Allgemeine Informationen zur Wirtschaftslage in Deutschland und weltweit
Im Fokus:
München, 28.07.2010
Kredithürde
Kredithürde sinkt weiter
Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands setzt im Juli ihre Abwärtstendenz fort und sinkt den siebten Monat in Folge. Aktuell klagen 31,6% der befragten Unternehmen über eine restriktive Kreditvergabe durch die Banken. Im Vormonat waren es noch 34,0%. Vor genau einem Jahr – im Juli 2009 – erreichte die Kredithürde ihren bisherigen Hochpunkt in der Wirtschafts- und Finanzkrise mit 45,1%. Innerhalb eines Jahres ist sie somit um 13,5 Prozentpunkte gefallen. Die konjunkturelle Erholung in Deutschland wird von der Kreditpolitik der Banken momentan kaum gebremst.
Die Kredithürde ist im Juli – wie bereits im vergangenen Monat – über alle betrachteten Wirtschaftsbereiche hinweg gesunken, im verarbeitenden Gewerbe, im Bauhauptgewerbe und im Handel. Im verarbeitenden Gewerbe nahmen die Klagen über eine zurückhaltende Kreditvergabepraxis der Banken in allen Unternehmensgrößenklassen ab. Die Kredithürde sinkt für die großen Industriefirmen um 2,8 Prozentpunkte auf 36,7% und für die mittelgroßen Unternehmen um 2,9 Prozentpunkte auf 30,0%. Am stärksten nimmt sie für die kleinen Firmen ab. Bei ihnen fällt sie um 5,2 Prozentpunkte auf aktuell 30,5%.
Im Bauhauptgewerbe bewerten 38,2% der Befragungsteilnehmer den Kreditzugang als schwierig. Das sind 2,1 Prozentpunkte weniger als im Juni. Bei den Handelsunternehmen hat die Kredithürde um 1,5 Prozentpunkte auf 28,5% nachgegeben.
Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München
Zur Pressemitteilung des ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V.
München, 23.07.2010
ifo Geschäftsklimaindex
ifo Geschäftsklimaindex im Steigflug
Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im Juli deutlich gestiegen. Diese Zunahme ist der größte Sprung nach oben seit der Wiedervereinigung Deutschlands. Die Unternehmen berichten von einer erheblich besseren Geschäftslage als im vergangenen Monat. Die Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr schätzen die Befragungsteilnehmer zudem optimistischer ein als im Juni. Die deutsche Wirtschaft ist wieder in Partylaune.
Im verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima stark aufgehellt. Die Geschäftslage der Indus-trieunternehmen hat sich klar verbessert. Zudem sind die Befragungsteilnehmer wieder optimistischer in Bezug auf ihre Geschäfte in den nächsten sechs Monaten. Hinsichtlich des Auslandsgeschäfts sehen die Unternehmen ähnlich gute Exportchancen wie im vergangenen Monat. Ihre vorhandenen Geräte und Maschinen lasten die Firmen stärker aus als im Frühjahr. Die Kapazitätsauslastung ist in der Industrie nur noch leicht unterhalb des langjährigen Durchschnitts. Die Personalplanungen der Unternehmen sind günstiger als bisher und deuten auf einen leichten Beschäftigungsaufbau hin.
Auch im Großhandel, im Einzelhandel und im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima aufgeheitert. Im Einzel- und im Großhandel bewerten die Unternehmen ihre Geschäftslage vermehrt als gut. Die Erwartungen der Befragungsteilnehmer hinsichtlich des Geschäftsverlaufs im kommenden halben Jahr sind in beiden Handelsstufen positiver als bislang. Die Befragungsteilnehmer im Bauhauptgewerbe bewerten ihre aktuelle Geschäftssituation erheblich günstiger als im Vormonat. Ihre Geschäftsperspektiven für die nächsten sechs Monate schätzen sie geringfügig weniger zuversichtlich ein als im Juni.
Hans-Werner Sinn
Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München
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Paris, 22.07.2010
Euler Hermes Chile
Euler Hermes eröffnet Büro in Santiago
“Die Nähe zum Kunden und seinem Geschäfts ist ein Grund für die Eröffnung des neuen Euler Hermes Büros in Chile. Dies ist ein weiterer Schritt vorwärts beim wirtschaftlichen Neuaufbau Chiles und wir sind zuversichtlich dabei eine wichtige Rolle zu spielen.” sagte Jochen Dümler, CEO von Euler Hermes Amerikas.
Zur Pressemitteilung der Euler Hermes S.A.
Wiesbaden, 13.07.2010
Großhandelspreise
Großhandelspreise Juni 2010: + 5,1% gegenüber Juni 2009
Der Index der Großhandelsverkaufspreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juni 2010 um 5,1% über dem Stand von Juni 2009. Im Mai 2010 hatte die Jahresveränderungsrate + 6,2% und im April 2010 + 6,0% betragen. Im Vergleich zum Vormonat Mai gingen die Großhandelspreise im Juni 2010 um 0,2% zurück.
Insbesondere im Großhandel mit Erzen, Metallen und Metallhalbzeug erhöhten sich die Preise im Juni 2010 deutlich, und zwar um 24,5% gegenüber Juni 2009 und um 0,8% gegenüber Mai 2010. Im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen verteuerten sich im Juni 2010 die gehandelten Güter gegenüber Juni 2009 um 11,8%. Im Vergleich zum Vormonat Mai 2010 fielen die Preise dagegen um 2,2%.
