätigen Personen ist in diesem Zeitraum um durchschnittlich 0,6% gestiegen.

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Wiesbaden, 08.07.2011

Export

Destatis: Export


Destatis: Deutsche Ausfuhren im Mai 2011: +19,9% zum Mai 2010

Im Mai 2011 wurden von Deutschland Waren im Wert von 92,1 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 77,3 Milliarden Euro eingeführt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Ausfuhren im Mai 2011 um 19,9% und die Einfuhren um 15,6% höher als im Mai 2010. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Ausfuhren gegenüber April 2011 um 4,3% und die Einfuhren um 3,7% zu.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Mai 2011 mit einem Überschuss von 14,8 Milliarden Euro ab. Im Mai 2010 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 9,9 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss im Mai 2011 bei 12,8 Milliarden Euro.

Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen (–0,5 Milliarden Euro), Erwerbs- und Vermögenseinkommen (–5,5 Milliarden Euro), laufende Übertragungen (–1,1 Milliarden Euro) sowie Ergänzungen zum Außenhandel (–0,7 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im Mai 2011 mit einem Überschuss von 6,9 Milliarden Euro ab. Im Mai 2010 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 3,1 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Mai 2011 Waren im Wert von 54,5 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 49,3 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber Mai 2010 stiegen die Versendungen in die EU-Länder um 17,4% und die Eingänge aus diesen Ländern um 16,4%. In die Länder der Eurozone wurden im Mai 2011 Waren im Wert von 36,8 Milliarden Euro (+16,1%) geliefert und Waren im Wert von 34,9 Milliarden Euro (+16,2%) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Mai 2011 Waren im Wert von 17,6 Milliarden Euro (+20,2%) ausgeführt und Waren im Wert von 14,4 Milliarden Euro (+17,1%) von dort eingeführt.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Mai 2011 Waren im Wert von 37,6 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 28,0 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Mai 2010 nahmen die Exporte in die Drittländer um 23,8% und die Importe von dort um 14,2% zu.

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Wiesbaden, 05.07.2011

Luftfahrt

Destatis: Luftfahrt


Destatis: Moderater Zuwachs bei Fluggästen im ersten Quartal 2011

In den ersten drei Monaten 2011 flogen von deutschen Flughäfen 20,3 Millionen Passagiere ab. Das waren nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) 0,7 Millionen mehr als im Vorjahr (+3,6%). Während die Zuwächse im Januar (+7,9%) und Februar +6,6%) deutlich waren, gab es im März einen Rückgang um 1,9%. Ursache dafür dürfte in erster Linie sein, dass die reisestarke Osterzeit im Jahr 2010 in den März fiel, in diesem Jahr lag der Ostertermin hingegen im April.

Auffällig waren im ersten Quartal 2011 die Rückgänge der Passagierzahlen mit Zielen in Afrika. In Folge der politischen Unruhen in Nordafrika nahm das Passagieraufkommen gegenüber dem Vorjahr um ein Viertel (–25,8%) auf 0,5 Millionen Reisende ab. Das bedeutendste Zielland, Ägypten, kam auf ein Minus von 45,0%, Tunesien brach um 61,1% ein. Allein im Februar 2011 gingen die Passagierzahlen nach Ägypten um 89,3% und nach Tunesien um 76,3% zurück.

In Europa erzielte Spanien (1,9 Millionen Passagiere) – das aufkommensstärkste Zielland im Luftverkehr mit Deutschland – in den ersten drei Monaten 2011 ein Plus von 4,0%. Für die primär tourismusbezogenen Destinationen Balearen und Kanaren wurden im Vorjahresvergleich mit –15,4% beziehungsweise +18,6% gegensätzliche Veränderungen verzeichnet.

Der Interkontinentalverkehr (3,6 Millionen) gab um 3,6% nach. Ohne Berücksichtigung der krisenbedingten Sondereffekte für Afrika ergab sich zusammen für die übrigen Kontinente bei einer Passagierzahl von 3,1 Millionen ein Plus von 1,6%. Dieses Wachstum ist vor allem auf das gestiegene Passagieraufkommen nach Amerika (+2,6%) zurückzuführen.

Im Luftfrachtverkehr überschritt das Volumen (Ein- und Ausladungen einschließlich Luftpost) von Januar bis März 2011 erstmals im ersten Quartal eines Kalenderjahres die Schwelle von einer Million Tonnen (1,0 Millionen Tonnen; +12,8% zum entsprechenden Vorjahreszeitraum). Das Wachstum wurde vor allem im Frachtverkehr mit dem amerikanischen Kontinent (+19,0%) erzielt. Aber auch für Asien – dem wichtigsten Kontinent im Luftfrachttransport – und für Europa legten die Luftfrachtmengen mit jeweils +9,9% zu.

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München, 30.06.2011

Kredithürde

ifo: Kredithürde


ifo: Kredithürde abermals niedriger

Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat im Juni weiter abgenommen. Die Zahl der Unternehmen, die über eine restriktive Kreditvergabe der Banken klagen, ist um 0,4 Prozentpunkte auf 21,4% gesunken. Dies bestätigt die Auffassung des ifo Instituts, dass die Neueinschätzung der Risiken ausländischer Kapitalanlagen die Banken veranlasst, die von ihnen eingesammelten Ersparnisse wieder verstärkt im Inland anzubieten. Die Kredithürde ist aktuell im Juni niedriger als bei ihrem letzten Tiefpunkt im Sommer des Jahres 2007.

Im Verarbeitenden Gewerbe resultiert der Rückgang allein von den mittelgroßen Firmen, die knapp 45% der Stichprobe ausmachen. Dort ging sie um 1,8 Prozentpunkte auf 18,3% zurück. Bei den großen Unternehmen hat der Anteil der „Restriktiv“-Antworten um 0,6 Prozentpunkte auf 19,1% und bei den kleinen Unternehmen um 0,7 Prozentpunkte auf 22,0% zugenommen.

Auch im Handel haben die Klagen über einen schwierigen Kreditzugang um 0,4 Prozentpunkte auf 22,2% abgenommen. Im Bauhauptgewerbe steht die Kredithürde unverändert bei 29,9%. Damit markiert die Kredithürde in allen betrachteten Wirtschaftsbereichen – im Handel, im Bauhauptgewerbe und im Durchschnitt des Verarbeitenden Gewerbes – Tiefststände seit Einführung der Befragung im Frühjahr 2003.

Hans-Werner Sinn
Präsident, ifo Institut für Wirtschaftsforschung

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Wiesbaden, 29.06.2011

Export Polen

Destatis: Export


Destatis: Deutsche Ausfuhren nach Polen haben sich seit dem EU-Beitritt des Landes verdoppelt

In den ersten drei Monaten des Jahres 2011 führte Deutschland Waren im Wert von 10,6 Milliarden Euro nach Polen aus. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Polen zum 1. Juli 2011 weiter mitteilt, standen den Exporten Einfuhren in Höhe von 7,8 Milliarden Euro gegenüber. Insgesamt sind die deutschen Exporte nach Polen seit dem EU-Beitritt deutlich angestiegen: sie haben sich seit dem Jahr 2004 von 18,8 Milliarden Euro auf 38,1 Milliarden Euro im Jahr 2010 mehr als verdoppelt.

Nach dem vorübergehenden Einbruch im Krisenjahr 2009, in dem die Ausfuhren nach Polen um fast 24% zurückgegangen waren, sind sie im Jahr 2010 um 22,3% und im ersten Quartal 2011 sogar um 26,6% gegenüber dem Vorjahreszeitraum angestiegen.

Ein ähnliches Bild weisen die Einfuhren auf: war in 2009 mit –14,4% noch ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen gewesen, legten sie im Jahr 2010 mit +28,2% kräftig zu. Von Januar bis März 2011 erhöhten sie sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19,9%. Der Gesamtwert der Einfuhren aus Polen lag im Jahr 2010 bei 28,4 Milliarden Euro und damit um fast 78% über dem Wert des Jahres 2004 (16,0 Milliarden Euro).

Der Handelsbilanzsaldo mit Polen belief sich im ersten Quartal 2011 auf 2,8 Milliarden Euro und fiel damit wie auch in den Vorjahren aus deutscher Sicht positiv aus. Im Jahr 2010 betrug er 9,6 Milliarden Euro, nachdem er im Jahr davor bei 9,0 Milliarden Euro gelegen hatte.

In der Rangfolge der deutschen Handelspartner 2010 lag unser östlicher Nachbar ausfuhrseitig noch vor Spanien und nach der Schweiz auf Platz 10, in der umgekehrten Verkehrsrichtung nahm er zwischen der Tschechischen Republik und Spanien den 12. Platz ein.

Zu den Hauptausfuhrgütern nach Polen zählten im Jahr 2010 die deutschen Exportklassiker Kraftfahrzeuge und -teile (4,4 Milliarden Euro), Maschinen (4,3 Milliarden Euro) sowie chemische Erzeugnisse (4,3 Milliarden Euro). Eingeführt wurden vor allem ebenfalls Kraftfahrzeuge und -teile (4,3 Milliarden Euro), Nahrungs- und Futtermittel (2,0 Milliarden Euro) sowie elektrische Ausrüstungen (2,0 Milliarden Euro).

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Wiesbaden, 28.06.2011

Import

Destatis: Import


Destatis: Importpreise Mai 2011: + 8,1% gegenüber Mai 2010

Der Index der Einfuhrpreise lag im Mai 2011 um 8,1% über dem Vorjahresstand. Im April 2011 hatte die Jahresveränderungsrate + 9,4% und im März + 11,3% betragen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, fiel der Einfuhrpreisindex im Mai 2011 gegenüber dem Vormonat April 2011 um 0,6%. Dies war der erste Rückgang zum Vormonat seit Oktober 2010 (– 0,2% gegenüber September 2010).

Importierte Energie war im Mai 2011 um 30,9% teurer als im Mai 2010. Gegenüber dem Vormonat fielen die Preise für Energieträger um 2,9%. Rohöl wies mit + 35,2% die höchste Jahresveränderungsrate auf (– 4,9% gegenüber April 2011). Die Erdgaspreise lagen um 29,7% über denen des Vorjahresmonats (+ 3,2% gegenüber April 2011). Mineralölerzeugnisse waren im Vergleich zum Mai 2010 um 26,6% teurer (– 5,0% gegenüber April 2011).

Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im Mai 2011 um 5,1% über dem Stand von Mai 2010 (+ 0,2% gegenüber April 2011).

Im Bereich der Metalle und ihrer Rohstoffe war Eisenerz um 49,1% teurer als im Mai 2010 und um 0,7% teurer als im April 2011. Für Nicht-Eisen-Metallerze mussten deutsche Importeure 9,9% mehr zahlen als im Mai 2010. Im Vergleich zu April 2011 kosteten Nicht-Eisen-Metallerze jedoch 3,6% weniger. Die Importpreise für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen lagen im Mai 2011 um 8,2% über dem Niveau des Vorjahresmonats, gegenüber April 2011 fielen sie um 0,5%. Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug waren im Mai 2011 im Vergleich zum Mai 2010 um 11,1% teurer, verbilligten sich aber wie das importierte Basismaterial gegenüber April 2011 (– 2,0%). Rohaluminium war gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 14,8% teurer (+ 0,8% gegenüber April 2011). Die Rohkupferpreise lagen um 13,5% über denen des Vorjahres (– 4,9% gegenüber April 2011). [...]

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

München, 24.06.2011

ifo Geschäftsklimaindex

ifo: Geschäftsklimaindex


ifo: Geschäftsklimaindex gestiegen

Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im Juni zum ersten Mal seit Februar wieder verbessert. Die Unternehmen bewerten ihre momentane Geschäftslage deutlich positiver als im Mai. Ihre Geschäftserwartungen sind zwar erneut etwas weniger optimistisch, bleiben aber zuversichtlich. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem robusten Aufschwung.

