Top-Up-Cover
Top-Up-Cover-Deckung bei Kreditversicherungen ist ausgelaufen
Euler Hermes schließt Deckungslücken bestehender Verträge
Die Euler Hermes Kreditversicherungs-AG hat nach dem 31.12.2010 die gezeichneten „Top-Up-Cover-Deckungen“ aus den speziellen Kreditversicherungsverträgen übernommen, bei denen der Staat seit 2009 einen Teil der Gewährleistung übernommen hatte. Die Laufzeit des staatlichen Deckungsanteils endete planmäßig zum 31. Dezember 2010.
Die Top-Up-Cover-Deckungen waren im Verlauf der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 eingeführt worden und sollten Deckungslücken bei Kreditversicherungen schließen, die durch die Anpassung der Zeichnungspolitik der Kreditversicherer an die aktuelle Wirtschaftslage entstanden waren. Die Bundesregierung wollte – in Zusammenarbeit mit den Kreditversicherern – auf diesem Wege der deutschen Wirtschaft auch in der Krise wieder größtmöglichen Schutz vor Forderungsausfällen bieten.
Diese Form der anteiligen Risikoübernahme des Bundes an Kreditversicherungen endete nun planmäßig mit Ablauf des Jahres 2010. Die maximal sechsmonatigen Laufzeit der Top-Up-Cover-Deckungen führte bei vielen Kreditlimiten aus dem Jahr 2010 dazu, dass ab dem 1. Januar 2011 für neue Lieferungen im Top-Up-Cover-Deckungsteil keine Absicherung erworben werden konnte. Um das dadurch entstehende Risiko zu vermeiden, bot Euler Hermes an, die volle Deckung im Rahmen der bestehenden Grundverträge der jeweiligen Versicherungsnehmer zu übernehmen.
Deckungspraxis in der Kreditversicherung wieder auf Vorkrisenniveau
Selbstverpflichtung, privater Kreditversicherer staatliche Deckungen aus der „Escape Clause“ zu übernehmen, endet im Juni – Euler Hermes übernimmt Limite auch darüber hinaus
Die seit Ende 2010 geltende Selbstverpflichtung der privaten Kreditversicherer, die vom Bund gedeckten kurzfristigen Exportforderungen gegenüber Abnehmern in Kern-OECD- und EU-Ländern für die Dauer von mindestens sechs Monaten zu übernehmen lief zum 30.06.2011 aus. Deutschlands führender Kreditversicherer Euler Hermes wird die damals übernommenen Deckungen bei gleichbleibender Bonität auch über diesen Zeitpunkt hinaus weiterführen. „Wir stellen unseren Exportkunden schon seit Beginn letzen Jahres wieder sehr viel mehr Deckungen für eine ausreichende Absicherung ihrer Geschäfte zur Verfügung. Diese Praxis werden wir beibehalten und hoffentlich sogar noch weiter ausbauen können“; so Ralf Meurer, Vorstandsvorsitzender von Euler Hermes.
Auch in den damals von der Übernahme ausgenommenen Ländern Bulgarien, Rumänien, Island, Lettland und Litauen hat sich die Risikosituation dahingehend beruhigt, dass der Nachfrage der Exporteure nach Deckungen für Lieferungen in diese Länder wieder entsprochen werden kann.
Der Bund hatte im August 2009 im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise auf Basis einer entsprechenden Ermächtigung der EU-Kommission eine bis Ende 2010 befristete Ausweitung der bundesgedeckten Exportfinanzierung beschlossen. Ziel war es, die deutsche Exportwirtschaft mit der Absicherung kurzfristiger Exportkredite zu unterstützen, soweit der private Kreditversicherungsmarkt diese wegen des krisenbedingt erhöhten Ausfallrisikos nicht mehr zur Verfügung stellen konnte.
Euler Hermes deckt deutsche Exporte in alle Kern-OECD- und EU-Länder wieder in einem Umfang wie vor Ausbruch der Krise. Allein gegenüber dem Vorjahr stieg das Deckungsvolumen bei Deutschlands führendem Kreditversicherer um 9,8 Prozent auf 181,1 Mrd. Euro an. Das Niveau vor der Krise lag bei 171 Mrd. Euro (2008). Euler Hermes wird diesen Deckungsschutz weiter ausbauen und somit die deutsche Exportwirtschaft weiterhin unterstützen.