In der Landwirtschaft und im Nahrungsmittelsektor waren im Juni 2010 auf Großhandelsebene Milch und Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette im Vergleich zum Juni 2009 um 7,9% teurer. Auch gegenüber Mai 2010 stiegen die Preise hier wieder an (+ 2,6%). Obst, Gemüse und Kartoffeln verteuerten sich im Vergleich zum Juni 2009 um 6,7%. Hier war gegenüber Mai 2010 ein Preisanstieg um 1,0% zu verzeichnen. Dagegen waren Getreide, Saatgut und Futtermittel im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2009 um 3,3% günstiger. Sie kosteten aber ebenfalls mehr als im Vormonat (+ 2,0%).
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Wiesbaden, 09.07.2010
Insolvenzen
6,2% weniger Unternehmensinsolvenzen im April 2010
Im April 2010 meldeten die deutschen Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2 794 Unternehmensinsolvenzen. Das waren 6,2% weniger als im April 2009. Dagegen nahm die Zahl der Verbraucherinsolvenzen zu: Mit 8 779 Fällen lag sie um 6,4% höher als im April 2009. Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen summierte sich die Gesamtzahl der Insolvenzen auf insgesamt 13 949 Fälle, das waren 2,0% mehr als im April des Vorjahres.
Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für den April 2010 auf 5,8 Milliarden Euro gegenüber 3,4 Milliarden Euro im April des Vorjahres. Der Anstieg der Forderungen ist auf die Insolvenzen einiger wirtschaftlich bedeutender Unternehmen zurückzuführen.
In den Monaten Januar bis April 2010 wurden 11 024 Insolvenzen von Unternehmen(+ 3,1% gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum) und 36 015 Insolvenzen von Verbrauchern(+ 11,3%) gemeldet. Insgesamt registrierten die Gerichte 56 648 Insolvenzen, das waren 7,5% mehr als von Januar bis April 2009.
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Hamburg, 28.06.2010
Internationale Insolvenzprognose 2010/2011
Erholung der Weltwirtschaft weiter labil – nur langsame Trendwende bei den Unternehmensinsolvenzen
Die Weltwirtschaft erholt sich nur langsam von der schweren Rezession. Treiber des Aufschwungs sind vor allem Asien und die USA wohingegen die Entwicklung in Europa verhalten bleibt. Bei den internationalen Unternehmensinsolvenzen vollzieht sich die Trendwende dementsprechend langsam, wobei in Westeuropa eine Entspannung erst 2011 einsetzt.
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Ergänzende Grafiken
Wiesbaden, 25.06.2010
Importpreise
Importpreise Mai 2010: + 8,5% gegenüber Mai 2009
Der Index der Einfuhrpreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Mai 2010 um 8,5% über dem Vorjahresstand. Dies war die höchste Jahresteuerungsrate seit November 2000 (+ 10,6% gegenüber November 1999). Im April 2010 hatte die Jahresveränderungsrate + 7,9% und im März 2010 + 5,0% betragen. Gegenüber April 2010 stieg der Einfuhrpreisindex im Mai 2010 um 0,6%.
Der Preisanstieg im Mai 2010 ist vor allem auf die höheren Energiepreise zurückzuführen (+ 26,8% gegenüber Mai 2009 und – 2,6% gegenüber April 2010). Rohöl verteuerte sich gegenüber Mai 2009 um 40,7% (– 6,6% gegenüber April 2010) und Mineralölerzeugnisse um 45,0% (– 1,2% gegenüber April 2010). Die Preise für Erdgas waren im Mai 2010 um 2,9% höher als im Mai 2009; im Vergleich zum April 2010 stiegen sie um 2,8%. Dagegen lag das Preisniveau für Steinkohle deutlich unter dem von Mai 2009 (– 14,9%); gegenüber April 2010 verteuerten sich die Steinkohleimporte im Mai 2010 um 8,7%.
Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im Mai 2010 um 5,5% über dem Stand von Mai 2009 (+ 1,2% gegenüber April 2010).
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München, 22.06.2010
ifo Geschäftsklimaindex
ifo Geschäftsklimaindex leicht gestiegen
Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im Juni geringfügig verbessert. Die Unternehmen sind mit ihrer momentanen Geschäftssituation zufriedener. Die Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr schätzen sie jedoch den zweiten Monat in Folge etwas weniger optimistisch ein. Dennoch sind die Unternehmen weiterhin zuversichtlich. Die Konjunkturerholung setzt sich fort.
Im verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima geringfügig weiter aufgehellt. Die Geschäftslage der Industrieunternehmen hat sich erneut verbessert. Zum vierten Mal in Folge beurteilen die Befragungsteilnehmer ihre aktuelle Geschäftssituation günstiger. Ihr Optimismus hinsichtlich der Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten hat sich dagegen etwas abgeschwächt. Das Exportgeschäft wird nach Ansicht der Unternehmen nicht ganz so kräftig zunehmen wie bislang. Dennoch bewerten sie ihre Perspektiven für das Auslandsgeschäft weiterhin als sehr gut. Die Beschäftigungsplanungen der Firmen deuten darauf hin, dass sie ihre Mitabeiterzahl nahezu unverändert halten wollen.