Das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe ist unverändert gut. Die bisher schon ausgezeichnete Geschäftslage der Industrieunternehmen hat sich im Juni nochmals verbessert. Die Geschäftserwartungen der befragten Firmen sind aber erneut weniger positiv. Vom Auslandsgeschäft rechnen sich die Unternehmen zwar weiterhin Impulse aus. Sie sind aber hinsichtlich des Exports bei weitem nicht mehr so optimistisch wie bisher. Die Mitarbeiterzahl wollen die Industrieunternehmen etwas zurückhaltender aufstocken.

Im Einzelhandel ist die derzeitige Geschäftslage unverändert günstig. Die Zuversicht der Einzelhändler hinsichtlich des weiteren Geschäftsverlaufs hat aber erheblich abgenommen. Der Geschäftsklimaindex ist im Einzelhandel daher gesunken. Im Großhandel ist der Geschäftsklimaindex dagegen deutlich gestiegen. Die Großhändler stufen ihre aktuelle Geschäftslage wesentlich häufiger als gut ein. Zudem sehen sie dem Geschäftsverlauf in den nächsten sechs Monaten zuversichtlicher entgegen als im Vormonat.

Merklich aufgehellt hat sich das Geschäftsklima im Bauhauptgewerbe. Die momentane Geschäftssituation und die Geschäftsperspektiven für das kommende halbe Jahr bewerten die befragten Bauunternehmen günstiger als im vergangenen Monat.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München

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Wiesbaden, 22.06.2011

Export Griechenland

Destatis: Export Griechenland


Destatis: Ausfuhren nach Griechenland im Jahr 2010 weiterhin rückläufig

Im Jahr 2010 wurden Waren im Wert von rund 5,9 Milliarden Euro von Deutschland nach Griechenland ausgeführt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind damit die deutschen Exporte nach Griechenland gegenüber 2009 deutlich zurückgegangen (– 10,2%), während gleichzeitig die Ausfuhren in die EU insgesamt um 15,5% gestiegen sind. Zu den Hauptausfuhrgütern im Handel mit Griechenland zählten im vergangenen Jahr Maschinen, Apparate, mechanische Geräte (693 Millionen Euro), elektrotechnische Erzeugnisse (653 Millionen Euro) sowie pharmazeutische Erzeugnisse (562 Millionen Euro).

Die Einfuhren aus Griechenland haben sich im Jahr 2010 hingegen deutlich erholt und lagen mit rund 2,0 Milliarden Euro um 13,4% über den Vorjahresimporten. Eingeführt wurden hauptsächlich pharmazeutische Erzeugnisse (338 Millionen Euro), Bekleidung (172 Millionen Euro) sowie Früchte (150 Millionen Euro).

In Folge der gesunkenen Ausfuhren ist Griechenland in der Rangfolge der Außenhandelspartner von Platz 23 auf Platz 33 abgerutscht. 0,6% der von Deutschland insgesamt ausgeführten Waren gingen im Jahr 2010 nach Griechenland. Einfuhrseitig wurde mit Rang 45 ein ähnlicher Platz behauptet wie im Vorjahr (0,2% der deutschen Gesamteinfuhren).

Deutschland hat in den letzten Jahren jeweils sehr viel mehr Waren nach Griechenland ausgeführt als von dort bezogen – der Handelsbilanzsaldo fiel somit durchweg positiv aus. Im Jahr 2010 belief er sich auf rund 4,0 Milliarden Euro.

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Wiesbaden, 21.06.2011

Bauhauptgewerbe

Destatis: Bauhauptgewerbe


Destatis: Aufträge im Bauhauptgewerbe im April 2011: real + 2,4% zum Vorjahr

Im April 2011 sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum April 2010 preisbereinigt um 2,4% gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, nahm dabei die Baunachfrage im Hochbau um 1,6% und im Tiefbau um 3,4% zu.

Der Gesamtumsatz belief sich im April 2011 auf rund 6,9 Milliarden Euro und stieg damit gegenüber April 2010 um 4,5%. Ende April 2011 waren in den Betrieben des Hoch- und Tiefbaus 713 000 Personen tätig – das waren etwa 4 700 Personen weniger als ein Jahr zuvor (– 0,7%).

In den ersten vier Monaten 2011 stiegen die Auftragseingänge des Bauhauptgewerbes preisbereinigt um 3,1% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes betrug im Zeitraum Januar bis April 2011 rund 22,0 Milliarden Euro und lag damit um 21,8% über dem Niveau der ersten vier Monate 2010. Die Zahl der tätigen Personen ist in diesem Zeitraum um durchschnittlich 1,0% gestiegen.

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Wiesbaden, 15.06.2011

Unternehmensgründungen

Destatis: Unternehmensgründungen


Destatis: 3,6% weniger Gründungen größerer Betriebe im 1. Quartal 2011

Im ersten Quartal 2011 wurden knapp 40.000 Betriebe in Deutschland gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 3,6% weniger als im ersten Quartal 2010.

Außerdem wurden im ersten Quartal 2011 rund 78.000 Kleinunternehmen gegründet. Das entspricht einer Abnahme von 1,3% gegenüber dem ersten Quartal 2010. Die Zahl der Gründungen von Nebenerwerbsbetrieben sank um 13,9% und lag bei rund 62.000. Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen – diese müssen nicht nur bei Gründung eines Gewerbebetriebes erfolgen, sondern auch bei Verlagerung, Umwandlung oder Übernahme – verringerte sich im ersten Quartal 2011 um 5,8% auf knapp 220.000.

Im ersten Quartal 2011 haben 34.500 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung ihr Gewerbe aufgegeben. Das waren 4,9% weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Kleinunternehmen, die im ersten Quartal 2011 geschlossen wurden, lag mit knapp 81.000 um 1,1% höher als im ersten Quartal 2010. Darüber hinaus gaben rund 40.000 Nebenerwerbsbetriebe ihr Gewerbe auf (+ 3,1%). Insgesamt sank die Zahl der Gewerbeabmeldungen bei den Gewerbeämtern im ersten Quartal 2011 um 0,5% auf fast 195.000. Dabei handelt es sich nicht nur um Schließungen, sondern auch um Betriebsübergaben, Umwandlungen und Fortzüge.

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Hamburg, 14.06.2011

Globaler Insolvenzindex

Euler Hermes Globaler Insolvenzindex


Euler Hermes: Trotz leichten Rückgangs 2011-2012: Zahl der Firmeninsolvenzen weiterhin über Vorkrisenniveau

Der Globale Insolvenzindex von Euler Hermes fasst die Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen weltweit zusammen und lässt nach 2 Rekordjahren (+64% zwischen 2007 und 2009) eine spürbare Abschwächung (5%) für 2010 erkennen. Der Insolvenzindex wird aber weiterhin höher als vor der Krise liegen, und dies mindestens bis 2012.

Die südeuropäischen Länder Griechenland, Italien und Portugal verzeichnen weiterhin einen Insolvenzanstieg. In den osteuropäischen Ländern (Ungarn, Polen, Tschechische Republik, Russland, Slowakei) und in einigen anderen Ländern (Belgien, Dänemark, Irland, Luxemburg, Schweiz) findet eine Erholung statt. Mit -2% bleibt der Abwärtstrend in Frankreich und Deutschland verhalten.

Zur Pressemitteilung der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG

Wiesbaden, 10.06.2011

Großhandel

Destatis: Großhandel


Destatis: Großhandelspreise Mai 2011: + 8,9% gegenüber Mai 2010

Der Index der Großhandelsverkaufspreise lag im Mai 2011 um 8,9% über dem Stand von Mai 2010. Im April 2011 hatte die Jahresveränderungsrate + 9,2% betragen, im März 2011 lag sie bei + 10,9%. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, blieb der Großhandelsverkaufspreisindex im Mai 2011 gegenüber dem Vormonat April 2011 unverändert.

Verglichen mit Mai 2010 waren auf Großhandelsebene im Mai 2011 insbesondere Getreide, Saatgut und Futtermittel deutlich teurer (+ 67,8%). Gegenüber April 2011 stiegen die Preise für diese Produkte um 2,7%.

Der Großhandelspreisindex für Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze lag im Mai 2011 um 45,8% über dem Niveau von Mai 2010 (+ 0,5% gegenüber April 2011). Die Preise für Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette waren um 9,5% höher als im Mai 2010 (+ 0,5% gegenüber April 2011). Obst, Gemüse und Kartoffeln waren auf Großhandelsebene um 6,7% teurer als ein Jahr zuvor (– 2,4% gegenüber dem Vormonat).

Im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen lag das Preisniveau im Mai 2011 um 14,2% über dem von Mai 2010. Verglichen mit dem Vormonat April 2011 verbilligten sich die in diesem Bereich gehandelten Produkte um 1,2%. Die Preise für Erze, Metalle und Metallhalbzeug lagen im Mai 2011 auf Großhandelsebene um 8,6% über denen von Mai 2010. Gegenüber dem Vormonat April 2011 fielen sie um 1,4%.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Wiesbaden, 09.06.2011

Handwerk

Destatis: Handwerk


Destatis: Handwerk: 11,9% mehr Umsatz im 1. Quartal 2011

Im ersten Quartal 2011 stiegen die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk gegenüber dem ersten Quartal 2010 um 11,9%. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mit. Zugleich waren Ende März 2011 im zulassungspflichtigen Handwerk 1,1% mehr Personen tätig als Ende März 2010.

Alle Gewerbegruppen erzielten im ersten Quartal 2011 höhere Umsätze als im ersten Quartal 2010. Der größte Umsatzzuwachs wurde mit + 30,9% im Bauhauptgewerbe gemeldet. Wichtige Gründe für diese hohe Umsatzsteigerung sind der milde Winter im ersten Quartal 2011 sowie das relativ niedrige Umsatzniveau im ersten Quartal 2010 aufgrund des damals strengen Winters. Zweistellige Umsatzzuwächse verzeichneten auch die Handwerke für den gewerblichen Bedarf (+ 19,7%), zu denen beispielsweise Metallbauer und Feinwerkmechaniker gehören, und das Kraftfahrzeuggewerbe (+ 14,8%). Umsatzsteigerungen wurden ebenfalls im Ausbaugewerbe (+ 4,9%), im Gesundheitsgewerbe (+ 3,0%) und in den Handwerken für den privaten Bedarf (+ 1,3%) erwirtschaftet. Im Lebensmittelgewerbe erhöhten sich die Umsätze nur geringfügig (+ 0,1%).

In fünf von sieben Gewerbegruppen gab es Ende März 2011 mehr Beschäftigte als Ende März 2010. Im Bauhauptgewerbe nahm die Beschäftigung mit + 2,8% am stärksten zu. Mehr Beschäftigte gab es auch in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf (+ 2,0%), im Ausbaugewerbe (+ 1,9%), im Gesundheitsgewerbe (+ 1,1%) und im Kraftfahrzeuggewerbe (+ 0,5%). Demgegenüber sank die Zahl der Beschäftigten im Lebensmittelgewerbe (– 0,8%) und in den Handwerken für den privaten Bedarf (– 2,6%).

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Wiesbaden, 01.06.2011

Export

Destatis: Export


Destatis: Ausfuhr 1. Quartal 2011: + 18,8% zum Vorjahresquartal

Die deutschen Gesamtausfuhren stiegen im 1. Quartal 2011 gegenüber dem Vorjahresquartal um 18,8% auf 260,8 Milliarden Euro. Preisbereinigt erhöhten sich die Ausfuhren nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 13,6%.

Exporte in Länder außerhalb der Europäischen Union (EU) nahmen mit + 22,3% (auf 103,1 Milliarden Euro) stärker zu als die Gesamtausfuhren. Besonders die Ausfuhren in die Türkei (+ 56,3% auf 5,2 Milliarden Euro), nach Russland (+ 42,6% auf 7,4 Milliarden Euro) und nach China (+ 31,0% auf 15,7 Milliarden Euro) entwickelten sich besser als der Durchschnitt. Geringe Zuwächse sind bei den Ausfuhren in die Kontinente Australien (+ 5,2% auf 2,2 Milliarden Euro) und Afrika (+ 7,7% auf 5,0 Milliarden Euro) zu verzeichnen. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten (+ 20,1% auf 17,6 Milliarden Euro) stiegen leicht überdurchschnittlich, die Ausfuhren nach Japan (+ 15,5% auf 3,6 Milliarden Euro) leicht unterdurchschnittlich. [...]

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

München, 24.05.2011

ifo Geschäftsklimaindex

ifo: Geschäftsklimaindex


ifo: Geschäftsklima unverändert freundlich

Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im Mai stabil geblieben, nachdem es sich zuvor zwei Mal nacheinander etwas abgekühlt hatte. Die bislang schon gute Geschäftslage wird von den Unternehmen nochmals als besser eingestuft. Ihre Erwartungen hinsichtlich der Geschäfte im kommenden halben Jahr sind zwar erneut etwas gedämpfter, aber weiterhin positiv. Die Konjunkturampeln in Deutschland stehen nach wie vor auf grün.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex zum dritten Mal in Folge leicht gesunken. Der Rückgang resultiert wie bereits im Vormonat aus den etwas weniger optimistischen Geschäftserwartungen der Unternehmen. Die aktuelle Geschäftslage bewerten die Industriefirmen unverändert als sehr gut. Im Auslandsgeschäft sehen sie ebenfalls weiterhin große Chancen. Die Anzahl ihrer Mitarbeiter wollen die Unternehmen deutlich erhöhen, allerdings nicht mehr ganz so kräftig wie im Vormonat.

Im Einzelhandel ist der Geschäftsklimaindex wieder merklich gestiegen. Die Geschäftslage der Einzelhändler hat sich deutlich verbessert. Auf die Entwicklung im nächsten halben Jahr blicken die Unternehmen zuversichtlicher als Vormonat. Dagegen hat sich das Geschäftsklima im Großhandel abermals etwas eingetrübt. Die Großhändler bewerten ihre Geschäftssituation als nicht mehr ganz so gut wie bisher. Ihre Geschäftserwartungen sind aber geringfügig positiver als im April.

Im Bauhauptgewerbe ist das Geschäftsklima nahezu unverändert. Die Unternehmen schätzen ihre momentane Geschäftslage und ihre Geschäftsperspektiven ähnlich günstig ein wie im vergangenen Monat.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München

Zur Pressemitteilung des ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V.

Wiesbaden, 24.05.2011

Bruttoinlandsprodukt

Destatis: Bruttoinlandsprodukt


Destatis: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 1. Quartal 2011

Die deutsche Wirtschaft ist schwungvoll in das Jahr 2011 gestartet: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) bereits in seiner Schnellmeldung vom 13. Mai 2011 mitgeteilt hat, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2011 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 1,5% gegenüber dem Vorquartal. Damit wurde das Vorkrisenniveau von Anfang 2008 bereits jetzt wieder überschritten. Im vierten Quartal 2010 hatte es nur ein moderates Wirtschaftswachstum gegeben (+ 0,4% gegenüber dem dritten Quartal 2010), was allerdings zum Teil witterungsbedingt war und folglich auch den Anstieg im ersten Quartal 2011 positiv beeinflusst hat.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

München, 18.05.2011

Weltwirtschaftsklima

ifo: Weltwirtschaftsklima


ifo: Weltwirtschaftsklima weiter aufgehellt

Der ifo Indikator für das Weltwirtschaftsklima ist weiter gestiegen, wenn auch nur leicht. Der Anstieg resultierte ausschließlich aus einer günstigeren Einschätzung der derzeitigen Lage. Die Erwartungen für die nächsten sechs Monate dagegen schwächten sich etwas ab, bleiben aber immer noch zuversichtlich. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich die konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft in den nächsten sechs Monaten fortsetzen wird, wenn auch abgeschwächt.

Der Wirtschaftsklimaindikator in Nordamerika sowie in Asien sank nach dem sprunghaften Anstieg im Januar in beiden Regionen wieder etwas. Während sich in Nordamerika nur die Erwartungen für die nächsten sechs Monate eintrübten, resultierte der Rückgang des Indikators in Asien gleichermaßen aus den ungünstigeren Einschätzungen der aktuellen Wirtschaftslage, als auch aus den weniger positiven Erwartungen. Insbesondere in Japan haben sich die Urteile zur aktuellen Lage deutlich verschlechtert. In Westeuropa stieg der Wirtschaftsklimaindikator ausschließlich aufgrund der positiveren Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage. Die Erwartungen für die nächsten sechs Monate trübten sich allerdings auch hier etwas ein, bleiben aber zuversichtlich.

Die Inflationsbefürchtungen sind weltweit gestiegen. Es wird in diesem Jahr mit einem Preisanstieg von 3,8% im Weltdurchschnitt gerechnet, während zu Jahresanfang noch von einem Anstieg von 3,4% ausgegangen worden war. Wohl wegen der zunehmenden Inflationsgefahren wird von deutlich mehr WES-Experten mit steigenden Zinsen im Laufe der nächsten sechs Monaten gerechnet.

Nach Ansicht der WES-Experten sind der US-Dollar, der Euro sowie das britische Pfund im Weltdurchschnitt angemessen bewertet. Der Yen erscheint dagegen überbewertet. Im weltweiten Durchschnitt wird mit einem unveränderten Dollarkurs in den nächsten sechs Monaten gerechnet.

Weltweit wurden „öffentliche Haushaltsdefizite“ als das derzeit wichtigste wirtschaftliche Problem angesehen. An zweiter Stelle der Problemliste folgt „Inflation“ und erst an dritter Stelle das bisherige Hauptproblem „Arbeitslosigkeit“.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München

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Wiesbaden, 13.05.2011

Bruttoinlandsprodukt

Destatis: Bruttoinlandsprodukt


Destatis: Deutsche Wirtschaft schwungvoll ins Jahr 2011 gestartet

Die deutsche Wirtschaft hat wieder Fahrt aufgenommen: Um 1,5% ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2011 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – gegenüber dem Vorquartal gewachsen, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Damit wurde das Vorkrisenniveau von Anfang 2008 bereits jetzt wieder überschritten. Im vierten Quartal 2010 hatte es nur ein moderates Wirtschaftswachstum gegeben (+ 0,4% gegenüber dem dritten Quartal 2010), was allerdings zum Teil witterungsbedingt war und folglich auch den Anstieg im ersten Quartal 2011 positiv beeinflusst hat.

Im Vorjahresvergleich legte die Wirtschaftsleistung so stark zu wie noch nie seit der deutschen Vereinigung: Das preisbereinigte BIP stieg im ersten Quartal 2011 gegenüber dem ersten Quartal 2010 um 5,2% (kalenderbereinigt: + 4,9%).

Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) vor allem von der Binnenwirtschaft: Sowohl die Investitionen in Ausrüstungen und in Bauten als auch die Konsumausgaben konnten zum Teil deutlich zulegen. Die Expansion von Exporten und Importen setzte sich ebenfalls fort; der Außenbeitrag hatte aber einen geringeren Anteil am kräftigen BIP-Wachstum als die inländische Verwendung.

Die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2011 wurde von 40,4 Millionen Erwerbstätigen erbracht, das waren 552 000 Personen oder 1,4% mehr als ein Jahr zuvor.

Neben der Erstberechnung des ersten Quartals 2011 wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse für die vier Quartale und das Jahr 2010 überarbeitet und – soweit erforderlich – revidiert. Dabei wurden die Veränderungsraten des preisbereinigten BIP um maximal 0,2%-Punkte geändert. Das Jahresergebnis 2010 hat sich nicht geändert (+ 3,6%). Darüber hinaus kam es bei den saison- und kalenderbereinigten Ergebnissen auch vor 2010 zu geringfügigen Abweichungen von den bisherigen Ergebnissen.

Ausführlichere Ergebnisse gibt das Statistische Bundesamt am 24. Mai 2011 bekannt.

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München, 11.05.2011

ifo Indikator: Euroraum

ifo: Indikator Euroraum


Euroraum: ifo Indikator für das Wirtschaftsklima steigt weiterhin

Der ifo Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum ist im zweiten Quartal weiter leicht gestiegen und liegt nun klar über seinem langfristigen Durchschnitt. Die Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Situation ist gegenüber dem ersten Quartal 2011 merklich positiver. Die Erwartungen für die nächsten sechs Monate schwächten sich dagegen leicht ab, blieben aber insgesamt zuversichtlich. Die neuesten Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich der konjunkturelle Aufschwung im Euroraum fortsetzt, dies aber weiterhin mit erheblichen Unterschieden in den einzelnen Mitgliedsländern.

Die aktuelle Wirtschaftslage wurde in Deutschland als hervorragend, in Österreich und Finnland als gut und in Belgien, den Niederlanden und der Slowakei noch als günstig beurteilt. In Frankreich, Estland und Zypern wird die derzeitige wirtschaftliche Situation von den WES-Experten, aufgrund einer merklichen Verbesserung, nun als zufriedenstellend angesehen. Unverändert ungünstig blieb die aktuelle Wirtschaftslage in Italien. In Griechenland, Irland, Spanien und Portugal beurteilten die Wirtschaftsexperten die derzeitige wirtschaftliche Situation als sehr schwach.

Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate sind im Euroraum im Durchschnitt etwas weniger zuversichtlich als in der vorangegangenen Erhebung, blieben aber weitgehend im positiven Bereich. In Griechenland, vor allem jedoch in Portugal, signalisieren die Erwartungen für die nächsten sechs Monate jedoch eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation. Die Inflationsbefürchtungen sind weiter gestiegen. Auf Jahressicht wird im Euroraum nun eine Preissteigerungsrate von 2,5% erwartet, was deutlich über der Zielmarke der Europäischen Zentralbank liegen würde. Dementsprechend wird von deutlich mehr WES-Experten als bisher mit steigenden Zinsen im Laufe der nächsten sechs Monate gerechnet.

Nach Ansicht der WES-Experten wird die Wachstumsrate im Euroraum in diesem Jahr bei 1,9% liegen. Der Euro-Dollar Wechselkurs wird nach Meinung der befragten Experten in den nächsten sechs Monaten weitgehend unverändert bleiben.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München

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Wiesbaden, 09.05.2011

Export & Import

Destatis: Import % Export


Destatis: Rekordwerte bei deutschen Aus- und Einfuhren im März 2011

Im März 2011 wurden von Deutschland Waren im Wert von 98,3 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 79,4 Milliarden Euro eingeführt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Ausfuhren im März 2011 um 15,8% und die Einfuhren um 16,9% höher als im März 2010. Sowohl ausfuhr- als auch einfuhrseitig war das der höchste Monatswert seit Beginn der Erhebung der Außenhandelsstatistik für die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1950. Der bisherige Höchstwert bei den Ausfuhren lag im April 2008 bei 88,8 Milliarden Euro. Der bisher höchste Importwert wurde im November 2010 erreicht (74,1 Milliarden Euro).
Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Ausfuhren im März 2011 gegenüber Februar 2011 um 7,3% und die Einfuhren um 3,1% zu.

Die Außenhandelsbilanz schloss im März 2011 mit einem Überschuss von 18,9 Milliarden Euro ab. Im März 2010 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 17,0 Milliarden Euro betragen. Der Außenhandelsbilanzüberschuss lag im März 2011 kalender- und saisonbereinigt bei 15,2 Milliarden Euro.

Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen (+ 0,5 Milliarden Euro), Erwerbs- und Vermögenseinkommen (+ 4,9 Milliarden Euro), laufende Übertragungen (– 2,9 Milliarden Euro) sowie Ergänzungen zum Außenhandel (– 1,9 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im März 2011 mit einem Überschuss von 19,5 Milliarden Euro ab. Im März 2010 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 18,8 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im März 2011 Waren im Wert von 58,8 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 51,3 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber März 2010 stiegen die Versendungen in die EU-Länder um 16,0% und die Eingänge aus diesen Ländern um 21,1%. In die Länder der Eurozone wurden im März 2011 Waren im Wert von 39,7 Milliarden Euro (+ 14,2%) geliefert und Waren im Wert von 36,1 Milliarden Euro (+ 20,8%) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im März 2011 Waren im Wert von 19,1 Milliarden Euro (+ 20,0%) ausgeführt und Waren im Wert von 15,2 Milliarden Euro (+ 21,8%) von dort eingeführt.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im März 2011 Waren im Wert von 39,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 28,1 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber März 2010 nahmen die Exporte in die Drittländer um 15,4% und die Importe von dort um 9,9% zu.