Die befragten Großhändler sind mit ihrer momentanen Geschäftssituation wieder zufriedener. Ihre Erwartungen an den Geschäftsverlauf in den nächsten sechs Monaten sind von verhaltenem Optimismus geprägt und haben sich im Vergleich zum Mai kaum verändert. Insgesamt hat sich das Geschäftsklima im Großhandel daher leicht verbessert. Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindex ebenfalls gestiegen. Die befragten Unternehmen bewerten ihre Geschäftssituation wieder günstiger. Zudem äußern sie sich hinsichtlich der Geschäftsentwicklung in der nahen Zukunft zuversichtlicher als im Mai.
Das Geschäftsklima im Einzelhandel hat sich im Gegensatz zu den anderen Wirtschaftsbereichen etwas eingetrübt. Die Befragungsteilnehmer sind zwar mit ihrer augenblicklichen Geschäftslage weniger unzufrieden als im vergangenen Monat, die Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr schätzen sie aber zurückhaltender ein.
Hans-Werner Sinn
Präsident, ifo Institut für Wirtschaftsforschung
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Hamburg, 17.06.2010
Insolvenzprognose (Deutschland)
Trendwende bei den Insolvenzen erst 2011
Die konjunkturelle Erholung der deutschen Wirtschaft spiegelt sich auch in der Entwicklung der Firmeninsolvenzen wider. Nach dem dramatischen Anstieg 2009 steigt die Zahl der Firmeninsolvenzen in diesem Jahr nur noch leicht um 1,3% auf 33.100. Die Summe der Not leidenden Forderungen wird dagegen schon 2010 sinken.
In ihrer neuesten Prognose rechnen die Experten von Euler Hermes erst in 2011 mit einer deutlichen Trendumkehr bei den Unternehmensinsolvenzen. Dann wird die Zahl voraussichtlicht um 5,4% auf 31.300 sinken. Trotzdem wird das Niveau vor der Krise, als die Anzahl der Firmeninsolvenzen bei weniger als 30.000 lag, im nächsten Jahr noch nicht erreicht werden.
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Ergänzende Grafiken
Kiel, 17.06.2010
Konjunktur
Konjunkturelle Erholung setzt sich in verlangsamtem Tempo fort
Institut für Weltwirtschaft, Kiel:
In den vergangenen Monaten haben sich die Frühindikatoren deutlich verbessert. Die konjunkturelle Dynamik dürfte in der ersten Jahreshälfte deutlich höher gewesen sein, als vom IWF im vergangenen März geschätzt wurde. Für das Jahr 2010 insgesamt prognostizierte das IWF einen Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts um 2,1% (Prognose im März: 1,2%). Die Zunahme im Jahr 2011 setzte das IWF mit 1,2% deutlich niedriger an als in der Prognose vom März (1,8%), vor allem weil die Finanzpolitik im kommenden Jahr dämpfend wirkt und sich die Weltkonjunktur stärker abschwächt als bisher erwartet. Die Zahl der Arbeitslosen wird weiter spürbar sinken.
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Volltext der IFW-Studie (PDF)
Wiesbaden, 11.06.2010
Außenhandel
Außenhandel im 1. Quartal 2010: Exporte steigen um 10,3%
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stiegen die deutschen Gesamtausfuhren im ersten Quartal 2010 gegenüber dem ersten Quartal 2009 um 10,3% auf 219,5 Milliarden Euro. Preisbereinigt, das heißt ohne Berücksichtigung von Wertveränderungen, nahmen die Ausfuhren um 12,2% zu.
Die nominellen Exporte in Länder außerhalb der EU nahmen gegenüber dem ersten Quartal 2009 mit + 17,5% (auf 84,3 Milliarden Euro) stärker zu als die Gesamtausfuhren (+ 10,3%). Besonders die Ausfuhren nach China (+ 58,0% auf 12,0 Milliarden Euro), Brasilien (+ 40,9% auf 2,1 Milliarden Euro) und Korea (+ 38,5% auf 2,2 Milliarden Euro) entwickelten sich besser als der Durchschnitt. Leicht unterdurchschnittlich nahmen die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten (+ 6,2% auf 14,6 Milliarden Euro) zu. Dagegen waren die Ausfuhren nach Russland (– 0,1% auf 5,2 Milliarden Euro) leicht rückläufig.
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Wiesbaden, 09.06.2010
Insolvenzen
6,7% mehr Unternehmensinsolvenzen im ersten Quartal 2010
Im ersten Quartal 2010 meldeten die deutschen Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 8 230 Unternehmensinsolvenzen. Das waren 6,7% mehr als im ersten Quartal 2009. Die Verbraucherinsolvenzen nahmen im ersten Vierteljahr 2010 mit 27 236 Fällen um 13,0% zu. Insgesamt wurden, zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen, 42 699 Insolvenzen registriert. Das ist ein Anstieg von 9,5% gegenüber dem ersten Quartal 2009.
Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für das erste Quartal 2010 auf 8,7 Milliarden Euro gegenüber 9,7 Milliarden Euro im ersten Quartal 2009.
Im März 2010 wurden 3 125 Insolvenzen von Unternehmen (+ 8,7% gegenüber März 2009) und 10 339 Insolvenzen von Verbrauchern (+ 18,1%) gemeldet. Insgesamt registrierten die Gerichte 16 192 Insolvenzen, das waren 13,9% mehr als im März 2009.
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Wiesbaden, 09.06.2010
Verarbeitendes Gewerbe
Verarbeitendes Gewerbe April 2010: Umsatz saisonbereinigt + 1,2% zum Vormonat
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stieg der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe nach vorläufigen Angaben im April 2010 saison- und arbeitstäglich bereinigt um 1,2% gegenüber März 2010 (nach revidiert + 3,1% im März 2010 gegenüber Februar 2010). Während der Inlandsumsatz im April 2010 um 0,6% gegenüber dem Vormonat abnahm, erhöhten sich die Erlöse im Geschäft mit ausländischen Abnehmern um 3,5%. Der Absatz in die Eurozone stieg um 3,9%, der Umsatz mit dem restlichen Ausland verzeichnete einen Zuwachs von 3,1%.
Innerhalb der umsatzmäßig wichtigsten Wirtschaftszweige stieg der preisbereinigte Umsatz im April 2010 mit + 6,4% gegenüber März 2010 am stärksten bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen. Dabei erhöhten sich der Inlandsumsatz um 6,1% und das Geschäft mit ausländischen Abnehmern um 6,8%. Die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen erzielten einen Zuwachs von 4,5% (Inland + 0,4%, Ausland + 8,6%). Auch die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen steigerten den Umsatz: er lag im April 2010 um 2,2% höher als im Vormonat (Inland – 8,2%, Ausland + 9,1%).
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Wiesbaden, 25.05.2010
Bauhauptgewerbe
Aufträge im Bauhauptgewerbe im März 2010: real + 14,9% zum Vorjahr
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind im März 2010 die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe (Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen) im Vergleich zum März 2009 preisbereinigt um 14,9% gestiegen. Dabei nahm die Baunachfrage im Hochbau um 14,3% und im Tiefbau um 15,6% zu. Dieser deutliche Anstieg ist überwiegend auf Großaufträge zurückzuführen.
Der Gesamtumsatz ist im März 2010 um 9,3% auf rund 5,3 Milliarden Euro gegenüber März 2009 zurückgegangen. Ende März 2010 waren in den Betrieben des Hoch- und Tiefbaus 680 000 Personen tätig; das waren etwa 14 000 Personen weniger als vor einem Jahr (– 2,0%).
Im ersten Quartal 2010 sind die Auftragseingänge des Bauhauptgewerbes preisbereinigt um 10,0% gegenüber den ersten drei Monaten 2009 gestiegen. Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes betrug im Zeitraum Januar bis März 2010 insgesamt 11,2 Milliarden Euro und lag damit um 17,1% unter dem Niveau des ersten Quartals 2009. Die Zahl der tätigen Personen ist in diesem Zeitraum um 0,5% gesunken.
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Wiesbaden, 21.05.2010
Bruttoinlandsprodukt
Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 1. Quartal 2010
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) bereits in seiner Schnellmeldung vom 12. Mai 2010 mitgeteilt hat, ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2010 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,2% gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Gleichzeitig wurde das Ergebnis für das vierte Vierteljahr 2009 leicht nach oben korrigiert auf nun ebenfalls + 0,2%. Damit hat sich die Aufwärtstendenz der Wirtschaft aus dem zweiten Quartal 2009 (+ 0,4%) und dritten Quartal 2009 (+ 0,7%) zwar etwas abgeschwächt, aber trotz des vergleichsweise harten und langen Winters weiter fortgesetzt.
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Paris, 20.05.2010
Globale Wirtschaft
Brasilien, Indien und China:
Brasilien, Indien und China sind die neuen Spitzenreiter der Welt-Wirtschaft für mindestens 5 Jahre.
Eine Analyse von Euler Hermes (englisch)
Wiesbaden, 12.05.2010
Insolvenzen
6,9% mehr Unternehmensinsolvenzen im Februar 2010
Im Februar 2010 meldeten die deutschen Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2 558 Unternehmensinsolvenzen. Das waren 6,9% mehr als im Februar 2009. Die Verbraucherinsolvenzen lagen im Februar 2010 mit 8 632 Fällen um 15,9% höher als im Vorjahresmonat. Insgesamt wurden, zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen, 13 487 Insolvenzen registriert. Das bedeutet ein Anstieg von 11,3% gegenüber Februar 2009.
Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für den Februar 2010 auf 3,0 Milliarden Euro gegenüber 2,5 Milliarden Euro im Februar 2009.
In den Monaten Januar und Februar 2010 wurden 5 105 Insolvenzen von Unternehmen (+ 5,5% gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum) und 16 897 Insolvenzen von Verbrauchern(+ 10,1%) gemeldet. Insgesamt registrierten die Gerichte 26 507 Insolvenzen, das waren 6,9% mehr als im Januar und Februar 2009.
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Wiesbaden, 10.05.2010
Export
Deutsche Ausfuhren im März 2010: + 23,3% zum März 2009
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, wurden im März 2010 von Deutschland Waren im Wert von 85,6 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 68,4 Milliarden Euro eingeführt. Die deutschen Ausfuhren waren damit im März 2010 um 23,3% und die Einfuhren um 18,3% höher als im März 2009. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Ausfuhren gegenüber Februar 2010 um 10,7% und die Einfuhren um 11,0% zu.
Die Außenhandelsbilanz schloss im März 2010 mit einem Überschuss von 17,2 Milliarden Euro ab. Im März 2009 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 11,6 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag im März 2010 der Außenhandelsbilanzüberschuss bei 13,3 Milliarden Euro.
Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen (+ 0,8 Milliarden Euro), Erwerbs- und Vermögenseinkommen (+ 4,0 Milliarden Euro), laufende Übertragungen (– 2,7 Milliarden Euro) sowie Ergänzungen zum Außenhandel (– 1,2 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im März 2010 mit einem Überschuss von 18,0 Milliarden Euro ab. Im März 2009 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 12,3 Milliarden Euro ausgewiesen.