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Wiesbaden, 09.05.2011

Verarbeitendes Gewerbe

Destatis: Verarbeitendes Gewerbe


Destatis: Verarbeitendes Gewerbe März 2011: Umsatz saisonbereinigt + 0,7% zum Vormonat

Der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im März 2011 saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,7% höher als im Februar 2011 (nach + 0,6% im Februar 2011 gegenüber Januar 2011). Der Inlandsumsatz blieb auf dem Niveau des Vormonats. Die Umsätze mit ausländischen Abnehmern stiegen dagegen um 1,4%. Bezogen auf die Absatzrichtung des Auslandsgeschäfts stieg der Umsatz mit der Eurozone um 2,9%, der Umsatz mit dem restlichen Ausland um 0,4%.

Innerhalb der umsatzmäßig wichtigsten Wirtschaftszweige stieg der Umsatz im März 2011 preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt am stärksten bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen, und zwar um 3,8% gegenüber Februar 2011. Dabei erhöhte sich der Inlandsumsatz um 1,4%, das Geschäft mit ausländischen Abnehmern um 6,2%. Der Maschinenbau erzielte einen Zuwachs von 3,7%. Dabei ging der Inlandsumsatz leicht um 0,2% zurück, während der Auslandsumsatz um 6,2% zunahm. Den größten Umsatzrückgang gegenüber dem Vormonat gab es bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit – 7,4% (Inland – 2,0%, Ausland – 11,8%).

Im Vergleich zum März 2010 lag der preis- und arbeitstäglich bereinigte Umsatz des Verarbeitenden Gewerbes im März 2011 um 10,0% höher. Das Geschäft mit inländischen Abnehmern stieg in diesem Zeitraum um 6,6%. Der Auslandsumsatz legte um 14,0% zu. Dabei erhöhten sich der Absatz in die Eurozone um 12,6% und der Umsatz im Geschäft mit dem restlichen Ausland um 15,0%.

Im ersten Quartal 2011 lag das (arbeitstäglich bereinigte) reale Umsatzvolumen im Verarbeitenden Gewerbe um 11,8% über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Das Inlandsgeschäft stieg dabei um 9,0% und der Auslandsumsatz um 15,2%.

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Wiesbaden, 29.04.2011

Einzelhandel

Destatis: Einzelhandel


Destatis: Einzelhandelsumsatz im März 2011 real um 3,5% gesunken

Die deutschen Einzelhandelsunternehmen setzten im März 2011 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nominal 2,0% und real 3,5% weniger um als im März 2010. Beide Monate hatten jeweils 27 Verkaufstage. Im Vergleich zum Februar 2011 ist der Umsatz im März 2011 unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten (Verfahren Census X-12-ARIMA) nominal um 1,8% und real um 2,1% gesunken. Das Ergebnis für März 2011 wurde mit Daten aus sieben Bundesländern berechnet, in denen circa 76% des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel getätigt werden.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im März 2011 nominal 2,8% und real 4,8% weniger um als im März 2010. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten nominal um 3,0% und real um 4,9% niedriger als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde nominal 1,5% und real 3,2% weniger als im März 2010 umgesetzt.

Der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln erzielte im März 2011 ebenfalls nominal und real niedrigere Umsätze als im Vorjahresmonat (nominal – 1,6%, real – 2,4%). Hier lagen in vier der sechs Unterbranchen die Umsätze nominal und real unter den Werten des Vorjahresmonats.

Im ersten Quartal des Jahres 2011 setzte der deutsche Einzelhandel nominal 1,6% und real 0,2% mehr um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

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München, 28.04.2011

Kredithürde

ifo: Kredithürde


ifo: Kredithürde wieder gesunken

Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat im April nachgegeben. Der Anteil der Unternehmen, die über einen schwierigen Zugang zu Bankkrediten berichten, ist um 1,1 Prozentpunkte auf 22,6% gesunken. Seit Einführung der Befragung im Jahr 2003 hat noch nie ein geringerer Prozentsatz von Unternehmen über Schwierigkeiten beim Kreditzugang geklagt. Der Aufschwung in Deutschland wird durch günstige Kreditbedingungen der Banken unterstützt.

Im Verarbeitenden Gewerbe hat die Kredithürde über alle Unternehmensgrößen hinweg abgenommen. Am stärksten ist sie für große Unternehmen gesunken. Sie hat hier um 3,0 Prozentpunkte auf 19,6% nachgegeben. Bei den mittelgroßen Unternehmen hat sich der Anteil der „Restriktiv“-Antworten um 1,1 Prozentpunkte auf 19,9% reduziert. Bei den kleinen Firmen ist die Kredithürde um 0,7 Prozentpunkte auf 23,8% gesunken.

Auch die Handelsunternehmen bewerten die Kreditvergabepolitik der Banken seltener als restriktiv. Die Kredithürde nimmt um 0,9 Prozentpunkte auf 20,7% ab. Einzig im Bauhauptgewerbe ist die Kredithürde leicht gestiegen. 32,8% der befragten Bauunternehmen bewerten die Kreditvergabepraxis der Banken als zurückhaltend. Das sind 0,4 Prozentpunkte mehr als im Vormonat.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München

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Wiesbaden, 28.04.2011

Großhandel

Destatis: Großhandel


Destatis: Großhandelsumsatz im 1. Quartal 2011 real um 4,9% gestiegen

Die deutschen Großhandelsunternehmen setzten im ersten Quartal 2011 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nominal 14,0% und real 4,9% mehr um als im ersten Quartal 2010.

Der Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren und Maschinen (Produktionsverbindungshandel), der ein Indikator für die Industrieproduktion und den Export ist, steigerte den Umsatz im ersten Quartal 2011 nominal um 20,6% und real um 6,8% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Auch im Großhandel mit Konsumgütern (Konsumtionsverbindungshandel) lagen die Umsätze nominal und real über denen des ersten Quartals 2010 (nominal + 5,8%, real + 2,2%).

Im Monat März 2011 wurde im Großhandel nominal 9,3% und real 0,6% mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat abgesetzt.

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München, 21.04.2011

ifo Geschäftsklimaindex

ifo: Geschäftsklimaindex


ifo Geschäftsklima verschlechtert

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im April gesunken. Dies ist der zweite Rückgang in Folge. Wie bereits im Vormonat resultiert die Abschwächung einzig aus weniger positiven Erwartungen der Unternehmen hinsichtlich des weiteren Geschäftsverlaufs. Dagegen hat sich die aktuelle Geschäftslage den Firmenangaben zufolge erneut verbessert. Trotz erheblicher Risiken auf der internationalen Ebene geht es den Unternehmen in Deutschland ausgezeichnet.

Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima leicht eingetrübt, bleibt aber weiterhin sehr gut. Die Unternehmen blicken weniger optimistisch auf die weitere Geschäftsentwicklung als im März. Mit ihrer momentanen Situation sind sie dagegen nochmals zufriedener. Im Auslandsgeschäft sehen die Firmen wieder größere Chancen. Die vorhandenen technischen Kapazitäten lasten sie stärker aus als zu Jahresbeginn. Damit ist der Auslastungsgrad klar über seinem langjährigen Durchschnittswert. Die Zahl ihrer Beschäftigten wollen die Unternehmen etwas behutsamer erhöhen als im vergangenen Monat.

Im Einzelhandel und im Großhandel hat sich das Geschäftsklima abermals etwas abgekühlt. In beiden Handelsstufen sind die Geschäftslage und die Geschäftserwartungen ungünstiger als im Vormonat.

Wieder aufgehellt hat sich das Geschäftsklima im Bauhauptgewerbe. Die Befragungsteilnehmer sind hier mit ihrer Geschäftssituation wieder merklich zufriedener. Allerdings sehen sie der Entwicklung in der nächsten Zeit etwas zurückhaltender entgegen als im vergangenen Monat.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München

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Wiesbaden, 21.04.2011

Bauhauptgewerbe

Destatis: Bauhauptgewerbe


Destatis: Aufträge im Bauhauptgewerbe im Februar 2011: real + 1,6% zum Vorjahr

Im Februar 2011 sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe (Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen) im Vergleich zum Februar 2010 preisbereinigt um 1,6% gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, nahm dabei die Baunachfrage im Hochbau um 14,5% zu, im Tiefbau dagegen um 11,2% ab.

Der Gesamtumsatz belief sich im Februar 2011 auf rund 4,7 Milliarden Euro und stieg damit gegenüber Februar 2010 um 53,6%. Ende Februar 2011 waren in den Betrieben des Hoch- und Tiefbaus 686.000 Personen tätig; das waren etwa 19.000 Personen mehr als ein Jahr zuvor (+ 2,8%).

In den ersten zwei Monaten 2011 sind die Auftragseingänge des Bauhauptgewerbes preisbereinigt um 4,6% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum gestiegen. Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes betrug im Zeitraum Januar und Februar 2011 rund 8,4 Milliarden Euro und lag damit um 41,8% über dem Niveau der ersten zwei Monate 2010. Die Zahl der tätigen Personen ist in diesem Zeitraum um durchschnittlich 2,4% gestiegen.

Die Tätigkeit am Bau war in den ersten beiden Monaten 2011 deutlich weniger von winterlichen Verhältnissen beeinflusst als im Vorjahr. Im Januar und Februar 2011 wurden mit 99,9 Millionen Stunden (+ 55,1%) wesentlich mehr Stunden auf Baustellen gearbeitet als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

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Wiesbaden, 14.04.2011

Seeschifffahrt

Destatis: Seeschiffahrt


Destatis: Seeschifffahrt wächst 2010 um 5%, Containerumschlag um über 10%

Im Jahr 2010 nahm nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) der Seegüterumschlag deutscher Häfen um 5% zu, der Containerverkehr sogar um über 10%. Mit diesem Anstieg ist der infolge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise erfolgte Einbruch des Seeverkehrs aber noch nicht wieder ausgeglichen. Die im letzten Jahr in den deutschen Seehäfen erzielte Umschlagsmenge von 276 Millionen Tonnen liegt zwar 13,1 Millionen Tonnen über der von 2009, aber immer noch 44,6 Millionen Tonnen unter dem Güterumschlag von 2008.

Wesentlich getragen wird der Aufschwung des Seegüterumschlags durch den Empfang aus dem Ausland, der mengenmäßig bedeutendsten Verkehrsbeziehung. Von ausländischen Häfen wurden 11 Millionen Tonnen Güter mehr per Seeschiff nach Deutschland befördert als im Jahr davor. Dies entspricht einem Zuwachs von 7,0%. Weniger stark zugenommen hat 2010 der Versand ins Ausland (+ 2,7%). Trotz des allgemeinen Wirtschaftsaufschwungs sogar rückläufig entwickelt hat sich der mengenmäßig unbedeutende Seeverkehr zwischen den deutschen Häfen (– 9,0%).

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Wiesbaden, 13.04.2011

Binnenschifffahrt

Destatis: Binnenschifffahrt


Destatis: Binnenschifffahrt wächst 2010 um fast 13% – Rekord bei Containern

Die Binnenschifffahrt in Deutschland ist im Jahr 2010 beim Gütertransport um 12,8% gewachsen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Angaben weiter mitteilt, ist die Beförderungsmenge gegenüber 2009 um 26 Millionen Tonnen auf 229,9 Millionen Tonnen gestiegen. Damit ist der durch die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise ausgelöste Einbruch aber noch nicht wieder ausgeglichen. So hatte 2008 die auf deutschen Binnenwasserstraßen transportierte Gütermenge bei 245,7 Millionen Tonnen und damit fast 16 Millionen Tonnen über dem Wert von 2010 gelegen. Innerhalb der Binnenschifffahrt erzielte allerdings die Containerbeförderung Spitzenwerte. Der kombinierte Verkehr lag im Jahr 2010 bei 2 186 000 TEU (=Twenty-Foot-Equivalent-Unit/Standardcontainer) – in keinem anderen Jahr zuvor sind so viele Güter in Binnenschiffscontainern befördert worden.