In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im März 2010 Waren im Wert von 51,4 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 42,9 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber März 2009 stiegen die Versendungen in die EU-Länder um 16,8% und die Eingänge aus diesen Ländern um 14,7%. Der Wert der Warenlieferungen in die Länder der Eurozone belief sich im März 2010 auf 35,2 Milliarden Euro (+ 15,1%), der Wert der Einfuhren aus diesen Ländern auf 30,2 Milliarden Euro (+ 13,6%). In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im März 2010 Waren im Wert von 16,2 Milliarden Euro (+ 20,5%) ausgeführt und Waren im Wert von 12,7 Milliarden Euro (+ 17,6%) von dort eingeführt.
Die Warenexporte in die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) erreichten im März 2010 einen Wert von 34,2 Milliarden Euro, die Warenimporte aus diesen Ländern betrugen 25,5 Milliarden Euro. Gegenüber März 2009 stiegen die Exporte in die Drittländer um 34,7% und die Importe von dort um 24,7%.
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Wiesbaden, 10.05.2010
Verarbeitendes Gewerbe
Verarbeitendes Gewerbe März 2010: Umsatz saisonbereinigt + 2,7% zum Vormonat
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stieg der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe nach vorläufigen Angaben im März 2010 saison- und arbeitstäglich bereinigt um 2,7% gegenüber Februar 2010 (nach revidiert – 0,2% im Februar 2010 gegenüber Januar 2010). Der Inlandsumsatz wuchs im März 2010 um 4,0% gegenüber dem Vormonat, die Erlöse im Geschäft mit ausländischen Abnehmern nahmen um 1,2% zu. Während sich der Absatz in die Eurozone um 0,5% verringerte, verzeichnete der Umsatz im Geschäft mit dem restlichen Ausland einen Anstieg um 2,6%.
Innerhalb der umsatzmäßig wichtigsten Wirtschaftszweige stieg der preisbereinigte Umsatz im März 2010 am stärksten im Maschinenbau, und zwar um 6,0% gegenüber März 2009. Dabei erhöhte sich der Inlandsumsatz um 5,1%, das Geschäft mit ausländischen Abnehmern um 6,5%. Die Hersteller von Metallerzeugnissen erzielten einen Zuwachs von 5,5%; im Inland gab es hier einen Anstieg von 6,4% und auch im Ausland konnte ein Plus von 3,7% verbucht werden. Auch die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen verzeichneten einen deutlichen Zuwachs, und zwar in Höhe von 4,3% (Inlandsumsatz + 8,1%, Auslandsumsatz + 1,8%).
Im Vergleich zum März 2009 war der preis- und arbeitstäglich bereinigte Umsatz des Verarbeitenden Gewerbes im März 2010 um 8,6% höher (nach revidiert + 8,4% im Februar 2010 gegenüber Februar 2009). Das Geschäft mit inländischen Abnehmern nahm im März 2010 gegenüber März 2009 um 6,0% zu; der Auslandsumsatz verzeichnete ein Plus von 11,7%. Dabei steigerte sich der Absatz in die Eurozone um 3,4%, der Umsatz im Geschäft mit dem restlichen Ausland um 19,6%.
Im ersten Quartal 2010 lag das (arbeitstäglich bereinigte) Umsatzvolumen im Verarbeitenden Gewerbe um 7,3% über dem Niveau des ersten Quartals 2009; dabei erhöhte sich das Inlandsgeschäft um 4,0% und der Auslandsumsatz um insgesamt 11,4%.
Die Veränderungsraten basieren auf dem Umsatz-Volumenindex für das Verarbeitende Gewerbe (fachliche Betriebsteile; 2005 = 100). Die saison- und arbeitstägliche Bereinigung erfolgt mit dem Verfahren Census X-12-ARIMA.
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Wiesbaden, 05.05.2010
Außenhandel
Außenhandel mit Griechenland rückläufig
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden im Jahr 2009 Waren im Wert von 6,7 Milliarden Euro nach Griechenland ausgeführt. Gegenüber 2008 waren das rund 16,7% oder 1,3 Milliarden Euro weniger. Ausgeführt wurden vor allem Kraftfahrzeuge (1,1 Milliarden Euro), Maschinen, Apparate und mechanische Geräte (0,9 Milliarden Euro) sowie pharmazeutische Erzeugnisse (0,7 Milliarden Euro).
Mit 1,9 Milliarden Euro lagen die deutschen Einfuhren aus Griechenland im Jahr 2009 deutlich unter den Ausfuhren. Allerdings gingen die Einfuhren mit – 8,4% nicht ganz so stark zurück. Die wichtigsten Importgüter waren pharmazeutische Erzeugnisse (0,3 Milliarden Euro) sowie Bekleidung (0,2 Milliarden Euro).
Deutschland hat in den letzten Jahren jeweils sehr viel mehr Waren nach Griechenland ausgeführt als von dort bezogen; der Handelsbilanzsaldo fiel somit durchweg positiv aus. Im Jahr 2009 belief er sich auf 4,8 Milliarden Euro.
In der Rangfolge der deutschen Außenhandelspartner lag Griechenland im Jahr 2009 ausfuhrseitig auf dem 25. Platz; 0,8% der von Deutschland insgesamt ausgeführten Waren gingen nach Griechenland. Bei den Einfuhren stand Griechenland auf Platz 43 (0,3% der deutschen Gesamteinfuhren).
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Wiesbaden, 04.05.2010
Einzelhandel
Einzelhandelsumsatz im März 2010 real um 2,7% gestiegen
Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag der Umsatz im Einzelhandel in Deutschland im März 2010 nominal 3,9% und real 2,7% höher als im März 2009. Das ist der höchste Zuwachs seit September 2008 (nominal + 6,5% und real + 3,7% gegenüber September 2007). Der März 2010 hatte mit 27 Verkaufstagen allerdings auch einen Verkaufstag mehr als der März 2009. Im Vergleich zum Februar sank der Umsatz im März 2010 unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten nominal um 1,8% und real um 2,4%.
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Wiesbaden, 07.04.2010
Binnenschifffahrt
Binnenschifffahrt 2009 um knapp 17% rückläufig
Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) musste die Binnenschifffahrt in Deutschland im Jahr 2009 beim Gütertransport einen Einbruch von 16,8% hinnehmen. Die Beförderungsmenge verringerte sich gegenüber 2008 um 41,2 Millionen Tonnen auf 204,5 Millionen Tonnen. Im Jahresverlauf zeigte sich allerdings eine gewisse Erholung: So bewegte sich im November 2009 der Rückgang gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat nur noch im einstelligen Bereich (– 9,7%), im Dezember war sogar erstmals im Jahr 2009 wieder ein Zuwachs von knapp 5% zu verzeichnen. In den Monaten zuvor lagen die Rückgänge dagegen zum Teil bei über einem Viertel. Zu beachten ist bei diesen Vergleichen allerdings, dass November und Dezember 2008 auch schon von der Wirtschaftskrise beeinträchtigt waren.
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Wiesbaden, 10.03.2010
Deutscher Export
Deutsche Ausfuhren im Januar 2010: + 0,2% gegenüber Januar 2009
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, wurden im Januar 2010 von Deutschland Waren im Wert von 63,9 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 56,0 Milliarden Euro eingeführt. Die deutschen Ausfuhren waren damit im Januar 2010 um 0,2% höher und die Einfuhren um 1,4% niedriger als im Januar 2009. Im Vormonatsvergleich war die Entwicklung von Aus- und Einfuhren kalender- und saisonbereinigt gegenläufig: Während die Ausfuhren im Januar 2010 gegenüber Dezember 2009 um 6,3% sanken, nahmen die Einfuhren um 6,0% zu.
Die Außenhandelsbilanz schloss im Januar 2010 mit einem Überschuss von 8,0 Milliarden Euro ab. Im Januar 2009 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 7,1 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag im Januar 2010 der Außenhandelsbilanzüberschuss bei 8,7 Milliarden Euro.
Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes
Wiesbaden, 09.03.2010
Insolvenzen 2009
11,6% mehr Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2009
Im Jahr 2009 haben nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) die deutschen Amtsgerichte 32.687 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Damit lagen die Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2009 erstmals seit 2003 wieder höher als im Vorjahr (+11,6%). Damals erreichte die Anzahl an Unternehmensinsolvenzen mit 39.320 Fällen den Höchststand.
Auch die Zahl der Insolvenzen von Verbrauchern nahm zu. 2009 haben 101.102 Personen eine Verbraucherinsolvenz beantragt, das waren 3,0% mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2008 waren die Verbraucherinsolvenzen zum ersten Mal seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999 zurückgegangen (–7,1% gegenüber 2007).
Die Insolvenzen von Personen, die früher einer selbstständigen Tätigkeit nachgegangen sind, lagen mit 24.634 Fällen um 3,0% über dem Vorjahresniveau. Für diesen Personenkreis gilt wie für die Verbraucher die Möglichkeit der Restschuldbefreiung und der Stundung der Verfahrenskosten.
Die Gesamtzahl aller Insolvenzen einschließlich der 2.808 Nachlassinsolvenzen und der 1.676 Insolvenzen von natürlichen Personen, die als Gesellschafter größerer Unternehmen von einer Insolvenz betroffen waren, belief sich im Jahr 2009 auf 162.907 (+5,0% gegenüber 2008).
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Wiesbaden, 05.03.2010
Güterverkehr
Schienengüterverkehr 2009: Transportrückgang um 15,9%
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden im Jahr 2009 312,1 Millionen Tonnen Güter auf dem deutschen Schienennetz transportiert. Der Gütertransport ist mit –15,9% so stark wie nie zuvor zurückgegangen. Er unterschritt im Jahr 2009 das Beförderungsniveau von 2005, als noch 317,3 Millionen Tonnen transportiert wurden.
Verkehre mit Auslandsbezug, die mit 101,4 Millionen Tonnen fast ein Drittel des Gesamttransports (32,5%) ausmachen, waren mit –23,1% (jeweils Versand und Empfang in das Ausland) und –23,8% (Durchgangsverkehr) besonders stark vom Rückgang betroffen. Der überwiegende Güteranteil wurde mit 210,7 Millionen Tonnen (67,5%) im Binnenverkehr befördert, allerdings war auch für diese Verkehrsrelation der Transport mit –11,9% rückläufig.
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Wiesbaden, 02.03.2010
Export
Deutschlands wichtigste Handelsgüter im Jahr 2009
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Zahlen mitteilt, waren Maschinen im Jahr 2009 Deutschlands wichtigstes Exportgut: Ihr Anteil an den Gesamtexporten betrug 15,1%. An zweiter Stelle folgten Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile mit einem Anteil von 14,9%, an dritter Stelle lagen chemische Erzeugnisse mit einem Anteil von 9,1%.