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Wiesbaden, 11.04.2011

Insolvenzen

Destatis: Insolvenzen


Destatis: 9,5% weniger Unternehmensinsolvenzen im Januar 2011

Die deutschen Amtsgerichte meldeten im Januar 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2.304 Unternehmensinsolvenzen. Das waren 9,5% weniger als im Januar 2010. Bereits in den Monaten September 2010 bis Dezember 2010 waren die Unternehmensinsolvenzen gegenüber den entsprechenden Vorjahresmonaten zurückgegangen.

Die Verbraucherinsolvenzen lagen im Januar 2011 mit 8.453 Fällen um 2,3% höher als im Januar 2010. Insgesamt wurden, zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen, 12.800 Insolvenzen registriert. Das bedeutet ein Rückgang von 1,7% gegenüber Januar 2010.

Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für Januar 2011 auf 2,1 Milliarden Euro. Im Januar 2010 beliefen sich die Forderungen auf 3,1 Milliarden Euro.

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Wiesbaden, 08.04.2011

Export

Destatis: Export


Destatis: Deutsche Ausfuhren im Februar 2011: + 21,0% zum Februar 2010

Im Februar 2011 wurden von Deutschland Waren im Wert von 84,0 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 71,9 Milliarden Euro eingeführt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Ausfuhren im Februar 2011 um 21,0% und die Einfuhren um 27,0% höher als im Februar 2010. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Ausfuhren gegenüber Januar 2011 um 2,7% und die Einfuhren um 3,7% zu.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Februar 2011 mit einem Überschuss von 12,1 Milliarden Euro ab. Im Februar 2010 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 12,7 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss im Februar 2011 bei 11,4 Milliarden Euro.

Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen (+ 0,3 Milliarden Euro), Erwerbs- und Vermögenseinkommen (+ 4,6 Milliarden Euro), laufende Übertragungen (– 7,1 Milliarden Euro) sowie Ergänzungen zum Außenhandel (– 0,9 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im Februar 2011 mit einem Überschuss von 8,9 Milliarden Euro ab. Im Februar 2010 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 10,2 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Februar 2011 Waren im Wert von 50,6 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 45,6 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber Februar 2010 stiegen die Versendungen in die EU-Länder um 19,2% und die Eingänge aus diesen Ländern um 22,5%. In die Länder der Eurozone wurden im Februar 2011 Waren im Wert von 34,3 Milliarden Euro (+ 17,3%) geliefert und Waren im Wert von 32,1 Milliarden Euro (+ 22,0%) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Februar 2011 Waren im Wert von 16,3 Milliarden Euro (+ 23,3%) ausgeführt und Waren im Wert von 13,4 Milliarden Euro (+ 23,8%) von dort eingeführt.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Februar 2011 Waren im Wert von 33,4 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 26,4 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Februar 2010 nahmen die Exporte in die Drittländer um 23,9% und die Importe von dort um 35,4% zu.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Wiesbaden, 08.04.2011

Verarbeitendes Gewerbe

Destatis: Verarbeitendes Gewerbe


Destatis: Verarbeitendes Gewerbe Februar 2011: Umsatz saisonbereinigt + 1,0% zum Vormonat

Der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Februar 2011 saison- und arbeitstäglich bereinigt um 1,0% höher als im Januar 2011 (nach – 0,1% im Januar 2011 gegenüber Dezember 2010). Dabei erhöhte sich der Inlandsumsatz um 2,2%. Die Umsätze mit ausländischen Abnehmern gingen dagegen leicht um 0,3% zurück. Bezogen auf die Absatzrichtung des Auslandsgeschäfts stieg der Umsatz mit der Eurozone um 1,7%, während er sich für das restliche Ausland um 1,8% verringerte.

Innerhalb der umsatzmäßig wichtigsten Wirtschaftszweige stieg der Umsatz im Februar 2011 preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt am stärksten bei den Herstellern von chemischen Erzeugnissen, und zwar um 5,8% gegenüber Januar 2011. Dabei erhöhten sich sowohl der Inlandsumsatz (+ 9,2%) als auch der Auslandsumsatz (+ 3,1%). Eine positive Entwicklung registrierten auch alle anderen Wirtschaftszweige, unter anderem die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln (+ 2,4%), die Metallerzeugung und -bearbeitung (+ 1,5%), die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+ 1,5%) und der Maschinenbau (+ 1,4%). Die genannten Branchen erzielten durchweg einen Zuwachs sowohl beim Inlandsumsatz als auch beim Auslandsumsatz.

Im Vergleich zum Februar 2010 lag der preis- und arbeitstäglich bereinigte Umsatz des Verarbeitenden Gewerbes im Februar 2011 um 13,6% höher. Das Geschäft mit inländischen Abnehmern stieg im gleichen Zeitraum um 11,5%. Der Auslandsumsatz legte um 15,7% zu. Dabei erhöhten sich der Absatz in die Eurozone um 12,0% und der Umsatz im Geschäft mit dem restlichen Ausland um 18,9%.

Kumuliert von Januar bis Februar 2011 lag das (arbeitstäglich bereinigte) reale Umsatzvolumen im Verarbeitenden Gewerbe um 13,2% über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Das Inlandsgeschäft stieg dabei um 10,5% und der Auslandsumsatz um 16,1%.

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Hamburg, 07.04.2011

Branchentrends

Euler Hermes: Branchentrends


Euler Hermes: Branchentrends in Deutschland

Industrie gesamt

Die Industrie bildet derzeit das konjunkturelle Zugpferd in Deutschland. 2010 legte die Industrieproduktion um 11,6% zu, nach -17,2% in 2009.

Die meisten Industriebranchen haben sich vom Absturz 2009 erholt. Durchweg positive Entwicklungen in 2010, aber mit größeren Unterschieden. Stärkste Zuwächse in den Bereichen Stahl, Automobilbau, Chemie, Elektro, EDV und Metalle.

2011 dürfte sich Produktionsentwicklung normalisieren, Euler Hermes rechnet mit Zuwachs um 7%. Das Vorkrisenniveau dürfte 2011 erreicht bzw. überschritten werden.

Insolvenzzahlen haben sich nach dem Schub in 2009 (+40,5%) mit -15,8% in 2010 wieder entspannt. Jahresdurchschnittliches Niveau vor der Krise ist damit aber noch nicht wieder erreicht (2.602 Fälle in 2010 gegenüber 2.201 Fälle in 2008).

Download der gesamten Euler Hermes Analyse (PDF)

Wiesbaden, 31.03.2011

Einzelhandel

Destatis: Einzelhandel


Destatis: Einzelhandelsumsatz im Februar 2011 real um 1,1% gestiegen

Die deutschen Einzelhandelsunternehmen setzten im Februar 2011 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nominal 3,0% und real 1,1% mehr um als im Februar 2010. Beide Monate hatten jeweils 24 Verkaufstage. Im Vergleich zum Januar 2011 ist der Umsatz im Februar 2011 unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten (Verfahren Zensus X-12-ARIMA) nominal um 0,8% gestiegen und real um 0,3% gesunken. Das Ergebnis für den Februar 2011 wurde mit Daten aus sieben Bundesländern berechnet, in denen circa 76% des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel getätigt werden.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Februar 2011 nominal 0,6% mehr und real 2,0% weniger um als im Februar 2010. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten nominal um 0,5% höher und real um 2,2% niedriger als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde nominal 1,9% mehr und real 0,1% weniger als im Februar 2010 umgesetzt.

Der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln erzielte im Februar 2011 nominal (+ 4,3%) und real (+ 3,4%) höhere Umsätze als im Vorjahresmonat. Hier lagen in allen Unterbranchen die Umsätze nominal und real über den Werten des Vorjahresmonats.

In den ersten beiden Monaten des Jahres 2011 setzte der deutsche Einzelhandel nominal 3,2% und real 1,8% mehr um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

München, 30.03.2011

Kredithürde

ifo: Kredithürde


ifo: Kredithürde weiterhin niedrig

Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im März nahezu unverändert niedrig. Mit einem Wert von 23,7% liegt sie lediglich 0,1 Prozentpunkte höher als im Februar. Damit klagt noch immer ein im längerfristigen Vergleich recht kleiner Anteil von Unternehmen über Schwierigkeiten beim Kreditzugang. Deutschland erlebt derzeit einen starken Investitionsboom, der von den Banken mit günstigen Krediten finanziert wird.

Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich die Kredithürde abhängig von der Unternehmensgröße unterschiedlich entwickelt. Für große Firmen ist sie um 0,3 Prozentpunkte auf 22,6% gestiegen. Für kleine Unternehmen hat sie sich um 2,3 Prozentpunkte auf 24,5% erhöht. Die mittelgroßen Unternehmen bewerten die Kreditvergabepolitik seltener als restriktiv. Die Hürde sinkt hier um 0,6 Prozentpunkte auf 21,0%.

Im Handel hat die Kredithürde um 0,6 Prozentpunkte auf 21,6% weiter abgenommen. Dagegen ist sie im Bauhauptgewerbe um 0,8 Prozentpunkte auf 32,4% gestiegen. Allerdings hatte sie sich hier im Februar besonders stark gesenkt, so dass sie trotz des aktuellen Anstiegs weiterhin deutlich unter ihrem Januarwert liegt.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München

Zur Pressemitteilung des ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V.

Wiesbaden, 30.03.2011

Unternehmens-Gründungen

Destatis: Unternehmensgründungen


Destatis: 2,8% weniger Gründungen größerer Betriebe im Jahr 2010

Im Jahr 2010 wurden rund 149.000 Betriebe in Deutschland gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 2,8% weniger als im Vorjahr. Im Jahr 2009 war die Zahl der Betriebsgründungen erstmals seit 2004 wieder angestiegen (+ 3,0% gegenüber 2008).

Außerdem wurden im Jahr 2010 rund 305.000 Kleinunternehmen gegründet. Das entspricht einem Zuwachs von 4,2% gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Gründungen von Nebenerwerbsbetrieben ging um 1,5% auf knapp 265.000 zurück. Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen – diese müssen nicht nur bei Gründung eines Gewerbebetriebes erfolgen, sondern auch bei Verlagerung, Umwandlung oder Übernahme – verringerte sich im Jahr 2010 um 0,2% und betrug rund 863.000.

Im Jahr 2010 haben rund 125.000 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung ihr Gewerbe aufgegeben. Das waren 3,0% weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Kleinunternehmen, die im Jahr 2010 geschlossen wurden, lag bei knapp 299.000 und damit um 2,2% niedriger als im Jahr 2009. Darüber hinaus gaben etwa 145.000 Nebenerwerbsbetriebe ihr Gewerbe auf (+ 0,1%). Insgesamt sank die Zahl der Gewerbeabmeldungen bei den Gewerbeämtern im Jahr 2010 um 2,0% gegenüber dem Vorjahr auf knapp 714.000. Dabei handelt es sich nicht nur um Schließungen, sondern auch um Betriebsübergaben, Umwandlungen und Fortzüge.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

München, 25.03.2011

ifo Geschäftsklimaindex

ifo: Geschäftsklimaindex


ifo: Geschäftsklimaindex geringfügig gesunken

Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im März leicht eingetrübt, nachdem es sich zuvor neun Mal in Folge verbessert hatte. Der Rückgang ist allein erwartungsbedingt. Knapp die Hälfte der Firmenantworten traf nach der Havarie in Fukushima ein. Insgesamt sind die Unternehmen in Deutschland jedoch weiterhin sehr zuversichtlich. Die momentane Geschäftslage ist sogar noch besser als zuvor. Die Konjunkturampeln stehen unverändert auf grün. Deutschland befindet sich im Aufschwung.

Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima erneut leicht verbessert. Bei der Lage gibt es ein deutliches Plus und bei den Erwartungen ein Minus. Das künftige Auslandsgeschäft wird von den Exporteuren nicht mehr ganz so optimistisch eingeschätzt wie noch im Februar. Noch mehr Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes wollen ihre Beschäftigung erhöhen.

Die Einzelhändler berichten von einer besseren Geschäftslage als im Februar. Hinsichtlich der Entwicklung in den nächsten sechs Monaten sind sie aber zurückhaltender, so dass sich das Geschäftsklima für den Einzelhandel praktisch nicht geändert hat. Im Großhandel hat der Geschäftsklimaindex leicht nachgegeben, weil die Erwartungen zurückgegangen sind. Die Geschäftslage ist aber weiterhin fast genauso gut wie im vergangenen Monat.

Im Bauhauptgewerbe ist das Geschäftsklima nicht mehr ganz so prächtig wie im Vormonat. Die Befragungsteilnehmer sind mit ihrer momentanen Geschäftslage etwas weniger zufrieden und für die Zukunft weniger optimistisch. Dennoch bleibt das Geschäftsklima im Bauhauptgewerbe weiterhin sehr freundlich.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München

Zur Pressemitteilung des ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V.

Wiesbaden, 25.03.2011

Importpreise

Destatis: Importpreise


Destatis: Importpreise Februar 2011: + 11,9% gegenüber Februar 2010

Der Index der Einfuhrpreise lag im Februar 2011 um 11,9% über dem Vorjahresstand. Im Januar 2011 hatte die Jahresveränderungsrate + 11,8% betragen, im Dezember 2010 lag sie bei + 12,0%. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg der Einfuhrpreisindex gegenüber Januar 2011 um 1,1%.

Energie war im Februar 2011 um 34,8% teurer als im Februar 2010. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise für Energieträger um 3,7%. Rohöl wies mit + 39,3% die höchste Vorjahresveränderungsrate auf (+ 5,2% gegenüber Januar 2011). Mineralölerzeugnisse waren im Vergleich zum Februar 2010 um 34,6% teurer (+ 3,4% gegenüber Januar 2011). Die Erdgaspreise lagen um 28,2% über denen des Vorjahresmonats (+ 1,8% gegenüber Januar 2011).

Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im Februar 2011 um 8,8% über dem Stand von Februar 2010 (+ 0,5% gegenüber Januar 2011). [...]

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Wiesbaden, 24.03.2011

Bauhauptgewerbe

Destatis: Bauhauptgewerbe


Destatis: Januar 2011: Aufträge im Bauhauptgewerbe real + 8,6% zum Vorjahr

Im Januar 2011 sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe (Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen) im Vergleich zum Januar 2010 preisbereinigt um 8,6% gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, nahm die Baunachfrage im Hochbau um 21,2% zu, im Tiefbau dagegen um 4,5% ab.

In den Betrieben des Hoch- und Tiefbaus waren Ende Januar 2011 rund 687 000 Personentätig, gegenüber dem Vorjahresmonat stieg ihre Zahl um 13 000 Personen an (+ 2,0%). Im Januar 2011 war die Tätigkeit am Bau deutlich weniger von winterlichen Verhältnissen beeinflusst als vor Jahresfrist. Im Berichtsmonat Januar 2011 wurde 46,1 Millionen Stunden auf den Baustellen gearbeitet – das waren 55,0% mehr ge­leistete Arbeitsstunden als im Januar 2010. Der Gesamtumsatz war mit rund 3,7 Milliarden Euro um 29,2% höher als im Vorjahresmonat.

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Wiesbaden, 22.03.2011

Export

Destatis: Export


Destatis: Exportanstieg im 4. Quartal 2010 um fast 21%

Die deutschen Ausfuhren stiegen im vierten Quartal 2010 um 20,7% gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal auf insgesamt 256,3 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war das ein preisbereinigter Anstieg der Ausfuhren um 14,7%.

Die Ausfuhren in die EU-Mitgliedstaaten nahmen im vierten Quartal 2010 gegenüber dem vierten Quartal 2009 um 18,2% auf 154,0 Milliarden Euro zu. Dabei wuchsen die Ausfuhren in die EU-Mitgliedstaaten, die nicht zur Eurozone gehören, mit + 21,5% stärker als die Ausfuhren in die Euroländer mit einer Zunahme von 16,7%. Den vergleichsweise höchsten Anstieg hatten die Ausfuhren in Drittstaaten mit + 24,8% auf 102,4 Milliarden Euro.

Die drei wichtigsten Handelspartner innerhalb der EU waren für das Gesamtjahr 2010 Frankreich, die Niederlande und das Vereinigte Königreich. Die deutschen Ausfuhren in diese drei Länder haben sich im vierten Quartal 2010 aber unterschiedlich entwickelt. Während die Ausfuhren nach Frankreich (+ 12,2% auf 24,0 Milliarden Euro) und in das Vereinigte Königreich (+ 12,1% auf 15,3 Milliarden Euro) gegenüber dem vierten Quartal 2009 unterdurchschnittliche Zuwächse auswiesen, sind die Ausfuhren in die Niederlande stark überdurchschnittlich angestiegen. Sie erhöhten sich um 29,9% auf 17,2 Milliarden Euro.

Wichtigster Handelspartner außerhalb der EU waren die Vereinigten Staaten. Von Oktober bis Dezember 2010 stiegen die Exporte im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 24,8% auf 17,6 Milliarden Euro. Demgegenüber stiegen im gleichen Zeitraum die Exporte nach China, dem zweitgrößten Handelspartner außerhalb der EU, um 39,4% auf 14,7 Milliarden Euro. Auch die Ausfuhren in die anderen sogenannten "BRIC-Staaten" haben sich positiv entwickelt: Die Exportanstiege im Handel mit Indien (+ 9,6% auf 2,6 Milliarden Euro) und Brasilien (+ 20,5% auf 2,6 Milliarden Euro) waren dabei aber unterdurchschnittlich. Die Ausfuhren nach Russland lagen im vierten Quartal 2010 mit 7,5 Milliarden Euro um 32,4% über den Exporten des gleichen Vorjahresquartals.

Die deutschen Einfuhren sind im vierten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 26,7% auf 217,0 Milliarden Euro gestiegen. Preisbereinigt ergibt sich hier eine Zunahme in Höhe von 15,0%.

Der Anstieg der Einfuhren aus Drittstaaten war stärker als der Importanstieg aus den EU-Mitgliedstaaten. Die Einfuhren aus der EU stiegen im vierten Quartal 2010 gegenüber dem vierten Quartal 2009 um 24,5% auf 122,9 Milliarden Euro und die Einfuhren aus Drittstaaten um 29,6% auf 94,1 Milliarden Euro.

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Wiesbaden, 15.03.2011

Handwerk

Destatis: Handwerk


Destatis: Umsatz im Handwerk steigt im Jahr 2010 um 0,6%

Im Jahr 2010 stiegen die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk gegenüber dem Jahr 2009 um 0,6%. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen anlässlich der vom 16. bis 22. März 2011 stattfindenden Internationalen Handwerksmesse mit. Zugleich waren in diesen Gewerben 0,9% weniger Personen tätig als 2009.

Die Umsätze innerhalb der sieben Gewerbegruppen des zulassungspflichtigen Handwerks entwickelten sich im Jahr 2010 unterschiedlich. Den stärksten Umsatzanstieg erzielten die Handwerke für den gewerblichen Bedarf mit einem Plus von 6,4%. Zu dieser Gewerbegruppe gehören industrienahe Gewerbezweige, wie beispielsweise Feinwerkmechaniker. Das Ausbaugewerbe (+ 4,7%) und das Gesundheitsgewerbe (+ 1,1%) hatten ebenfalls Umsatzanstiege zu verzeichnen. Die Umsätze im Bauhauptgewerbe stagnierten. Im Kraftfahrzeuggewerbe gingen die Umsätze am stärksten zurück (– 6,2%). Die Umweltprämie, die vom ersten bis dritten Quartal 2009 zu relativ hohen Umsätzen im Kraftfahrzeuggewerbe führte, war ein wichtiger Grund für diese rückläufige Entwicklung in 2010. Geringere Umsätze gab es ebenfalls im Lebensmittelgewerbe (– 0,7%) und bei den Handwerken für den privaten Bedarf (– 0,2%).

Eine Beschäftigungszunahme im Jahr 2010 gegenüber 2009 gab es im Gesundheitsgewerbe mit + 1,1% und im Bauhauptgewerbe mit + 0,3%. Im Ausbaugewerbe stagnierte die Zahl der Beschäftigten. Einen Rückgang der Beschäftigtenzahlen verzeichneten die Handwerke für den privaten Bedarf (– 2,9%), die Handwerke für den gewerblichen Bedarf (– 2,7%), das Kraftfahrzeuggewerbe (– 2,2%) und das Lebensmittelgewerbe (– 0,5%).

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Wiesbaden, 11.03.2011

Großhandel

Destatis: Großhandel


Destatis: Großhandelspreise Februar 2011: + 10,8% gegenüber Februar 2010

Der Index der Großhandelsverkaufspreise lag im Februar 2011 um 10,8% über dem Stand von Februar 2010. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war dies die höchste Veränderung gegenüber dem Vorjahr seit Oktober 1981 (+ 10,9% gegenüber Oktober 1980). Im Januar 2011 hatte die Jahresveränderungsrate + 9,4% und im Dezember 2010 + 9,5% betragen. Im Vergleich zum Vormonat Januar 2011 stiegen die Großhandelspreise im Februar 2011 um 1,4%.

Verglichen mit Februar 2010 waren auf Großhandelsebene im Februar 2011 insbesondere Getreide, Saatgut und Futtermittel deutlich teurer (+ 82,9%). Gegenüber Januar 2011 stiegen die Preise für diese Produkte um 6,3%.

Der Großhandelspreisindex für Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze lag im Februar 2011 um 46,4% über dem Niveau von Februar 2010 (+ 4,2% gegenüber Januar 2011). Obst, Gemüse und Kartoffeln waren auf Großhandelsebene um 13,5% teurer als ein Jahr zuvor (+ 3,9% gegenüber dem Vormonat).

Im Großhandel mit Erzen, Metallen und Metallhalbzeug erhöhten sich die Preise im Februar 2011 gegenüber Februar 2010 mit + 25,8% ebenfalls deutlich. Gegenüber dem Vor­monat Januar 2011 stiegen sie um 4,1%. Im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen lag das Preisniveau im Februar 2011 um 15,9% über dem von Februar 2010. Verglichen mit dem Vormonat Januar 2011 verteuerten sich die in diesem Bereich gehandelten Produkte um 1,9%.

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Wiesbaden, 10.03.2011

Insolvenzen 2010

Destatis: Unternehmensinsolvenzen


Destatis: 2,1% weniger Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2010

Im Jahr 2010 meldeten die deutschen Amtsgerichte 31 998 Unternehmensinsolvenzen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sank die Zahl der Insolvenzen von Unternehmen damit um 2,1% gegenüber 2009. Im Krisenjahr 2009 hatten die Unternehmensinsolvenzen erstmals seit dem Jahr 2003 wieder zugenommen (+ 11,6%). Im Jahr 2003 hatten sie mit 39 320 Fällen ihren bisherigen Höchststand.

Die Verbraucherinsolvenzen nahmen im Jahr 2010 zu. Sie stiegen auf 108 798 Fälle – das waren 7,6% mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2009 lag die Zahl der Verbraucherinsolvenzen um 3,0% höher als im Jahr 2008. Allerdings waren die Verbraucherinsolvenzen im Jahr 2008 zum ersten Mal seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999 zurückgegangen (– 7,1% gegenüber 2007).

Die Insolvenzen von Personen, die früher einer selbstständigen Tätigkeit nachgegangen sind, lagen mit 23 065 Fällen um 6,4% unter dem Vorjahresniveau. Bei den ehemals selbstständig Tätigen ist bereits eine Insolvenz des Unternehmens vorausgegangen. Für sie gilt, wie für Verbraucher, die Möglichkeit der Restschuldbefreiung und der Stundung der Verfahrenskosten.

Die Gesamtzahl aller Insolvenzen einschließlich der 2 783 Nachlassinsolvenzen und der 1 814 Insolvenzen von natürlichen Personen, die als Gesellschafter größerer Unternehmen von einer Insolvenz betroffen waren, belief sich im Jahr 2010 auf 168 458 Fälle (+ 3,4% gegenüber 2009).