Gegenüber dem Jahr 2008 verringerten sich die Ausfuhren von Maschinen um 24,1% auf 121,8 Milliarden Euro, von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen um 28,9% auf 120,5 Milliarden Euro und von chemischen Erzeugnissen um 19,4% auf 73,9 Milliarden Euro.
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Wiesbaden, 25.02.2010
Baubranche
Aufträge im Bauhauptgewerbe im Jahr 2009: real – 6,6% zum Vorjahr
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind im Jahr 2009 die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe (Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen) im Vergleich zum Vorjahr preisbereinigt um 6,6% gesunken. Dabei nahm die Baunachfrage im Hochbau um 13,0% ab, im Tiefbau dagegen um 0,1% zu.
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Wiesbaden, 09.02.2010
Export
Ausfuhr im Jahr 2009 insgesamt um 18,4% niedriger als 2008
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, wurden im Jahr 2009 von Deutschland Waren im Wert von 803,2 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 667,1 Milliarden Euro eingeführt. Die deutschen Ausfuhren waren damit im Jahr 2009 um 18,4% und die Einfuhren um 17,2% niedriger als im Jahr 2008. Sowohl einfuhr- als auch ausfuhrseitig war das der höchste Rückgang eines Jahresergebnisses der Außenhandelsstatistik seit 1950.
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Wiesbaden, 26.01.2010
Import
Importpreise Dezember 2009: – 1,0% gegenüber Dezember 2008
Der Index der Einfuhrpreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Dezember 2009 um 1,0% unter dem Vorjahresstand. Im November und im Oktober 2009 hatte die Jahresänderungsrate – 5,0% beziehungsweise – 8,1% betragen. Gegenüber November 2009 stieg der Einfuhrpreisindex um 0,5%.
Die Preise für importierte Energieträger stiegen gegenüber Dezember 2008 um 4,4%. Damit lagen sie zum ersten Mal seit Oktober 2008 über den Preisen des vergleichbaren Vorjahresmonats. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise für importierte Energieträger im Dezember 2009 um 0,7% (nach + 1,8% im November und + 5,0% im Oktober). Der Index der Einfuhrpreise ohne Energie fiel gegenüber Dezember 2008 um 1,8%.
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Wiesbaden, 13.01.2010
Wirtschaft Deutschland
Deutschland erlebte 2009 stärkste Rezession der Nachkriegszeit
Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2009 zum ersten Mal seit sechs Jahren geschrumpft. Mit – 5,0% war der Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) so stark wie noch nie in der Nachkriegszeit. Dies ergaben erste Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Der wirtschaftliche Einbruch fand hauptsächlich im Winterhalbjahr 2008/2009 statt. Im Jahresverlauf zeichnete sich eine leichte Stabilisierung der Wirtschaftsentwicklung auf dem neuen, niedrigen Niveau ab. Im Jahr 2008 war das BIP noch leicht um 1,3%, in 2007 um 2,5% und 2006 sogar um 3,2% gestiegen.
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Berlin, 12.01.2010
Wirtschaftskriminalität
Wirtschaftskriminalität 2010: Mittelstand unterschätzt Gefahr
Immer mehr deutsche Unternehmen sehen sich durch Wirtschaftskriminalität bedroht. Das zeigt die KPMG-Studie "Wirtschaftskriminalität in Deutschland 2010", für die 300 Führungskräfte aus allen Branchen befragt wurden. In den vergangenen Jahren ist der Anteil der Unternehmen, die wirtschaftskriminelle Handlungen als ernsthaftes Problem betrachten, auf 80% gestiegen, bei Großunternehmen sogar auf 90%.
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Wiesbaden, 12.01.2010
Insolvenzen
15,9% mehr Unternehmensinsolvenzen im Oktober 2009
Im Oktober 2009 haben die deutschen Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2.848 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das waren 15,9% mehr als im Oktober 2008. Die Verbraucherinsolvenzen lagen im Oktober 2009 mit 8.929 Fällen um 4,2% höher als im Vorjahresmonat. Insgesamt wurden, zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen, 14.180 Insolvenzen registriert. Das bedeutet ein Anstieg von 6,7% gegenüber Oktober 2008.
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Wiesbaden, 04.01.2010
Deutscher Export
Außenhandel im 3. Quartal 2009: Exporte sinken um 19,0%
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sanken die deutschen Ausfuhren im dritten Quartal 2009 gegenüber dem Vorjahresquartal um insgesamt 19,0% auf 200,2 Milliarden Euro. Preisbereinigt nahmen die Ausfuhren um 16,5% ab.
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Wiesbaden, 14.12.2009
Unternehmens-Gründungen
1,8% mehr Gründungen größerer Betriebe von Januar bis September 2009
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden von Januar bis September 2009 rund 117 000 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Das waren 1,8% mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
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Köln, 14.12.2009
Kreditversicherer
Warenkreditversicherer weiterhin mit hohen Vertragsstückzahlen / deutlicher Anstieg der Schadenaufwendungen
Die fünf großen Warenkreditversicherer in Deutschland haben – bezogen auf das inländische Geschäft – aktuell annähernd 39.600 Verträge in ihren Beständen. Ende 2007, also vor Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise, hatten die Warenkreditversicherer noch rund 38.800 Verträge in ihren Büchern. „Das ist ein eindeutiger Beleg dafür, dass die Kreditversicherer zu ihren Kunden stehen“, sagt der Vorsitzende der Kommission Kreditversicherung des GDV, Peter Ingenlath, am Montag in Köln. Innerhalb der Kreditversicherungsverträge besteht damit aktuell für mehr als 1,12 Millionen Abnehmer der Lieferanten Deckungsschutz.
Zudem nahm in den vergangenen Monaten die Schadenlast deutlich zu. Die Hochrechnung für das laufende Jahr ist durch die zunehmende Zahl an Unternehmensinsolvenzen infolge der Wirtschaftskrise nicht rosig. So werden die Schadenaufwendungen 2009 in der Warenkredit-, Kautions- und Vertrauensschadenversicherung im Vergleich zum Vorjahr um rund 40 Prozent zunehmen, nach etwas mehr als 37 Prozent im Vorjahr; die Schadenquote vor Abwicklung beläuft sich voraussichtlich auf 101 Prozent. Die Schaden-Kosten-Quote nach Abwicklung, also die Combined Ratio, wird nach den Berechnungen des GDV in diesem Jahr voraussichtlich um 36 Prozentpunkte auf rund 114 Prozent zunehmen, was einem versicherungstechnischen Verlust von rund 200 Millionen Euro entspräche. Die Kreditversicherer im GDV rechnen für 2009 im Vergleich zum Vorjahr mit einem Rückgang der gebuchten Bruttobeiträge um 1,5 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro.
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Wiesbaden, 09.12.2009
Deutscher Export
Deutsche Ausfuhren im Oktober 2009: – 15,9% zum Oktober 2008
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, wurden im Oktober 2009 von Deutschland Waren im Wert von 74,6 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 61,0 Milliarden Euro eingeführt. Die deutschen Ausfuhren waren damit im Oktober 2009 um 15,9% und die Einfuhren um 15,3% niedriger als im Oktober 2008. Im Vormonatsvergleich war die Entwicklung von Aus- und Einfuhren kalender- und saisonbereinigt gegenläufig: Während die Ausfuhren gegenüber September 2009 um 2,5% stiegen, nahmen die Einfuhren um 2,4% ab.
Die Außenhandelsbilanz schloss im Oktober 2009 mit einem Überschuss von 13,6 Milliarden Euro ab. Im Oktober 2008 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 16,7 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag im Oktober 2009 der Außenhandelsbilanzüberschuss bei 12,9 Milliarden Euro.
Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen (– 1,4 Milliarden Euro), Erwerbs- und Vermögenseinkommen (+ 4,8 Milliarden Euro), laufende Übertragungen (– 5,2 Milliarden Euro) sowie Ergänzungen zum Außenhandel (– 0,7 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im Oktober 2009 mit einem Überschuss von 11,0 Milliarden Euro ab. Im Oktober 2008 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 14,9 Milliarden Euro ausgewiesen.
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Wiesbaden, 08.12.2009
Handwerk
Handwerk: 5,1% weniger Umsatz im 3. Quartal 2009
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, lagen die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk im dritten Quartal 2009 um 5,1% niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Zugleich waren in diesen Gewerben Ende September 2009 2,1% weniger Personen tätig als Ende September 2008.
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Wiesbaden, 01.12.2009
Außenhandel Brasilien
2004 bis 2008: Deutscher Außenhandel mit Brasilien kräftig gestiegen
Die deutschen Ausfuhren nach Brasilien haben sich seit dem Jahr 2004 bis 2008 fast verdoppelt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Besuchs des brasilianischen Staatspräsidenten Lula Da Silva vom 2. bis 4. Dezember 2009 in Deutschland mitteilt, beliefen sich die deutschen Ausfuhren in das südamerikanische Land im Jahr 2008 auf 8,7 Milliarden Euro.
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Zum Länder-Rating Brasilien
Hamburg, 17.11.2009
Insolvenzprognose 2010
Insolvenzen: Forderungsausfälle in Rekordhöhe
In diesem Jahr wird die Zahl der Firmeninsolvenzen auf 33.800 und damit um mehr als 15% anwachsen.
Pressemitteilung vom 17.11.2009 (PDF)
Ergänzende Grafiken (PDF)
Wiesbaden, 06.11.2009
Insolvenzen
12,3% mehr Unternehmensinsolvenzen im August 2009
Im August 2009 haben die deutschen Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2.619 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Damit stiegen die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland um 12,3% gegenüber August 2008.
Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes
Wiesbaden, 22.09.2009
Deutscher Außenhandel 2009
Außenhandel 1. Halbjahr 2009: Exporte sinken um 23,5%
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sanken die deutschen Ausfuhren von Januar bis Juni 2009 um insgesamt 23,5% auf 391,2 Milliarden Euro. Preisbereinigt nahmen die Ausfuhren um 22,9% ab.
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Staatliche Ergänzung der privaten Kreditversicherung
Zum Egebnis der Sitzung des Lenkungsausschusses "Unternehmensfinanzierung" haben das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. GDV am 1. September 2009 Pressemitteilungen zum Thema "staatliche Ergänzung der privaten Kreditversicherung" in Deutschland herausgegeben.
Zur Pressemitteilung des BMWI
Zur Pressemitteilung des GDV
Sobald weitere Informationen zum Top Up Cover verfügbar sind, können Sie sie im Special auf dieser Website nachlesen.