Die Gerichte bezifferten die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger im Jahr 2010 auf rund 39,0 Milliarden Euro. Im Jahr 2009 beliefen sich die Forderungen auf 85,0 Milliarden Euro. Dies war die bisher höchste Forderungssumme und war auf die Insolvenzen einiger wirtschaftlich bedeutender Unternehmen zurückzuführen. Zum Zeitpunkt des Insolvenzantrages waren im Jahr 2010 insgesamt rund 131 000 Personen bei den insolventen Unternehmen beschäftigt. Im Jahr 2009 waren knapp 251 000 Arbeitnehmer von Insolvenzen betroffen. Allerdings konnten die Gerichte in beiden Jahren bei etwa 16% der insolventen Unternehmen keine Angaben über die Zahl der betroffenen Beschäftigten machen.

Im Dezember 2010 wurden 2 534 Insolvenzen von Unternehmen (– 1,9%) und 8 727 Insolvenzen von Verbrauchern gemeldet (+ 0,8%). Insgesamt registrierten die Gerichte 13 454 Insolvenzen, das waren 1,0% weniger als im Dezember 2009.

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Wiesbaden, 10.03.2011

Deutscher Export

Destatis: Deutscher Export


Destatis: Deutsche Ausfuhren im Januar 2011: + 24,2% zum Januar 2010

Im Januar 2011 wurden von Deutschland Waren im Wert von 78,5 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 68,4 Milliarden Euro eingeführt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Ausfuhren im Januar 2011 um 24,2% und die Einfuhren um 24,1% höher als im Januar 2010. Im Vormonatsvergleich war die Entwicklung von Aus- und Einfuhren kalender- und saisonbereinigt gegenläufig: Während die Ausfuhren gegenüber Dezember 2010 um 1,0% sanken, nahmen die Einfuhren um 2,3% zu.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Januar 2011 mit einem Überschuss von 10,1 Milliarden Euro ab. Im Januar 2010 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 8,1 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag im Januar 2011 der Außenhandelsbilanzüberschuss bei 11,8 Milliarden Euro.

Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen (– 1,2 Milliarden Euro), Erwerbs- und Vermögenseinkommen (+ 3,4 Milliarden Euro), laufende Übertragungen (– 3,7 Milliarden Euro) sowie Ergänzungen zum Außenhandel (– 1,3 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im Januar 2011 mit einem Überschuss von 7,2 Milliarden Euro ab. Im Januar 2010 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 5,6 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union wurden im Januar 2011 Waren im Wert von 48,3 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 41,8 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber Januar 2010 nahmen die Versendungen in die EU-Länder um 20,4% und die Eingänge aus diesen Ländern um 19,7% zu. Die Warenlieferungen in die Länder der Eurozone beliefen sich im Januar 2011 auf 32,7 Milliarden Euro (+ 18,8%), die Warenbezüge von dort auf 29,2 Milliarden Euro (+ 17,1%). In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Januar 2011 Waren im Wert von 15,6 Milliarden Euro (+ 23,8%) ausgeführt und Waren im Wert von 12,6 Milliarden Euro (+ 26,3%) von dort eingeführt.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Januar 2011 Waren im Wert von 30,2 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 26,7 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Januar 2010 nahmen die Exporte in die Drittländer um 30,8% zu, die Importe von dort erhöhten sich um 31,6%.

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Wiesbaden, 08.03.2011

Außenhandel

Destatis: Außenhandel


Destatis: Frankreich war Deutschlands wichtigster Handelspartner im Jahr 2010

Im Jahr 2010 wurden nach vorläufigen Zahlen Waren im Wert von 152,4 Milliarden Euro zwischen Deutschland und Frankreich gehandelt (Einfuhr und Ausfuhr). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war das Nachbarland Frankreich damit auch im Jahr 2010 wieder Deutschlands wichtigster Handelspartner. Auf Rang zwei folgte die Niederlande mit einem Warenverkehr in Höhe von 132,0 Milliarden Euro und auf Rang drei die Volksrepublik China mit einem Außenhandelsumsatz von 130,2 Milliarden Euro.

Frankreich war auch im Jahr 2010 – wie schon seit 1961 – wichtigstes Abnehmerland deutscher Waren. Deutschland führte Güter im Wert von 90,7 Milliarden Euro nach Frankreich aus. Auf den Plätzen zwei und drei der wichtigsten deutschen Exportländer lagen die Vereinigten Staaten (65,6 Milliarden Euro) und die Niederlande (63,2 Milliarden Euro).

Bei den deutschen Importen war im Jahr 2010 die Volksrepublik China mit 76,5 Milliarden Euro wichtigstes Lieferland. An zweiter Stelle lagen die Niederlande (68,8 Milliarden Euro), an dritter Stelle Frankreich (61,8 Milliarden Euro). China baute damit in 2010 seinen Vorsprung als wichtigster Lieferant ausländischer Waren für Deutschland weiter aus. Im Jahr 2009 lag China mit importierten Waren im Wert von 56,7 Milliarden Euro nur knapp vor den Niederlanden (55,6 Milliarden Euro). Im Jahr 2008 hatte China hinter den Niederlanden und Frankreich noch auf Rang drei gelegen.

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Wiesbaden, 03.03.2011

Einzelhandel

Destatis: Einzelhandel


Destatis: Einzelhandelsumsatz im Januar 2011 real um 2,6% gestiegen

Die deutschen Einzelhandelsunternehmen setzten im Januar 2011 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nominal 3,8% und real 2,6% mehr um als im Januar 2010. Beide Monate hatten jeweils 25 Verkaufstage. Im Vergleich zum Dezember 2010 stieg der Umsatz im Januar 2011 unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten nominal um 1,3% und real um 1,4%. Das Ergebnis für den Januar 2011 wurde aus Daten von sechs Bundesländern berechnet, in denen 66% des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel getätigt werden.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Januar 2011 nominal 0,1% und real 2,3% weniger um als im Januar 2010. Dabei wurde bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten nominal 0,4% und real 2,5% weniger als im Vorjahresmonat abgesetzt, beim Facheinzelhandel mit Lebensmitteln lagen die Umsätze nominal um 3,1% und real um 1,2% höher.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln wurde im Januar 2011 nominal (+ 6,6%) und real (+ 6,2%) mehr als im Vorjahresmonat umgesetzt. In diesem Bereich lagen die Umsätze in allen großen Branchen nominal und real über den Werten des Vorjahresmonats.

Neben der dargestellten Entwicklung im Einzelhandel gab es im Kfz-Handel mit + 19,3% nominal und + 18,6% real die stärksten Zuwächse zum Vorjahresmonat seit März 1998.

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Wiesbaden, 02.03.2011

Automobil

Destatis: Automobilbranche


Destatis: Jahr 2010: Kraftfahrzeuge wieder Deutschlands wichtigstes Exportgut

Kraftwagen und Kraftwagenteile waren im Jahr 2010 mit einem Anteil von 16,6% (159,4 Milliarden Euro) an den deutschen Gesamtexporten wieder Deutschlands wichtigste Exportgüter. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Zahlen mitteilt, verzeichneten die Kraftfahrzeugexporte im Jahr 2010 Zuwächse von 29,7% gegenüber dem Jahr 2009. Im Krisenjahr 2009 waren die Kraftfahrzeugexporte auf den zweiten Rang hinter den Maschinenbau zurückgefallen.

Auf den Rängen zwei und drei folgten im Jahr 2010 Maschinen mit einem Anteil von 14,5% (138,7 Milliarden Euro) an den Gesamtexporten Deutschlands und chemische Erzeugnisse mit einem Anteil von 9,4% (90,6 Milliarden Euro).

Gegenüber dem Jahr 2009 stiegen damit die Ausfuhren von Maschinen um 11,3% und von chemischen Erzeugnissen um 20,5%.

Importseitig waren im Jahr 2010 Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse mit einem Anteil von 11,2% (90,2 Milliarden Euro) an den Gesamteinfuhren auf Rang eins, gefolgt von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen mit einem Anteil von 8,6% (69,2 Milliarden Euro). Auf Rang drei lagen die Importe von Erdöl und Erdgas mit einem Anteil von 7,8% (63,3 Milliarden Euro).

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Wiesbaden, 28.02.2011

Schienengüterverkehr

Destatis: Schienengüterverkehr


Destatis: Schienengüterverkehr 2010: Vorjahresverluste zum Teil ausgeglichen

Im Jahr 2010 wurden insgesamt 355,7 Millionen Tonnen Güter auf dem deutschen Schienennetz transportiert, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Nach dem Einbruch im Jahr 2009 mit einem Rückgang von 15,9% ist der Gütertransport im Jahr 2010 mit + 14,0% gegenüber dem Vorjahr so stark wie nie zuvor gestiegen. Er unterschritt aber den bisherigen Höchstwert des Jahres 2008 von 371,3 Millionen Tonnen um 4,2%.

Der Binnenverkehr erreichte 2010 mit 242,1 Millionen Tonnen (+ 14,9% gegenüber 2009) als einzige Hauptverkehrsbeziehung ein höheres Ergebnis als im Jahr 2008.
Bei den Verkehren mit Auslandsbezug ist der Empfang aus dem Ausland mit + 17,8% gegenüber dem Vorjahr besonders stark gewachsen. Hier wie auch beim grenzüberschreitenden Versand und beim Durchgangsverkehr konnte trotz Zunahmen das Volumen von 2008 noch nicht wieder erreicht werden.

Mit Ausnahme von landwirtschaftlichen Erzeugnissen (– 3,2%) und anderen Nahrungsmitteln (– 13,5%) stieg das Transportvolumen aller Güterarten im Jahr 2010 an. Die Produktkategorie Eisen und NE-Metalle hat mit + 39,4% das größte Plus verzeichnet. Allerdings waren diese Güter im Vorjahr besonders stark eingebrochen, sodass im Jahr 2010 die Verluste noch nicht wieder ausgeglichen wurden. Einige Güterabteilungen haben 2010 hingegen den Wert von 2008 bereits wieder erreicht beziehungsweise diesen leicht überstiegen. Dazu zählen unter anderem Steine und Erden (+ 3,0% gegenüber 2009) und chemische Erzeugnisse (+ 6,3% gegenüber 2009).

Die Transportleistung stieg um 12,0% auf 107,3 Milliarden Tonnenkilometer und entsprach damit nahezu dem Wert von 2006 (107,0 Milliarden Tonnenkilometer). 2010 wurden Güter durchschnittlich 302 Kilometer weit befördert, die Transportweite ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 1,8% gesunken.

Im Containerverkehr wurden insgesamt 5,6 Millionen TEU (Twenty Foot Equivalent Unit) transportiert, im Vergleich zum Vorjahr entsprach das einer Zunahme von 10,6%. Containertransporte erreichten damit das Volumen, das schon im Jahr 2007 erzielt wurde.

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München, 24.02.2011

Kredithürde

ifo: Kredithürde


ifo: Kreditzugang für Unternehmen erneut leichter

Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im Februar weiter gesunken. Mit einem Wert von 23,6% liegt sie um 1,8 Prozentpunkte unter der Marke vom Januar. Bisher wurde einzig im Sommer 2007 mit 22,9% ein noch niedrigerer Wert gemessen. Der Kreditmarkt ist heute liquide wie lange nicht.

Die Kredithürde hat in allen betrachteten Wirtschaftsbereichen abgenommen. Im Verarbeitenden Gewerbe ist sie zudem über alle Unternehmensgrößenklassen hinweg gesunken. Bei den großen Unternehmen hat sie um 1,5 Prozentpunkte auf 22,3%, bei den mittelgroßen Firmen um 1,4 Prozentpunkte auf 21,6% und bei den Kleinunternehmen um 3,8 Prozentpunkte auf 22,2% abgenommen.

Im Handel haben sich die Klagen über einen schwierigen Kreditzugang um 0,6 Prozentpunkte auf 22,2% verringert. Die Kredithürde im Bauhauptgewerbe ist deutlich – um 4,7 Prozentpunkte – auf 31,6% gefallen.

Für kleine Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe und für die Unternehmen im Bauhauptgewerbe lag die Messlatte für den Kreditzugang seit Beginn der Umfrage noch nie so niedrig wie derzeit.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München

Zur Pressemitteilung des ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V.

München, 21.02.2011

ifo Geschäftsklimaindex

ifo Geschäftsklimaindex


ifo Geschäftsklimaindex weiter im Höhenflug

Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im Februar zum neunten Mal in Folge verbessert. Die Unternehmen berichten nochmals häufiger von einer guten Geschäftslage als im vergangenen Monat. Hinsichtlich der Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr sind sie unverändert optimistisch. Der Aufschwung in Deutschland ist robust.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex abermals gestiegen. Die aktuelle Geschäftslage hat sich bei den Industriefirmen erneut verbessert. Ihre weiterhin positiven Geschäftserwartungen haben sie lediglich leicht nach unten angepasst. Die Exporteure rechnen mit nochmals stärkeren Impulsen aus dem Auslandsgeschäft. Ihre Mitarbeiterzahl wollen die Industriefirmen deutlicher erhöhen als bisher.

Der Einzelhandel ist der einzige Wirtschaftsbereich in dem sich das Geschäftsklima etwas abgekühlt hat. Die Unternehmen sind hier mit ihrer Geschäftslage nicht mehr ganz so zufrieden wie bislang. Bezüglich der weiteren Geschäftsentwicklung sind sie aber wieder etwas zuversichtlicher. Erheblich verbessert hat sich das Geschäftsklima im Großhandel. Die aktuelle Lagebeurteilung und die Erwartungen der befragten Großhändler sind positiver als im Januar.

Die Unternehmen im Bauhauptgewerbe sind mit ihrer aktuellen Geschäftssituation deutlich zufriedener. Im Hinblick auf den Geschäftsverlauf in den nächsten sechs Monaten sind sie lediglich geringfügig weniger optimistisch als im vergangenen Monat. Das Geschäftsklima im Bauhauptgewerbe hat sich daher verbessert.

Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München

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München, 16.02.2011

Wirtschaftsklima-Indikator Welt

ifo: Weltwirtschaftsklimaindikator


ifo: Weltwirtschaftsklimaindikator weiter gesunken

Der ifo Indikator für das Weltwirtschaftsklima ist nach dem leichten Rückgang im vierten Quartal 2010 wieder deutlich gestiegen und erreichte den höchsten Stand seit Ende 2007. Der Indikator befindet sich nun deutlich über seinem langfristigen Durchschnitt. Der Anstieg des Weltwirtschaftsindikators resultierte aus günstigeren Einschätzungen sowohl der derzeitigen Lage als auch der Perspektiven für die nächsten sechs Monate. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Weltkonjunktur nach einer leichten Dämpfung zum Ende des vergangenen Jahres wieder an Fahrt gewinnt.

Der Wirtschaftsklimaindikator stieg in Nordamerika sprunghaft auf seinen höchsten Stand seit Ende 2007. Auch in Westeuropa zog der Indikator nach der Verlangsamung im zweiten Halbjahr 2010 wieder stärker an, allerdings nicht so ausgeprägt wie in Nordamerika. In Asien verbesserte sich das Wirtschaftsklima, der Indikator blieb jedoch unter seinem hohen Wert vom dritten Quartal 2010. In Nordamerika und Westeuropa resultierte die Verbesserung des Indikators gleichermaßen aus einer positiveren Einschätzung der Lage als auch der Erwartungen. In Asien dagegen zogen insbesondere die Erwartungen deutlich an, während sich die Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage marginal verbesserte.

In nahezu allen Ländern gingen die Preiserwartungen nach oben. Besonders ausgeprägt ist dies in Asien, vor allem in China und Vietnam. In Nordamerika und Westeuropa wird 2011 jeweils mit einem Preisanstieg von 2,0% gerechnet, nach gemeldeten 1,6% bzw. 1,8% im Vorjahr. Im Weltdurchschnitt wird 2011 mit einem Preisanstieg von 3,4%, im Vergleich zu 3,1% im Vorjahr, gerechnet.

Die Zahl der WES-Experten, die von steigenden kurz- und langfristigen Zinsen im Laufe der nächsten sechs Monate ausgehen, hat nahezu überall etwas zugenommen. Lediglich in den GUS-Staaten und in der Mehrheit der afrikanischen Länder wird mit weitgehend stabilen Zinsen im Laufe der nächsten sechs Monate gerechnet.

Nach Ansicht der WES-Experten ist der US-Dollar im Weltdurchschnitt angemessen bewertet. Daran wird sich nach Meinung der Wirtschaftsexperten im nächsten halben Jahr wenig ändern. Regional betrachtet wird mit einer Wertminderung des US-Dollar in Asien, Osteuropa und den GUS-Staaten, dagegen mit einem Wertanstieg in Afrika und in sehr geringem Maße auch in Westeuropa sowie Lateinamerika gerechnet.

Hans-Werner Sinn,
Präsident ifo Institut für Wirtschaftsforschung

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Wiesbaden, 15.02.2011

BIP Deutschland

Destatis: BIP


Destatis: Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal 2010 moderat gestiegen

Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat sich zum Jahresende 2010 fortgesetzt, jedoch etwas verlangsamt: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im vierten Quartal 2010 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – im Vergleich zum Vorquartal um 0,4%. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist die deutsche Wirtschaft im gesamten Jahr 2010 um 3,6% (kalenderbereinigt: 3,5%) gewachsen. Dies entspricht der ersten Berechnung vom Januar dieses Jahres.

Im Vorjahresvergleich lag die Wirtschaftsleistung in allen Quartalen des Jahres 2010 deutlich über dem Niveau des Krisenjahres 2009. Im letzten Vierteljahr 2010 stieg das preisbereinigte BIP gegenüber dem vierten Quartal 2009 um 4,0%.

Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) vor allem vom Außenbeitrag (Exporte abzüglich Importe). Im Inland wurde zudem mehr in Ausrüstungen investiert und auch mehr konsumiert, so dass insbesondere der witterungsbedingte Rückgang der Bauinvestitionen kompensiert werden konnte.

Der sogenannte statistische Überhang des Jahres 2010 beträgt 1,2%. Dabei handelt es sich um die Wachstumsrate, die sich für das Jahr 2011 ergäbe, wenn das saison- und kalenderbereinigte BIP im gesamten Jahr auf dem Niveau des vierten Quartals 2010 verbleiben würde.


Die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2010 wurde von 41,0 Millionen Erwerbstätigen erbracht, das waren 422 000 Personen oder 1,0% mehr als ein Jahr zuvor.

Neben der Erstberechnung des vierten Quartals 2010 hat das Statistische Bundesamt auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse des Bruttoinlandsprodukts für die ersten drei Quartale 2010 sowie für das Jahr 2010 überarbeitet und – soweit erforderlich – revidiert. Die Überarbeitung hat zu leicht geänderten vierteljährlichen Veränderungsraten des BIP im ersten und zweiten Quartal geführt; die Jahresrate blieb davon unberührt (siehe Tabelle).

Ausführlichere Ergebnisse gibt das Statistische Bundesamt am 24. Februar 2011 bekannt.

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Wiesbaden, 11.02.2011

Großhandel

Destatis: Großhandel


Großhandelspreise Januar 2011: + 9,4% gegenüber Januar 2010

Der Index der Großhandelsverkaufspreise lag im Januar 2011 um 9,4% über dem Stand von Januar 2010. Im Dezember 2010 hatte die Jahresveränderungsrate + 9,5% und im November 2010 + 7,8% betragen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sind nunmehr die im Verlauf der Wirtschaftskrise beobachteten Preisrückgänge vollständig kompensiert. Der Großhandelsverkaufspreisindex überstieg im Januar 2011 das Niveau vom Juli 2008 und erreichte damit den höchsten jemals gemessenen Wert. Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2010 stiegen die Großhandelspreise im Januar 2011 um 1,2%.

Im Vergleich zu Januar 2010 waren auf Großhandelsebene im Januar 2011 insbesondere Getreide, Saatgut und Futtermittel deutlich teurer (+ 71,2%). Gegenüber Dezember 2010 stiegen die Preise für diese Produkte um 5,0%.

Auch der Großhandelspreisindex für Obst, Gemüse und Kartoffeln lag im Januar 2011 mit + 14,8% über dem Niveau von Januar 2010 (+ 0,3% gegenüber Dezember 2010). Milch und Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette waren auf Großhandelsebene um 2,0% teurer als ein Jahr zuvor (+ 0,6% gegenüber dem Vormonat).

Im Großhandel mit Erzen, Metallen und Metallhalbzeug erhöhten sich die Preise im Januar 2011 gegenüber Januar 2010 mit + 21,8% deutlich. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2010 stiegen sie um 2,7%. Im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen lag das Preisniveau im Januar 2011 um 12,5% über dem von Januar 2010. Verglichen mit dem Vormonat Dezember 2010 verteuerten sich die in diesem Bereich gehandelten Produkte um 1,5%.

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Wiesbaden, 10.02.2011

Insolvenzen

Destatis: Insolvenzen


1,6% weniger Unternehmensinsolvenzen im November 2010

Im November 2010 meldeten die deutschen Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2 498 Unternehmensinsolvenzen. Das waren 1,6% weniger als im November 2009.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen lag im November 2010 mit 9 685 Fällen um 9,0% höher als im Vorjahresmonat. Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen summierte sich die Gesamtzahl der Insolvenzen auf insgesamt 14 564 Fälle, das waren 5,5% mehr als im November 2009.

Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für November 2010 auf 2,3 Milliarden Euro gegenüber 3,0 Milliarden Euro im November des Vorjahres.

Von Januar bis November 2010 wurden 29 464 Insolvenzen von Unternehmen (– 2,1% gegenüber dem Vorjahreszeitraum) sowie 100 071 Insolvenzen von Verbrauchern (+ 8,2%)gemeldet. Insgesamt registrierten die Gerichte in diesem Zeitraum 155 004 Insolvenzen. Das waren 3,8% mehr als in den Monaten Januar bis November 2009.

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München, 09.02.2011

Wirtschaftsklima-Indikator Euroraum

ifo: Wirtschaftsklima


Euroraum: ifo Indikator für das Wirtschaftsklima steigt weiter

Der ifo Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum ist im ersten Quartal deutlich gestiegen und kletterte erstmals seit Ende 2007 wieder über seinen langfristigen Durchschnitt. Vor allem die aktuelle wirtschaftliche Situation, aber auch die Erwartungen für die nächsten sechs Monate wurden günstiger bewertet als im vierten Quartal 2010. Die neuesten Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich der konjunkturelle Aufschwung im Euroraum insgesamt fortsetzt, dies aber mit erheblichen Unterschieden in den einzelnen Mitgliedsländern.

Die aktuelle Wirtschaftslage wurde in Deutschland und Österreich als sehr günstig beurteilt. In Belgien, Slowakei, Finnland, den Niederlanden und Luxemburg ist sie zufriedenstellend. Die wirtschaftliche Lage von Frankreich, Italien und Estland hat sich im Vergleich zur Umfrage im Vorquartal zwar etwas verbessert, dennoch bleibt sie den WES-Experten zufolge immer noch ungünstig. In den Euro-Peripherieländern Griechenland, Irland, Spanien und Portugal beurteilten die Wirtschaftsexperten die derzeitige wirtschaftliche Situation weiterhin als sehr schwach.

Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate sind im Euroraum überwiegend zuversichtlich, nur in Griechenland und Portugal wird von einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation ausgegangen.

Die Preiserwartungen der WES-Experten sprechen für ein Anziehen der Inflation in den nächsten Monaten. Auf Jahressicht wird im Euroraum mit einer Inflationsrate von 1,9% gerechnet, was nahe dem Stabilitätsziel der Europäischen Zentralbank liegt.

Mehr WES-Experten als bisher gehen von Zinsanhebungen der EZB im Laufe der nächsten sechs Monate aus. Stärker als die kurzfristigen Zinsen werden ihrer Meinung nach die langfristigen Zinsen steigen.

Der Euro gilt gegenüber dem US-Dollar derzeit als etwas überbewertet. Im Laufe der nächsten sechs Monate wird mit einer leichten Verteuerung des US-Dollar gegenüber dem Euro gerechnet.

Hans-Werner Sinn,
Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München

Zur Pressemitteilung des ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V.

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